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15.09.2017|Jugend|sb

Nach „Ausrufezeichen-Sieg" zum Auftakt will die Zweite nachlegen: Samstag gegen Altlandsberg

Von Sebastian Butzke Die zweite Mannschaft der Füchse Berlin trifft nach dem Auftaktsieg in Cottbus auf MTV Altlandsberg. Anwurf ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Julius Schröder trifft mit der Zweiten auf Altlandsberg

Ich würde ja gern damit anfangen, davon zu schreiben, welch lange Vorbereitung hinter uns liegt und wie heiß wir auf unser erstes Spiel gegen den Vorjahresmeister LHC Cottbus sind. Zu Schade, dass erstens unsere Vorbereitung zwar hart war, dafür aber gerademal drei Wochen andauerte, und zweitens sogar schon das erste Saisonspiel gegen den besagten Meister aus Cottbus hinter uns liegt. Wie der eine oder andere vielleicht schon am Schreibstil bemerkt, hat sich der Autor der diesjährigen Berichte nicht verändert. Alle Berichte werden weiterhin von mir, Sebastian Butzke aus der zweiten Männermannschaft, mit aller Härte und Ehrlichkeit verfasst. Nur die Besetzung des Pressesprechers hat sich verändert, woher nun auch die von uns verschwitzte Herausgabe der ersten beiden Texte rührt.

Deshalb eine nachträgliche Zusammenfassung des ersten Spiels: Unterstützt vom Linksaußen der A-Jugend, Tim Matthes, ging es in fast voller Besetzung nach Cottbus. Jeder von uns wusste, dass sich diese Partie nicht nur auf die Qualität des Handballspiels beschränken würde. Immerhin sind zwei ehemalige Spieler der Füchse, die letztes Jahr noch bei uns aktiv waren, nach Cottbus gewechselt, um einen Neuanfang zu wagen. Hinzu kommt die unbändig emotionale Charakteristik eines „ersten Saisonspiels", die schon mit der Einfahrt in die Hauptstadt der Lausitz durch zahlreiche Reklame für genau unser Spiel deutlich wurde. Genau diese Merkmale eins Topspiels waren es, die uns letztes Jahr so zu schaffen machten. Umso erstaunlicher ist, was das neu besetzte Trainerteam um Christian Caillat und Martin Berger mit dem ebenfalls stark umstrukturierten Kader der zweiten Herren in lediglich drei Wochen erreicht hat.

Wir strotzten nur so von Selbstbewusstsein von Anfang an und gaben das ganze Spiel hindurch mit den richtigen Entscheidungen durch unseren Rückraum den Ton im Spiel an. Was uns jedoch die gesamte Partie Bauchschmerzen bereitete war die Abwehr. Und damit sind nicht mal kleine Abstimmungsfehler bezüglich des gegnerischen Kreisläufers oder der Cottbusser Rückraum-gewalt gemeint. Diese nämlich hielten sich in Grenzen. Es waren die zahlreichen Zwei-Minuten-Strafen, die uns einen früheren Ausbau der Führung verwehrten. Aber wie schon erwähnt: Im Vergleich zum Vorjahr behielt die Mannschaft diesmal den kühleren Kopf und entschied das Spiel scheinbar zehn Minuten vor Schluss, als wir mit acht Toren vorne lagen, für sich. Aber eben nur scheinbar. Eine Reihe von technischen Fehlern ließ die Gastgeber aus Cottbus zum Ende nochmal auf vier Tore rankommen. Unmittelbar nach dem Ton der Schlusssirene jedoch suchten das mittlerweile verstummte Publikum und später auch die Akteure geradewegs den Weg zum tröstend kühlen Bier. Und wir waren nicht mehr zu halten und feierten diesen ersten, wichtigen Auswärtssieg.

Das darauffolgende Wochenende war zunächst einmal spielfrei und das Trainerteam war der Überzeugung, gelassen aber konzentriert auf das erste Heimspiel gegen MTV Altlandsberg hinarbeiten zu können. Wir erinnern uns: Letzte Saison konnten wir keines der beiden Spiele gegen den MTV gewinnen, wodurch es umso schmerzlicher ist, dass aktuell der ein oder andere Spieler aufgrund von Verletzung oder Krankheit nicht am Training teilnehmen kann. Auch ich bin aktuell einer der Betroffenen und wünsche mir für die Mannschaft, dass am Wochenende doch alles glatt geht.

Nun sind es ja aber noch wenige Tage, die uns bleiben, um sich intensiv per Video auf unsere Gäste aus Altlandsberg vorzubereiten. Letztlich muss sich in Anbetracht der gegebenen Umstände jeder Spieler unserer Mannschaft darüber im Klaren sein, dass wir am Wochenende vor einer ganz neuen Situation stehen. Auch wenn der Sieg gegen Cottbus unbestritten ein Ausrufezeichen in Richtung Liga war, sollten wir nicht vergessen, dass die Karten in jeder Begegnung neu gemischt werden - allen voran, wenn der Gegner Altlandsberg heißt.




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