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27.06.2019|Jugend|kwa

Füchse-Jugendkoordinator lebt die Nachwuchsarbeit

Fabian Lüdke ist Co-Trainer der A-Jugend bei den Füchsen Berlin. Neben seinem Trainerposten fungiert er als Jugendkoordinator der so erfolgreichen Talentschmiede der Füchse. Im Interview spricht er unter anderem über seine Faszination an der Nachwuchsförderung und geht auf einige Projekte außerhalb des Leistungssports ein.

Fabian Lüdke erfüllt die Arbeit im Jugendbereich
© Bildnachweis: Camera4

Du bist seit Jahren Trainer und inzwischen auch Jugendkoordinator. Was fasziniert dich so an der Nachwuchsarbeit?

Lüdke: Die größte Faszination ist, dass Jugend bei den Füchsen gelebt wird. Es greift alles ineinander und jeder hilft dem anderen. Zudem kommt die Zielperspektive der Nachwuchsspieler. Man begleitet sie meist über Jahre und am Ende haben sie die Möglichkeit oben anzukommen und das macht es für mich so begehrenswert hier mit den Jungs zu arbeiten.

Das Leistungszentrum hier in Berlin bietet optimale Bedingungen für die Ausbildung der Talente. Welche genaue Rolle nimmt das SLZB ein?

Lüdke: Es spielt für die Planung und Ausbildung von Jungprofis eine sehr große Rolle. Wir haben hier die Schule direkt auf dem Campus. Der Fußweg von den Unterrichtsräumen bis zur Trainingshalle beträgt nur fünf Minuten. Auch das Internat liefert uns ein Optimum. Spieler von auswärts haben hier die Möglichkeit zu leben, lernen und trainieren. Die Schule macht sehr viel möglich. Bei Auswärtsspielen werden Klausuren zum Teil dem Reiseplan angepasst und ich denke das ist einzigartig in Deutschland.

Neben der professionellen handballerischen Ausbildung sind die Füchse auch an der grundmotorischen Aktivierung von Kindern interessiert. Welche Projekte sind dabei hervorzuheben?

Lüdke: Wir haben gemeinsam mit dem Senat und den anderen Profivereinen in diesem Bereich zwei große Projekte angestoßen. Zum einen ist das „Profivereine machen Kita". Das Projekt startete zu Beginn des Jahres und steht somit noch in den Kinderschuhen. Der zweite Teil heißt „Profivereine machen Schule" und besteht bereits seit 2012. Wir haben bei beiden Projekten die Möglichkeit Trainer anzustellen, die dann beim Sportunterricht in der Schule oder bei den Bewegungsangeboten in der Kita begleitend und durchführend agieren. Dadurch bekommen wir handballspezifische Expertise direkt in den Unterricht.

Doch auch andere Jugendprojekte wie die B&O-Grundschulliga oder das BSR-Turnier sind immer wieder zu hören. Was sind die Ziele der Projekte?

Lüdke: Wie die Namen schon vermuten lassen, sind unsere Partner eine große Stütze und Mitbetreiber dieser Angebote. Bei der B&O-Grundschulliga haben wir ein Turnier für zunächst zwölf Grundschulteams geschaffen. Dieses Jahr waren wir bereits bei 28 Mannschaften und das soll noch nicht das Ende sein. Dabei arbeiten wir wie beim BSR-Turnier, das ebenfalls jungen begeisterten Handballern eine Chance bietet, um sich untereinander messen zu können, nicht nur mit den Partnern, sondern auch eng mit dem Handballverband Berlin zusammen. Das entscheidende Ziel bei beiden Projekten ist zu zeigen, dass Handball in der Freizeit bei Kindern Begeisterung auslösen kann. Dadurch wollen wir es schaffen mehr Kids in die Berliner Handballvereine zu bringen.




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