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18.04.2025|Jugend|pst

Stolz trotz Finalpleite gegen GOG

Die U18-Auswahl der Füchse Berlin hat im Endspiel des Qualifikationsturniers der EHF Youth Club Trophy in Potsdam gegen den dänischen Nachwuchs mit 33:40 (15:18) verloren. In einer ansehnlichen Partie waren die Deutschen als Underdog immer wieder einer Überraschung nahe, und konnten die Platte dennoch mit erhobenem Haupte verlassen.

Zehnmal beförderte Berlins Spielmacher Julian Kusche den Ball ins gegnerische Netz.
© Bildnachweis: Göres

Nicht nur in Dänemark, sondern in der gesamten Handball-Welt gilt GOG Håndbold als Aushängeschild für eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. Gleiches gilt derweil für die Füchse Berlin, weshalb das Finale dieses Turniers in der MBS Arena eine spannende Begegnung versprach. Und diese war es auch, obwohl die Dänen die Führung durchweg innehatten. Doch die Berliner Jungfüchse steckten nie auf und stemmten alles dagegen, vor allem Julian Kusche überzeugte mit zehn Treffern. Das Jugendteam von GOG darf dank des Siegs am 14. und 15. Juni im Rahmen des Truckscout24 Final4 der Machineseeker EHF Champions League antreten.

Denkbar schlecht starteten die Jungfüchse in die Partie, denn der Nachwuchs von GOG Håndbold begann mit einem 3:0-Lauf. Doch die Berliner ließen die Köpfe nicht hängen. Nach knapp drei Minuten erzielte Leo Nowak den ersten Treffer für die Mannschaft, die am Vortag den schwedischen Vertreter IK Sävehof bezwungen hatte. Direkt im Anschluss glänzte Füchse-Torhüter Henning Lahuis mit seiner ersten Parade. Weil GOG aber weiter in Fahrt blieb, versuchte Trainer Bob Hanning die Dänen mit einer offensiven Verteidigung aus der Reserve zu locken. Dass es intensiv zuging, zeigte derweil, dass Nowak gleich dreimal mit einem zerrissenen Trikot zur Bank musste, weil seine Gegenspieler eine aggressive Abwehr gegen ihn stellten. Zum Ende der ersten Halbzeit verwandelte Julian Kusche einen Siebenmeter zum 15:18-Pausenstand.

Christopher Losch eröffnete den zweiten Durchgang mit dem ersten Treffer, und die Jungfüchse kamen bereits in der Anfangsphase dieser bis auf ein Tor an GOG heran. Die dänischen Jugend-Handballer konnten sich allerdings auch wieder absetzen. Vor allem Spielmacher Julian Kusche hielt die Berliner lange Zeit mit seinen Treffern am Leben. Als es in die Crunchtime ging, unterliefen der jungen Truppe Hannings vermehrt Fehler und die Abgebrühtheit fehlte, was aufgrund von Ausfällen einiger Leistungsträger zu erwarten war. Die Klasse des dänischen Clubs war nicht abzuschreiten, sodass sie sich gegen Ende bis auf 40:33 absetzen konnten.

Bob Hanning: „Wir haben mit GOG gegen eine Mannschaft gespielt, die sieben Nationalspieler in ihren Reihen hat. Sie haben das Turnier völlig zurecht gewonnen, waren die beste Mannschaft an beiden Tagen. Sie waren uns in Passgenauigkeit, Passgeschwindigkeit und durch ihre Linkshänder überlegen. Ich bin trotzdem wirklich sehr glücklich über das Abschneiden unserer Truppe, wenn es hintenraus auch ein bisschen zu hoch ausgeht. Wir hatten immer wieder Momente, in denen wir das Unmögliche fast möglich machen, und von daher gibt es null Kritik, nur viel Lob.“

Im kleinen Finale ging der SC Magdeburg als Sieger hervor und sicherte sich den dritten Platz beim Qualifikationsturnier der EHF Youth Club Trophy in Potsdam. Mit 35:31 (15:20) behielten sie in einem intensiven und lange Zeit spannenden Spiel die Oberhand gegen IK Sävehof. Bester Schütze des SCM war Oskar Pakebusch (acht Tore), der schwedische Akteur Fabian Blomberg Romero erzielte für die Kontrahenten sogar elf Treffer. Die Begegnung verfolgte auch Berlins Vorstand Sport Stefan Kretzschmar gespannt, spielt sein Sohn Elvis doch für die Magdeburger.




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