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24.05.2009|Spielbericht|RM/ATz - handball-world.com

Füchse gewinnen wieder! 33:28 gegen Minden

Nach dem Unentschieden in Balingen am vergangenen Wochenende gelang den Füchsen vor heimischem Publikum gegen GWD Minden der lang ersehnte Sieg. 33:28 (15:13) setzten sich die Füchse gegen das Team aus dem Mühlenkreis durch. Trotz des Sieges bleiben sie zwar auf dem elften Tabellenplatz, halten aber Anschluss an die MT Melsungen, die am letzten Spieltag zum direkten Duell nach Berlin kommt. Erfolgreichste Torschützen waren mit jeweils sieben Treffern Kjetil Strand und Michal Kubisztal, die vor allem im zweiten Durchgang für Druck aus dem Rückraum sorgten.

Mit GWD Minden empfingen die Füchse Berlin im letzten Spiel des 32. Spieltages ausgerechnet den direkten Verfolger. Drei Punkte trennten die Berliner auf dem elften Tabellenplatz von den direkt dahinter positionierten Mindenern. Für die Hauptstadthandballer ging es darum nach neun Spielen ohne Sieg endlich wieder doppelt zu punkten, am vergangenen Wochenende gelang in Balingen immerin ein Unentschieden.

Die Füchse starteten auch engagiert in die Partie, wie bereits in Balingen sollte eine sehr offensive Abwehr den Gegner unter Druck setzen. Das ging auch bis zum 3:2 in der fünften Minute gut, dann allerdings fanden die Gäste ins Spiel. Sie profitierten einerseits von einem starken Svenn Erik Medhus, der nacheinander die Strafwürfe von Wilczynski, Bult und Kubisztal parierte. Anderseits nutzte GWD auch clever die Lücken der Berliner Abwehr und konnte mehrfach hinterlaufen. Im Gegensatz zu den Hausherren hatte GWD auch mit Aljoscha Schmidt einen erfolgreichen Strafwurfschützen, sein dritter Siebenmeter bedeutete das 5:3 für die Gäste.

Bis zur 25. Minute lag nun GWD in Führung ohne sich allerdings entscheidend absetzen zu können. Erst mit einer Umstellung auf eine 6:0-Abwehr konnten die Füchse wieder aufschließen, mit einem Doppelpack glich René Boese zum 11:11 aus. Nach einer Verletzung an seiner rechten Hand musste zwischenzeitlich Bartlomiej Jaszka pausieren, für ihn führte nun Kjetil Strand Regie und traf beim 13:13 zum erneuten Ausgleich. Minden tat sich nun mit der Füchse-Abwehr erheblich schwerer und so gelang Konrad Wilczynski beim 14:13 die erst Füchse-Führung seit dem 3:2.

Die Gäste machten es sich auch selbst schwer. Nachdem Stephan Just vergeblich eine Strafe gegen seinen Gegenspieler gefordert hatte erhielt er stattdessen für seine Proteste bei eigenem Angriff eine gelbe Karte und die Füchse kamen dadurch in Ballbesitz. Diese Chance ließ sich das Heimteam nicht nehmen und erhöhte rechtzeitig vor der Pause auf 15:13. Nach der Pause musste Just dann bei den Gästen auch zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Bedenkzeit währte nur kurz, zu wenig Alternativen hatte GWD-Trainer Richard Ratka auf der Bank um auf den Allrouner verzichten zu können.

Das Team von Richard Ratka, dem nur elf Spieler zur Verfügung standen, hatte nun nach der Pause der Heimmannschaft nichts mehr entgegen zu setzen. Zu konzentriert gingen die Füchse zu Werke und hatten mit der 6:0-Abwehr die richtige Variante für die Gäste gefunden. Daneben sorgten aber vor allem Michal Kubisztal und Kjetil Strand für viel Druck aus dem Rückraum und überraschten die GWD-Abwehr vor Torhüter Medhus mehrfach mit platzierten Schlagwürfen. Mit seinem siebten Treffer konnte zwar Aljoscha Schmidt nochmals auf 18:20 verkürzen, aber seinem Team nutzten nicht einmal fünf vergebene Füchse-Strafwürfe.

GWD-Coach Richard Ratka startete nun einen letzten Versuch und beorderte Gylfi Gylfason in die vorgezogene Manndeckung, daneben versuchte vor allem Ingimund Ingimundarson den Füchse-Angriff zu stoppen. Gerade Kubisztal und Strand ließen sich davon nicht abhalten, schüttelten ihre Gegenspieler regelrecht ab. Zu einem Ehrentreffer kam am Ende noch Sascha Detlof, der über weite Strecken des Spiels in der Abwehr aktiv war. Detlof durfte zum letzten Strafwurf antreten und verwandelte souverän. Am Ende siegten die Füchse 33:28 und feierten damit ihren ersten Sieg seit Ende Februar.


Stimmen zum Spiel:

Jörn-Uwe Lommel - Trainer Füchse Berlin:
Wir sind in den ersten 20 Minuten unserer Abwehrqualität hinterher gelaufen. Die Umstellung auf 6:0 war dann die richtige Maßnahme für die Mannschaft. Es war gerade in der zweiten Hälte dann ein sehr gutes Angriffsspiel unter anderem von Strand und Kubisztal. Ich bin froh über das Ergebnis, das macht mir die letzten zwei Wochen in Berlin vielleicht noch einfacher.

Richard Ratka - Trainer GWD Minden:
Am Ende hatte Berlin die bessere Deckungsarbeit und ein flexibleres Angriffsspiel. Wir hatten eine gute erste Halbzeit, doch in der Deckung haben wir die Qualität nicht gefunden. Das war für uns dann der Knackpunkt, denn 33 Tore sind zu viel für unseren Angriff. Wir können mit der Niederlage gut leben, doch wir möchten uns einfach besser verkaufen. Die Euphorie hat gefehlt, die wollen wir in den letzten beiden Spielen wieder gewinnnen.




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