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13.10.2004|Information|on

Ein Hauch von 1. Liga kommt nach Berlin

Die Stimmung bei den Füchsen ist nach dem Auswärtserfolg in Varel bestens. Mit einer guten Mannschaftsleistung schafften die Füchse endlich auch auswärts einen Sieg und erwarten nun am kommenden Freitag (Anwurf: 19.30 Uhr) im Fuchsbau mit der SG Solingen einen Ex-Bundesligisten, der einen Hauch von 1. Liga mitbringt


Der lokale Radiosender RSG will das Spiel live ins Bergische Land übertragen, zwei Reporter werden vor Ort die Stimmung auffangen und das Spiel kommentieren. Die geplante Anreise des SG-Trosses per Flugzeug musste jedoch abgesagt werden, da die Fluggesellschaft V-Bird vor der Pleite steht. Nun geht die Fahrt nach Berlin per Bus um 9.00 Uhr in der Früh am Freitag los.

Das Team von SG-Trainer Heino Kirchhoff gibt sich sehr professionell, ist aber nach dem Umzug von der Zweiten Liga Süd in die zweite Liga Nord noch nicht so recht heimisch geworden. Die ersten beiden Heimspiele gegen Fredenbeck und Spenge endeten Unentschieden, erst gegen Aufsteiger Usedom fanden die Klingenstädter zu ihrem Spiel und fegten den Neuling mit 34:20 aus der Halle. Auswärts sind die Solinger noch mit weißer Weste, besiegten Varel und Wuppertal deutlich.

Mit bisher 33 Toren aus fünf Spielen ist der Tscheche Alois Mraz der Goalgetter, der zudem sicher vom Siebenmeterpunkt agiert. Der wurfgewaltige, 195 cm große tschechische Nationalspieler leidet derzeit zwar an Achillessehnenproblemen, diese hinderten ihn aber nicht, gegen Usedom mit 9 Toren erfolgreichster Schütze zu werden. Für Gefahr sorgt auch der schnelle Rechtsaußen Matthias Deppisch, der die Tempogegenstöße der SG läuft. In der Abwehr werden die Bälle geholt, die er Sekunden später sicher verwertet. „Wenn die SG-Abwehr funktioniert, nutzen die ihre Möglichkeiten über die erste und zweite Welle“, warnt Georgi Sviridenko.

Für die Füchse gilt daher, sicher im Angriff zu spielen und sich in der Abwehr die Bälle zu holen, die der junge Dennis Mathews in den letzten Spielen so sehenswert verwerten konnte. Mit einem ähnlich gut wie in Varel aufgelegten Carsten Ohle im Tor und einem treffsicheren Viktor Pohlack wollen die Berliner dem Favoriten Paroli bieten. Wichtig wird sein, ob man Alois Mraz in den Griff kriegen kann. Taktisch will Sviridenko jedenfalls seine Abwehr umstellen, um das Angriffspiel der Solinger nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

„Es wird sehr schwer für uns“, weiß der Trainer, „obwohl wir einen kleinen Lauf haben, dürfen wir jetzt nicht überheblich werden“, dämpft der Weißrusse möglicherweise aufkommende Euphorie im Berliner Umfeld. Denn der nach der Pleite vor zwei Jahren wiederauferstandene Ex-Bundesligist gehört zu den Topteams der Zweiten Liga.

Ferienbonus für Berlin: „Mein schönstes Ferienerlebnis“

Um für den obligatorischen Schulaufsatz „Mein schönstes Ferienerlebnis“ gut gerüstet zu sein, wollen die Füchse allen Berliner Jugendlichen genügend Material an die Hand geben und gewähren am kommenden Freitag zum Heimspiel gegen die SG Solingen allen Personen unter 18 Jahren freien Eintritt. Einzige Bedingung: laut sein!

Die Solinger reisen mit einer großen Anhängerschaft nach Berlin, sodass es auch auf den Tribünen zu einem Wettbewerb um die lautesten Fans kommen wird. Mit der Aktion „Mein schönstes Ferienerlebnis“ hoffen die Füchse, die Berliner Jugend zu animieren, den Solinger Fanblock zu übertönen. „Wir wollen beweisen, dass wir es mit der ersten Liga aufnehmen können“, sagt Mike Männel, Manager der Füchse, der die Solinger sehr hoch einschätzt und ihnen durchaus die Rückkehr ins Handballoberhaus zutraut. Die Punkte dazu müssen sich die Solinger aber woanders holen.




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