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28.10.2004|Information|on

Ein komplettes Team: Die Ahlener SG kommt in den Fuchsbau

„Am Samstag erwarten wir den bisher schwersten Gegner“, sagt Georgi Sviridenko respektvoll. Mit der Ahlener SG kommt ein absolutes Top-Team der Zweiten Liga Nord in den Fuchsbau. Die Ahlener befinden sich im 6. Zweitliga-Jahr und konnten erstmals in der letzten Saison Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen aufnehmen. Mit Platz 4 war man am Ende sehr zufrieden. In dieser Saison soll etwas mehr herausspringen.



Wie viele andere Handballfans gegnerischer Mannschaften nutzen auch die Ahlener Gäste das Spiel ihrer Mannschaft zu einem ausgeprägten Besuch in der Bundeshauptstadt. Bereits am Freitag wollen zahlreiche Anhänger der SG in Berlin eintreffen und neben dem Besuch der Stadt und den Sehenswürdigkeiten natürlich zwei Punkte mit in die Heimat nehmen. In der vergangenen Saison gelang dies eindrucksvoll, mit einem 22:30 ließ man die Füchse im Fuchsbau traurig zurück. Damals war es eine indisponierte Abwehr, die die Spieler der SG insbesondere in der zweiten Halbzeit geradezu zum Torewerfen einlud. Dies soll in diesem Jahr anders werden, gerade die Abwehr ist das Prunktstück der Füchse geworden.

„Die Ahlener SG ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt und auch sehr eingespielt ist“, lobt Sviridenko den Gast in den höchsten Tönen. „Wir müssen schon 200% geben, um eine Chance zu haben“. Die Ahlener verfügen über einen sehr großen Kader, „die fangen mit der ersten Sieben an und machen mit der zweiten Sieben ohne Qualitätsverlust weiter“, blickt der Füchse-Coach ein wenig neidisch zum Gegner. Eine komplette Mannschaft sei Ahlen, mit vielen Variationsmöglichkeiten ausgestattet und daher nur schwer auszurechnen.

Erfolgreichste Werfer der Gäste sind nach acht Spielen die beiden Neuzugänge: Der 26-jährige Kreisspieler Frank Habbe (kam von Augustdorf) brachte es bisher auf 57 Tore und wird in Berlin versuchen, sein Torekonto weiter zu erhöhen. Aufpassen muss die Berliner Abwehr auch auf den 26-jährigen gebürtigen Stralsunder Benny Lindt (kam vom HC Erlangen), der im linken Rückraum für Gefahr sorgt und bisher 44 Mal erfolgreich war.

Insbesondere Frank Habbe am Kreis ist derzeit kaum zu bremsen. Gegen die SG Solingen gelangen ihm beim 30:27-Sieg alleine blitzsaubere 11 Tore. Die Berliner Abwehr hat es hier mit einem sehr beweglichen Spieler zu tun, der seine Gegenspieler oft vor unlösbare Aufgaben stellt.

Gegen Ahlen darf man sich jedoch nicht von hohen Rückständen beirren lassen, wie die SG Solingen am Mittwoch bewies. Trotz zwischenzeitlicher 6-Tore-Führung der Gastgeber konnte Solingen fünf Minuten vor dem Ende zum 25:25 ausgleichen. Am Ende verlor der Gast zwar mit 30:27, bewies aber, dass Ahlen nicht unverwundbar ist. Bisher musste sich Ahlen jedoch lediglich gegen Stralsund geschlagen geben. Überraschend war der Punktverlust in Varel, wo man nur ein 21:21-Unentschieden erreichen konnte. Demgegenüber stehen Siege in Spenge und Bernburg sowie deutliche Heimerfolge gegen Fredenbeck, Usedom und Emsdetten.

Unterdessen konnte Sascha Detlof gestern erstmals beim Training zuschauen. Nach der erfolgreichen Operation wird Detlof nun 6 Wochen an Krücken gehen müssen. „Ich darf mein Bein nicht belasten“, sagt der 22-jährige Hoffnungsträger der Füchse, „da beide Menisken genäht wurden.“

Und so wird Sascha Detlof am Samstag nur auf der Tribüne Platz nehmen dürfen. Auch er hofft, dass das Berliner Publikum möglichst zahlreich die Füchse unterstützen wird. Der Pärchentag im Fuchsbau ist der richtige Anlass, um als „Achter Mann“ die Füchse nach vorne zu treiben.




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