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28.03.2010|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse mit erstem Heimsieg über Wetzlar

In den letzten beiden Jahren hatte es nicht geklappt, im dritten Anlauf gelang dann der erste Heimsieg der Füchse Berlin gegen die HSG Wetzlar. Über weite Strecken waren die Berliner die spielbestimmende Mannschaft und gaben die Führung nie aus der Hand. Nach dem 27:20 wurde es trotzdem nochmals spannend, mit einer offensiven Abwehr stellte die HSG die Füchse vor Probleme und verkürzte auf 27:26. Am Ende sicherte Silvio Heinevetter den Vorsprung und damit beim 28:26 (16:12) den Heimsieg. Beste Torschützen der Berliner waren Ivan Nincevic (8/3) und Michal Kubisztal (7).

Am 25. Spieltag standen sich zum dritten Mal zu Füchse-Erstligazeiten die HSG Wetzlar und die Berliner in der Max-Schmeling-Halle gegenüber. Bei den ersten beiden Malen waren die Gäste überlegen und nahmen die Punkte mit aus der Hauptstadt. Doch die Vorzeichen für die Hausherren standen in dieser Partie gut, immerhin hatten die Füchse sich in den letzten Spielen gut geschlagen. Aus vier Partien gab es 6 Punkte, nur in Hamburg musste sich das Team von Dagur Sigurdsson knapp geschlagen geben.

Nachdem Konrad Wilczynski noch nicht völlig genesen war, erhielt wieder Ivan Nincevic das Vertrauen und bedankte sich zu Beginn der Partie mit einem guten Einstand. Gleich zwei Mal war er mit Trickwürfen hinter dem Rücken gegen Nikolai Weber erfolgreich. Sein Team nahm den Schwung mit und ging mit 7:2 in Führung. Doch durch Kampf und vergebene Chancen von Jaszka und Karason kam Wetzlar wieder ins Spiel. In der 21. Minute stand es 10:9 und die Partie war wieder völlig offen. Insbesondere der künftige Neuzugang der Füchse Sven-Sören Christophersen setzte Akzente im Wetzlarer Angriff. Bis zur Halbzeit gelang es dem Gastgeber dennoch einen vier Tore Vorsprung zum 16:12 herzustellen.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte mussten Silvio Heinevetter und Vladan Krasavac für zwei Minuten das Feld verlassen. Die beiden Torhüter hatten sich vorher über das Spielfeld mehrfach ein Wortgefecht geliefert und mit der Zeitstrafe gegen beide Spieler sorgten die Unparteiischen für Ruhe. Die Füchse behielten ihre Überlegenheit jedoch bei und Ivan Nincevic verzauberte die Zuschauer immer wieder mit seinen unzähligen Wurfvarianten. In der 45. Minute erzielte er mit einem spektakulären Kopfroller bereits seinen achten Treffer. Nachdem der Abstand der Füchse nach 50 gespielten Minuten auf sieben Tore angewachsen war, versuchte Michael Roth es mit einer offensiveren Abwehrvariante und zwang die Hausherren damit zu Fehlern. Damit gelang es der HSG drei Treffer in Folge zu erzielen und wieder auf 27:23 zu verkürzen.

In der folgenden Auszeit ordnete Dagur Sigurdsson dann sein Team noch einmal für die letzten Minuten und griff wieder auf die erste Reihe der Positionsbesetzung zurück. Doch der Faden war verloren und die Hessen kamen weiter heran, in der 57. Minute fiel das 27:25 und nach einem Offensivfoul gelangten die Gäste erneut in Ballbesitz. Nur der Pfosten bewahrte die Füchse in der Folge vor dem Anschlusstreffer. Nachdem Nincevic dann auch den folgenden Strafwurf vergab, war 84 Sekunden vor dem Schlusspfiff nach dem 27:26 von Timo Salzer wieder alles offen. Doch den folgenden Wurf konnte Silvio Heinevetter parieren und im Gegenzug traf Kubisztal glücklich. Am Ende zitterten sich die Füchse Berlin damit zum 28:26 Sieg.

Doch unschöne Szenen gab es noch nach dem Abpfiff der Partie. Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter bezog den Wetzlarer Michael Allendorf in seinen Jubel ein, der die Freude jedoch nicht erwiderte. In kürzester Zeit ging es in einer klassischen Rudelbildung aus Spielern beider Teams handfest zur Sache. Es wurde geschubst, diskutiert und den Emotionen freien Lauf gelassen. Erst als neben den Unparteiischen auch die Offiziellen beider Teams mit eingriffen konnten die Streithähne mühsam auseinander getrieben werden. Besonders negativ machte Girogos Chalkidis auf sich aufmerksam, der sich auch am Ende immer wieder mit Mark Bult anlegen wollte und auch beim Verlassen der Halle immer wieder mit Drohgesten in Richtung Berliner Team auffiel. Es bleibt abzuwarten inwieweit dieses Handgemenge auch noch nachträgliche spieltechnische Auswirkungen auf die beiden Teams haben wird.

Stimmen zum Spiel:

Dagur Sigurdsson – Trainer Füchse Berlin:
Wir haben es um am Ende doch noch schwer gemacht. Zum Glück haben wir dann noch gewonnen. Insgesamt war der Sieg aber verdient. Wetzlar hatte die Chance einen Punkt zu holen. Das war wie im Hinspiel, als Wetzlar klar die bessere Mannschaft war und wir trotzdem noch die Chance auf einen Punkt hatten.

Michael Roth – Trainer HSG Wetzlar:
Wir haben eine Menge dazu beigetragen, dass es ein unterhaltsames Spiel war. Wir haben uns mit einer sehr jungen Mannschaft ordentlich verkauft. Das Team sollte mit einem guten Gefühl wieder zurück zu fahren. Wir hatten die Chance einen Punkt mitzunehmen, denn zwischenzeitlich schien das Spiel schon gewonnen. Am Ende hat es nicht gereicht, trotzdem ein Kompliment an meine Mannschaft.




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