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24.12.2004|Information|cie

Sviridenko zurück in Deutschland

Georgi Sviridenko kann die Feiertage mit seiner Familie verbringen. Der Trainer der Füchse Berlin war aufgrund von Vorwürfen aus dem Jahr 2001 auf Ersuchen der niederländischen Behörden am 7. Dezember in Berlin verhaftet und in die Niederlande überstellt worden. Um Abstand zu gewinnen ist Sviridenko, der am Mittwoch aus der Haft entlassen wurde, derzeit mit seiner Familie verreist. Nach den Feiertagen sollen dann die noch offenen Fragen geklärt werden.


Der 42-jährige Sviridenko war am 7. Dezember auf Ersuchen der niederländischen Behörden in Berlin verhaftet worden. Grund für die Inhaftierung ist ein Vorwurf der "sexuellen Nötigung", der aus dem Dezember 2001 stammen soll. Zu dieser Zeit war Sviridenko Trainer vom TV Grambke. Der Verhaftung folgte eine auf den ersten Blick merkwürdige Odyssee. Zunächst wurde der Olympiasieger von 1988 in Moabit untergebracht, dann folgte eine Reise zu weiteren deutschen Strafanstalten. Dort wurden für den Gefangenen-Sammeltransport fast eine Woche weitere Inhaftierte eingesammelt und gemeinsam in die Niederlande überstellt. Vor seiner Entlassung aus der Haft war Swiridenko dann in den Niederlanden vernommen worden und seine Aussagen protokolliert. "Das war alles. Wir können nicht nachvollziehen, warum er dafür in die Niederlande gebracht wurde", wundert sich der sportliche Leiter der Füchse, Mike Männel, gegenüber der Berliner Morgenpost.

Die Tatvorwürfe scheinen unterdessen derzeit noch nicht aus der Welt geräumt, der Verein hat Sviridenko über die Weihnachtstage allerdings die Zeit gegeben, mit seiner Familie etwas Abstand zu gewinnen. In der kommenden Woche sollen dann die noch offenen Fragen geklärt werden, die über Sviridenkos Zukunft in Berlin entscheiden. Die Mannschaft wird zunächst weiterhin von Jörg Hermann betreut. In Berlin und insbesondere in der Mannschaft und dem Umfeld der Füchse ist man unterdessen vor allem erleichtert, dass Sviridenko wieder auf freiem Fuß ist.

Auch der Berliner Handball-Verband, bei dem Sviridenko die U-15 Auswahl betreut, will dem Trainer zunächst etwas Zeit zum Durchatmen geben. "Jetzt hat die Familie erst einmal Vorrang vor dem Handball", so Präsident Henning Opitz, der aber vor der Aufhebung der Beurlaubung des Honorar-Trainers noch Gesprächsbedarf sieht: "Wir müssen wissen, worum es sich konkret handelt. Dazu werden wir nach den Feiertagen vernünftig und ruhig mit ihm reden und nicht jetzt im Nebel stochern", so Opitz gegenüber handball-world.com und der Berliner Morgenpost.




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