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26.02.2005|Information|on

Zeitstrafen-Festival in Solingen

Mit einer deftigen 26:18 (10:9)-Pleite kehren die Füchse zurück nach Berlin. Nach einem Zeitstrafen-Festival in der zweiten Halbzeit gerieten die Berliner völlig aus dem Tritt und verloren zudem Hok, Pohlack und Rivera durch Disqualifikationen. Bereits nach 15 Minuten wurde Carsten Ohle bei einem Siebenmeterwurf von Rainer Hantusch am Kopf getroffen und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine behandelt werden.


"Wir haben in der ersten Halbzeit bewiesen, dass wir keine Graupentruppe sind", sagte ein auch nach dem Spiel noch benommen wirkender Carsten Ohle, der in der Halbzeitpause gar nicht wußte, wo er war. "Aber durch die permanente Unterzahl war das Spiel frühzeitig entscheiden." Direkt nach Wideranpfiff gerieten die Berliner in Unterzahl, zudem bekam Jörg Hok nach 37 Minuten die Rote Karte, weil er am Kreis zu energisch eingegriffen haben soll. Insgesamt 20 Minuten lang spielten die Berliner in der zweiten Halbzeit mit einem Mann weniger, Solingen konnte direkt nach Wiederanpfiff die knappe und glückliche Führung ausbauen. Während Solingens Keeper Leclaire zur Hochform auflief und den Füchsen im Angriff kaum noch etwas gelingen wollte, zogen die Klingenstädter über 13:9 (35.)auf 21:13 (50.) davon. An Berliner Gegenwehr war da schon längst nicht mehr zu denken, zu gefrustet war die Mannschaft.

"Ich will eigentlich nichts zu den Schiedsrichter sagen, aber wir haben für jeden Siebenmeter automatisch eine Zeitstrafe kassiert. Da gab es schon einen gewissen Unterschied zu den Entscheidungen auf der anderen Seite," befand Ohle. Seinem Ersatzmann im Berliner Tor sprach er ein großes Lob aus. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Es ist ja das erste Mal, dass er längere Zeit spielen durfte." Patrick Ziebert entschärfte zwei Siebenmeter und war auch bei dem einen oder anderen Tempogegenstoß Sieger, konnte aber insbesondere Würfe aus dem Rückraum kaum fassen. So kam Düllberg, der nach der roten Karte gegen Hantusch dessen Position einnahm, zu insgesamt sechs Treffern.

Ein gutes Spiel bot Sebastian Roemling am Kreis, aber auch er konnte die Niederlage nicht verhindern. Da fiel auch die Rote Karte gegen Jonathan Rivera nicht mehr ins Gewicht, der bei einem Solinger Tempogegenstoß eine Minute vor dem Ende störend eingriff und dafür seine zweite Zeitstrafe kassierte. Seine frustrierte, wegwerfende Handbewegung brachte im eine weitere Zeitstrafe ein und damit die Rote Karte.

"Das war ohne Zweifel die schlechteste Angriffsleistung seit Menschengedenken, die wir in der zweiten Halbzeit geboten haben", sagte ein enttäuschter Füchse-Coach Georgi Sviridenko, der sich in Solingen eigentlich etwas ausgerechnet hatte, "aber in permanenter Unterzahl kann man nicht gewinnen". Einen Knackpunkt im Spiel war aus Sicht des Füchse-Coach die Strafe für Rainer Hantusch. "Nach der roten Karte gegen Hantusch hat meine Mannschaft offenbar geglaubt, dass die Aufgabe leichter wird. Allerdings wollten die Schiedsrichter ihre Entscheidung gegen Hantusch wohl mit dem Zeitstrafen-Festival kompensieren." Sein Solinger Kollege Heino Kirchhoff sah es ähnlich. "Die rote Karte gegen Hok mußte man nicht wirklich geben. Aber meine Mannschaft hat eine tolle Moral in der Abwehr gezeigt. Nach dem Mittwoch-Spiel hatte ich diesbezüglich Schlimmes befürchtet." Die Rote Karte gegen Rainer Hantusch war für Kirchhoff eine klare Fehlentscheidung, denn "er hat Ohle ja nicht mit Absicht getroffen."

SG Solingen - Füchse Berlin 26:18 (10:9)

Solingen:
Eylers, Leclaire (ab 16.) - Düllberg 6, Hinze 5, Lange 4/1, van Walsem 3, Hantusch 3, Deppisch 1, Fuchs 1, Borschka 1, Schumacher, Pelzer

Füchse:
Ohle, Ziebert (ab 15.) - Roemling 4, Hartensuer 3/1, Pieper 2, Pohlack 2,Rivera 2, Hok 2, Mathews 2/2, Deffke 1, Schücke

Zeitstrafen: 2 - 18 Minuten (Lange - Deffke 1, Pieper 2, Rivera 3, Pohlack 3)

Disqualifikation: Hantusch (15., Unsportlichkeit), Hok (37., grobes Foul), Pohlack (50., 3x2 Min), Rivera (59., 3x2)

Schiedsrichter: Jochen Fischer / Ludwig Hetzel (Ludwigshafen)

Zuschauer: 750

Siebenmeter: 1/4 – 3/3 (Hantusch scheitert an Ohle, 15., Lange scheitert zweimal an Ziebert, 36. und 42.) -

Spielfilm:
2:1 (5.), 4:4 (10.), 4:5 (15.), 6:6 (19.), 8:8 (25.), 10:9 (HZ) - 13:9 (35.), 13:10 (37.), 14:12 (40.), 16:12 (43.), 17:12 (45.), 21:13 (50.), 23:16 (55.),




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