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29.12.2010|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse machen es nochmals spannend: Aufholjagd und Sieg in Lübbecke

Füchse-Spiele sind selten etwas für schwache Nerven, so auch in Lübbecke. In den ersten 30 Minuten konnte keine Mannschaft wirklich glänzen, mit 11:11 ging es in die Kabinen. Danach hatten die Gastgeber den besseren Start, gingen mit 15:12 in Führung und verteidigten lange den Vorsprung. Doch die Füchse zeigten Moral, Nervenstärke und vor allem Kampfeswillen. Nach drei Wilczynski-Treffern in Folge war das Spiel beim 18:18 wieder offen und am Ende hatten die Füchse die größeren Alternativen. Mit 27:22 gingen die letzten Punkte des Jahres nach Berlin, mit fünf Treffern war Konrad Wilczynski der erfolgreichste Torschütze.

Die schwierigen Vorzeichen hatten sich für den TuS N-Lübbecke bereits vor der Partie gegen die Füchse Berlin abgezeichnet. Kreisläufer Frank Loke musste mit einer Stauchung des Mittelfusses pausieren und sich die Partie von der Tribüne aus anschauen. Die favorisierten Gäste erwischten dann auch den besseren Start, nacheinander trafen Alexander Petersson, Ivan Nincevic und Bartlomiej Jaszka. Die Hausherren agierten zunächst zu nervös und fanden nicht ins Spiel, erst nach über sechs Minuten gelang Tomasz Tluczynski der erste Treffer zum 1:3.

Von der holprigen Startphase ließ sich der TuS aber nicht verunsichern, kämpfte sich stattdessen Tor um Tor heran und schien merklich bemüht für die überraschende Niederlage in Dormagen Rehabilitation zu betreiben. Mit mehreren Ballgewinnen in der Abwehr und schnell eingeleiteten Tempogegenstößen verkürzten sie den Rückstand. Vor allem die stabile 6:0-Abwehr störte den Spielaufbau der Füchse immer wieder frühzeitig und erfolgreich, so dass die Gäste nicht mehr zu ihrem eigenen Spiel finden konnten.

Eine Schrecksekunde gab es dann in der vierzehnten Minute, als Torsten Laen und Mattias Gustafsson bei einem Gerangel am Kreis zusammenstießen. Während der Lübbecker nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte, musste Laen zur Behandlung in die Kabine. Ein Cut unter dem rechten Auge wurde versorgt, erst zum Ende des ersten Durchgangs konnte er wieder mitwirken. In der Zwischenzeit gelang Arne Niemeyer der Ausgleich zum 6:6, nachdem der Berliner Petersson auf einen Ballgewinn spekuliert hat und seinem Gegenspieler damit unfreiwillig Platz gemacht hatte.

Allerdings agierten beide Teams in dieser Phase mit überhasteten Abschlüssen und einer zu hohen Fehlerquote. Während Füchse-Trainer Sigurdsson auf Berliner Seite viel wechselte und gerade im Rückraum mit Kubisztal und Bult für Entlastung sorgte, musste TuS-Trainer Markus Baur weitgehend auf die gleiche Formation setzen. Thorir Olafsson gelang dann in der 25. Minute mit einem Tempogegenstoß zum 10:9 die erste Führung der Hausherren. Unter großem Applaus des Publikums parierte der extra eingewechselte Aushilfstorhüter Valter Matosevic auch noch die Strafwürfe von Ivan Nincevic und Konrad Wilczynski - der TuS schien das Spiel in die Hände zu bekommen.

Auf Berliner Seite hielt in dieser Phase allein Silvio Heinevetter seine Mannschaft im Spiel, die auf der anderen Seite aber auch viel zu oft an Milos Putera scheitert. Beide Mannschaften konnten vor der Pause mit ihrem Offensivspiel nicht überzeugen, mit einem leistungsgerechten 11:11 ging es so dann auch in die Kabinen. Aus diesen kamen nach der Pause die Hausherren wesentlich aggressiver zurück. Schnell setzte sich der TuS beim 15:12 erstmals ab, kassierte durch diese Aggressivität aber auch nun immer wieder Zeitstrafen.

Selbst eine doppelte Überzahl nach Hinausstellungen von Kristian Svensson und Artur Siodmiak konnten die Berliner in dieser Phase nicht nutzen. Im Gegenteil, Matosevic konnte einen weiteren Strafwurf von Wilczynski parieren - das Pendel schien sich zu Gunsten des TuS zu neigen. Der österreichische Linksaußen der Berlin kam in der Folge für Ivan Nincevic zum Einsatz, nachdem der Kroate nach einem Ellbogenstoß aufs Auge in der Kabine behandelt werden musste. Die Lübbecker hatten aber ihre Chance gewittert und verteidigten ihren Vorsprung von drei Toren zunächst. Dabei agierten sie aber auch zu übermotiviert und zu unkonzentriert, verpassten so die Chance auf einen höheren Vorsprung.

Dieser wäre allerdings notwendig gewesen um das Spiel siegreich zu gestalten. Denn trotz des Rückstandes kamen Mitte der zweiten Halbzeit die Gäste immer besser ins Spiel - auch weil sie nun geduldig auf ihre Chance warteten. Beim Stand von 15:18 gelang es den Berlinern gleich drei Mal in Folge den Ball in der Abwehr oder über Paraden von Silvio Heinevetter zu erobern. Immer wieder wurde Wilczynski bedient, der mit seinen drei Treffern in Folge für den Ausgleich beim 18:18 sorgte. Abgeklärt hatten die Füchse innerhalb weniger Minuten zurück in die Partie gefunden.

Trotz einer Auszeit von TuS-Trainer Markus Baur dominierten die Gäste das Spiel auch in der Folge. Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson kam nun entgegen, dass er von Beginn an den ganzen Kader eingesetzt hatte und damit auch in der Schlussphase die größeren Alternativen hatte. Während Spielmacher Bartlomiej Jaszka geschont wurde, durfte wie bereits im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf Sven-Sören Christophersen die Aufgabe des Spielmachers übernehmen. Der Nationalspieler führte sein Team auf die Siegerstraße, bediente seine Mitspieler und erzielte selbst drei Treffer.

Wie bereits im Liga- und Pokalspiel gegen den THW Kiel hatte der TuS N-Lübbecke sein Potenzial demonstriert und stand am Ende dennoch mit leeren Händen dar. Die Niederlage fiel beim 22:27 am Ende etwas zu hoch aus. Dennoch reisten die Füchse verdient als Sieger zurück nach Berlin, hatten sie doch in den entscheidenden Phasen die Nerven behalten und sich trotz des anhaltenden Rückstandes wieder ins Spiel zurück gekämpft.




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