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27.02.2011|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse kämpfen sich gegen Flensburg zurück und verpassen Sieg

Nach dem 22:22 in Melsungen gab es für die Füchse Berlin auch beim Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt ein Unentschieden. Nach deutlichem Rückstand kämpften sich die Füchse zurück ins Spiel, gingen sogar in Führung und hatten noch die Chance auf den Sieg. Beim 24:24 in der Schlusssekunde scheiterte Konrad Wilczynski beim Siebenmeter allerdings an Dan Beutler, es blieb beim 24:24 (10:13). Die FÜchse bleiben damit auf dem dritten Tabellenplatz und haben am Mittwoch gegen den THW Kiel die Chance auf das Pokal-Halbfinale.

Über ein Jahr ist es her, seit die Füchse Berlin ihr letztes Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle verloren. Mit der SG Flensburg-Handewitt ging es just gegen den damaligen Gegner um zwei wichtige Punkte für die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb oder gar die Champions League. Während Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson aus dem Vollen schöpfen konnte, musste SG-Trainer Ljubomir Vranjes weiterhin mit einem stark dezimierten Kader auskommen. Ohne Thomas Mogensen, Oscar Carlén und Michael Knudsen, dafür mit zwei Champions League-Siegen gegen Ciudad Real und in St. Petersburg im Gepäck waren die Gäste nach Berlin gereist.

Für beide Teams ging es im direkten Duell um wichtige Punkte für die Europapokalqualifikation, für Flensburg vielleicht sogar die letzte Chance auf die Champions Legaue. Entsprechend engagiert gingen beide Teams zu Werke, ließen aber angesichts des Drucks zunächst die nötige Konzentration vermissen. Zwar waren die Füchse hellwach und kamen in der Abwehr immer wieder zu Ballgewinnen, in Tore konnten sie sie allerdings nicht verwandeln. Aber auch die Flensburger hatten das Zielvisier noch nicht justiert, so dass auf beiden Seiten Treffer zunächst nur vereinzelt fielen.

Mit einem Dreierpack beendeten die Füchse die Torflaute, nacheinander trafen Bartlomiej Jaszka, Ivan Nincevic und Sven-Sören Christophersen und warfen ihr Team vom 3:4 zur 6:4-Führung. Die Füchse agierten jetzt flüssiger im Rückraum, konnten sich Lücken erspielen und diese auch zu Toren nutzen. Auf der anderen Seite suchten die Gäste ihre Chancen nun über die Tempogegenstöße, die blitzschnell und fehlerfrei vorgetragen wurden. Davon profitierten vor allem Lasse Svan Hansen und Anders Eggert, innerhalb von drei Minuten traf die SG fünf Mal und ging ihrerseits mit 9:6 in Führung.

Die Gäste hatten mit Dan Beutler außerdem den stärkeren Torhüter, erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs konnte Silvio Heinevetter bei den Berlinern die ersten Akzente setzen. Auf der Gegenseite scheiterten die Füchse immer wieder am Innenblock oder am starken Beutler. Tobias Karlsson und Lasse Boesen konnten die SG so mit 13:8 in Führung werfen. Die Gäste lagen kurz vor dem Seitenwechsel mit fünf Treffern in Führung, doch die Hausherren starteten noch eine kleine Aufholjagd: Drei Sekunden vor dem Pfiff hatte Jaszka die Chance auf 10:13 zu verkürzen. Er scheiterte zwar an Beutler, doch Nincevic hatte aufgepasst und nutzte den Abpraller.

Nach der Pause dominierte weiterhin die SG Flensburg-Handewitt, dabei profitierte sie vor allem von zahlreichen Fehlern der Berliner. Alles schien auf einen Sieg der Gäste hinzudeuten, bis es den Füchsen gelang ihre Fehlerquote zu reduzieren. Sie profitierten nun von den geringeren Wechselmöglichkeiten der Gäste und verkürzten bis auf zwei Tore. Immer wieder hatten sie die Chance auf ein Tor heranzukommen, allerdings dauerte es bis zur 44. Minute, ehe Michal Kubisztal dies mit seinem Treffer zum 18:19 wirklich gelang.

In der Max-Schmeling-Halle war die Stimmung mittlerweile am Kochen. Denis Spoljaric stieß Petar Djordjic in der Luft und die Unparteiischen schickten ihn mit der roten Karte vorzeitig zum Duschen. Die Zuschauer quittierten diese Entscheidung mit einem Pfeifkonzert gegen die Gäste - das Spiel war wieder unterdessen wieder völlig offen. Erneut war es Kubisztal, der beim 19:19 den ersten Gleichstand seit dem 6:6 herstellte.

Während die Hausherren den breiteren Kader und damit mehr Wechselmöglichkeiten hatten, konnte Flensburg mit dem flüssigeren Spiel überzeugen. Die Partie blieb ausgeglichen, wobei die Gäste aus dem Norden weiterhin vorlegten. In den entscheidenden Momenten unterliefen auf beiden Seiten Fehler, die Vorentscheidung wurde immer wieder vertagt. Doch dann gelang den Füchsen durch einen Gegenstoß von Markus Richwien der Führungstreffer zum 23:22 und der Rechtsaußen konnte wenig später sogar auf 24:22 erhöhen.

Allerdings verkürzte Lasse Boesen mit seinem siebten Treffer, bevor Patrik Fahlgren wieder zum 24:24 ausglich - die Füchse hatten zuvor den Ball in der Offensive verloren. Den letzten Angriff spielten die Füchse dann bis zur Schlussekunde herunter, sie suchten mit einem Durchbruch die Entscheidug und bekamen einen Strafwurf zugesprochen. Conny Wilczynski übernahm Verantwortung, doch Dan Beutler blieb in diesem finalen Showdown der Sieger und wurde mit seiner Parade zum Punktgewinner für die Flensburger, die das Unentschieden feierten. Für Berlin war es aufgrund der letzten Minuten eher ein Punktverlust.




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