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06.10.2011|Information|ATz

Neuzugang Evgeni Pevnov im Porträt

Mit Evgeni Pevnov steht ein weiteres junges Handballtalent im Aufgebot der Füchse Berlin. Der 22-jährige Kreisläufer war im letzten Jahr bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim bester Feldtorschütze mit 111 Treffern. Mit 1,96m und 106kg bringt der junge Russe beste körperliche Voraussetzungen mit. Doch seine Staatsbürgerschaft kann sich schon in wenigen Wochen ändern. Evgeni Pevnov wartet nur noch auf eine Freigabe, um nach seinen Einsätzen für das russische Juniorenteam auch für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt zu sein. 

Und das nicht ohne Grund – der junge Handballer ist in Deutschland aufgewachsen und hat hier auch das Handballspielen gelernt. Sport spielt im Allgemeinen eine große Rolle in seiner Familie. Evgeni Pevnovs Vater ist beispielsweise der Team Manager der russischen Handball-Nationalmannschaft. Schon früh war für ihn klar, dass der Sport auch sein Leben bestimmen wird. Bis zu seinem 14. Lebensjahr spielte er noch Tennis und Handball gleichzeitig. Die Entscheidung für Handball ist dann mit dem Wechsel auf das Internat in Eisenach gefallen. Den Verein hat Pevnov in jungen Jahren häufig gewechselt, doch nicht ohne Grund: „Wenn ich wusste, dass ich mein Ziel erreicht habe, wollte ich mehr“. 

Anschließend folgte die Zeit beim SC Magdeburg, wo er jedoch aufgrund einer Schulteroperation ein Jahr pausieren musste. „Das war ein Rückschlag für mich, ich musste mich danach wieder ran kämpfen“, so der Kreisläufer. Das gelang ihm und er wurde in der B-Jugend Deutscher Meister mit dem SC Magdeburg. Danach ging er zurück zu seinem Heimatverein TV Hemsbach in die Regionalliga. Die letzte Station vor dem Wechsel nach Berlin war die TSG Ludwigshafen-Friesenheim, mit der er in die erste Bundesliga aufgestiegen ist.
 
Der Wechsel nach Berlin war dann der logische nächste Schritt in der noch jungen Handballerkarriere. „In Friesenheim hatte ich alles erreicht was machbar war, daher war es an der Zeit für den nächsten Schritt“, so Pevnov zu seinem Wechsel zum Champions-League-Teilnehmer. In Berlin sieht er sich nun einer neuen Situation gegenüber. Mit Torsten Laen spielt der Teamkapitän als Stammspieler auf der gleichen Position. „Ich möchte schnellstmöglich auf Torstens Niveau kommen, um dann das Vertrauen des Trainers zu bekommen“, sagt er. Der Unterschied zu seinen vorherigen Stationen ist jedoch immens. Das hohe Niveau im Training und die Spielintensität brauchen Zeit zur Eingewöhnung. „Das Umfeld hier ist viel professioneller und alles auf höchstem Niveau. Ich will mich rankämpfen und voll ins Zeug legen“, sagt der Neuberliner. 

Die gute Atmosphäre in der Mannschaft hilft ihm beim Einstieg in das neue Umfeld. Doch die Spielbelastung in den nächsten Wochen ist hoch. Allein neun Spiele stehen im Oktober durch Bundesliga, Champions League und DHB-Pokal auf dem Programm. „Die Vorbereitung war intensiv und hart, aber die Mannschaft ist dadurch jetzt topfit und konditionell auf hohem Niveau – jetzt müssen wir sehen, dass uns das lange trägt“, blickt er positiv auf die nächsten Wochen. 

Die Stadt Berlin hat Evgeni Pevnov und seiner Freundin, die nach Ihrem Studienabschluss auch nach Berlin zieht, gleich in ihren Bann gezogen. „Die Landluft vermisse ich nicht, ich denke Berlin hat mich gut aufgenommen“, sagt er. Ein wenig Sightseeing stand schon auf dem Programm, aber wenn die Zeit es zulässt, will er auch die Stadt noch in vollen Zügen genießen. 




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