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04.11.2005|Information|on

Füchse heute in Magdeburg vor schwerer Auswärtsaufgabe

Wenn Jörn-Uwe Lommel über die Nachwuchsmannschaft des SC Magdeburg spricht, leuchten seine Augen, "Die Jungs haben die mit Abstand beste Spielanlage in der zweiten Liga", ist der Füchse-Coach überzeugt. Die Angriffstaktik sei die gleiche wie beim "großen" SCM, die Spieler trotz ihrer Jugend sehr engagiert und motiviert. "Die haben sehr, sehr starke Einzelspieler. Da werden wir von dem einen oder anderen schon bald mehr hören", ahnt Lommel. Zusehen bekommt er sie bereits heute Abend. Um 19.30 Uhr treffen die Füchse in Magdeburg auf die zweite Mannschaft des SCM.


Insbesondere der Rechtsaußen Markus Richwien hat es Lommel angetan. "Ein sehr talentierter Spieler", sagt der ehemalige ägyptische Nationaltrainer. Der 20-jährige Magdeburger spielt seit dem Jahr 2000 bei den SCM Youngstern und gibt als sein sportliches Vorbild niemand geringeres als den kroatischen Weltklasse-Flügelspieler Dzomba an. Mit bisher 38 Toren gehört Richwien neben Andreas Rojewksi zu den besten Schützen seiner Mannschaft. Insbesondere der sportliche Charakter, den die jungen Nachwuchskräfte des SC Magdeburg an den Tag legen, beeindruckt Lommel. "Die Einstellung der Jungs ist erstklassig."

In den bisherigen Heimspielen blieben die Magdeburger in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle bisher ungeschlagen, wenngleich die ganz großen Namen der Liga noch nicht dort auf dem Terminplan standen. Aber als Aufsteiger müssen Spiele gegen Rostock, Dessau oder Spenge auch erst einmal gewonnen werden. "Die Youngster schlagen sich erstaunlich gut", findet denn auch Lommel, der zu bedenken gibt, dass die zweite Mannschaft des SCM aus lauter 20-Jährigen besteht, deren erfahrenste Spieler längst in der 1. Mannschaft spielen. "Die spielen immer auf dem gleichen hohen Level", hat Lommel beobachtet. Genau das kann er von seiner Mannschaft nicht behaupten. Dem ersten Auswärtssieg in Burgdorf folgte gegen Usedom einer der schlechtesten Leistungen seit dem Wiederaufstieg vor drei Jahren. Diese Wechselhaftigkeit bereitet dem Trainer Kopfzerbrechen.

Zu der allgemeinen Verunsicherung hat sich im Laufe der Woche erneut der Rücken von Carsten Ohle negativ bemerkbar gemacht. "Carsten gehört sicherlich zu den besten Torhütern der Liga", sagt Lommel über seinen 37-jährigen Schlussmann, um sich gleich zu korrigieren. "Nein, er ist der Beste der Liga." Allerdings mache sich so langsam das Alter bemerkbar. Immer wieder muss Ohle gegen die Schmerzen im Rücken ankämpfen. Spielen wird Ohle heute aber trotzdem. "Er hat uns die Punkte gegen Usedom gerettet. Insbesondere die freien Bälle sind seine große Stärke", lobt Lommel die Qualitäten seines Torwartes. Diese Qualitäten werden gegen den SC Magdeburg II dringend benötigt werden.




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