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13.06.2013|Information|DHB.de/tok

Bittere Niederlage gegen Montenegro gefährdet EURO-Qualifikation

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat am Mittwochabend in Podgorica gegen Montenegro das Schlüsselspiel der EURO-Qualifikation mit 25:27 (11:13) verloren. Vor 3000 Zuschauern im SC Moraca verpasste das Team von Bundestrainer Martin Heuberger die Chance, sich nach einer 11:9-Führung in der 26. Minute zu stabilisieren.

„Wir wussten, dass wir hier nur eine Chance haben, wenn wir zu hundert Prozent alles erreichen, was wir uns vorgenommen hatten. Das ist uns nicht gelungen”, sagte Heuberger. „Man hat auch gemerkt, dass Montenegro mehr Zeit zur Vorbereitung als wir hatte und sehr gut auf uns eingestellt war. Trotzdem haben wir über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt. Aber du musst deine Chance nutzen, wenn du in dieser Halle gewinnen willst. Kämpferisch war alles in Ordnung.”

Montenegro ist mit 8:2 Punkten in Gruppe 2 sicher für die EURO in Dänemark (12. bis 26. Januar) qualifiziert, die DHB-Auswahl (4:6 Punkte) hat im Fernduell mit Tschechien (6:4 Punkte) nur noch eine theoretische Chance auf PLatz zwei: Nachdem Tschechien am Mittwochabend in Israel mit 30:24 gewann, muss das DHB-Team am Samstag gegen Israel doppelt punkten und auf eine Niederlage Tschechien gegen Montenegro hoffen. Die Partien in Aschaffenburg und Brünn beginnen beide um 14 Uhr.

Heuberger begann das Spiel mit Torwart Heinevetter sowie Dominik Klein (LA), Stefan Kneer (RL), Michael Haaß (RM), Steffen Weinhold (RR), Patrick Groetzki (RA) und Patrick Wiencek (Kreis). Wienceks Abwehrpart übernahm Kapitän Oliver Roggisch.

Dem guten Start - Weinholds schnelles 1:0, Groetzkis Gegenstoß zum 3:1 - fehlte die Fortsetzung. Als sich Mrvaljevic beim 5:5 eine doppelte Zeitstrafe wegen Meckerns einhandelte, gelang dem DHB-Team nur ein Treffer. Und auch nach Glandorfs 11:9 (26.) kehrte keine Ruhe ein. Im Gegenteil: In den letzten Sekunden gingen Contenance und Führung verloren.

Nach dem Seitenwechsel glichen Haaß und Groetzki noch einmal zum 14:14 (35.) aus, doch danach elektrisierte Montenegro das eigene Publikum. Als Kneer zum 19:20 verkürzte, nahm Zoran Kastratovic seine Auszeit - mit einem erneuten Doppelschlag stellten die Hausherren die Weichen auf Erfolg.

Die deutsche Delegation fliegt am Donnerstag vormittag um 11.40 Uhr nach Frankfurt und wird dort um 13.50 Uhr erwartet.

 

Montenegro - Deutschland 27:25 (13:11)

Montenegro: Mijatovic, Rajkovic; Rakcevic, Milasevic (2), Mrvaljevic (4/1), Markovic (2), Radovic, Kapisoda (2), Grbovic (7), Pejovic, Vujovic (1), Sevaljevic (3), Perisic (2), M. Lasica (4), G. Lasica, Lipovina
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Kneer (2), Roggisch, Sellin (2/1), Wiencek (5), Glandorf (2), Groetzki (3), Weinhold (2), Kneule, Strobel, Schmidt (4/1), Haaß (3), Häfner, Pevnov, Klein (2)
Schiedsrichter: Zotin/Volodkov (Russland). - Zuschauer: 3000. - Siebenmeter: 2/1:3/2 (Heinevetter hält gegen Markovic - Schmidt scheitert an Mijatovic). - Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Mrvaljevic/zwei, Sevaljevic, Vujovic - Haaß, Wiencek). - Spielfilm: 1:3 (5.), 4:3 (9.), 5:6 (16.), 8:10 (25.), 11:11 (28.), 13:11 - 13:12 (33.), 14:14 (35.), 16:15 (40.), 20:16 (45.), 20:19 (45.), 24:22 (57.), 26:22 (59.), 27:25.




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