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08.08.2013|Information|ATz

Juniorfüchse bekommen Verstärkung aus Japan

Das Trainingslager der Füchse Berlin war auch in diesem Jahr wieder international. Neben zwei isländischen Spielern, die bei der A-Jugend mit trainierten, war auch ein Spieler aus Japan zu Gast, der nun für Jahr die Juniorfüchse verstärken wird. Der Kontakt nach Asien entstand über Füchse-Coach Dagur Sigurdsson, der selbst drei Jahre bei Wakunaga in Hiroshima spielte. 

Zu seinem früheren Verein Wakunaga pflegt der Isländer noch gute und intensive Kontakte. "Wir wollen dem japanischen Handball helfen", so der Isländer, der selbst eine Woche seines Urlaubs für ein Trainerseminar in Japan opferte. Im Januar diesen Jahres lud Dagur Sigurdsson vier Spieler aus Japan zu einem Probetraining nach Berlin ein. Am Ende setzte sich Ryota Tanimura durch und wurde gemeinsam mit seiner Frau für ein Jahr nach Berlin eingeladen. Der 1,87m große Rechtshänder ist 27 Jahre alt und spielt schon seit seinem dreizehnten Lebensjahr Handball. Für ihn geht ein großer Traum in Erfüllung, denn für die Japaner ist der europäische Handball das große Vorbild. "Ich war überrascht und habe mich sehr auf die Herausforderung gefreut", sagt der Japaner, der bei seinen neuen Mannschaftskollegen schon unter seinem Spitznamen "Tani" bekannt ist.

Handball in Japan ist völlig anders organisiert als in Deutschland und spielt hinter den großen Sportarten Fussball und Baseball, sowie dem Kampfsport nur eine untergeordnete Rolle. In der Profiliga spielen "Werksteams" von japanischen Großunternehmen. Zum Handball gebracht werden japanische Jugendliche während der College- und High-School Zeit. So kam auch der in Tattori geborene Tani zum Handballsport und wechselte dann in das Team von Wakunaga in Hiroshima. Wakunaga ist ein Pharmazieunternehmen, das auf die Herstellung von Healthcareprodukten wie Nahrungsergänzungsmitteln aus Knoblauch spezialisiert ist. Hier spielte auch Dagur Sigurdsson als Vollprofi für drei Jahre Handball. Seine japanischen Mitspieler waren allesamt Angestellte im Unternehmen und spielten und trainierten für den Werksclub nach Feierabend. 

Seine ersten Schritte im deutschen Handball meisterte Ryota Tanimura sehr gut und das obwohl er kein noch kein Deutsch und nur sehr wenig Englisch spricht. "Er tritt ein bisschen in meine Fußstapfen, denn als ich nach Japan kam, konnte ich auch kein Wort Japanisch", sagt Sigurdsson, der beim gemeinsamen Gespräch im Trainingslager seine Japanischkenntnisse als Übersetzer reaktivieren musste. Dem Rückraumspieler gefällt der Trainingsstil in Deutschland. "Das Training funktioniert hier ganz anders, Max lobt mich, wenn ich etwas gut mache und das motiviert mich natürlich noch besser zu werden", sagt Tani. 

In Berlin hat Wakunaga für den Mitarbeiter aus Reisen eine Dolmetscherin organisiert, die ihn bei Behördengängen, Wohnungssuche mit ersten Sprachkursen unterstützt. "Er wird sicher zuerst die Handballvokabeln lernen und dann das richtige Deutsch, das ging mir genauso", berichtet Dagur Sigurdsson aus seiner Zeit in Japan. Wenn die Formalitäten erledigt sind, wird Ryota Tanimura ab Ende August mit den Nachwuchstalenten der Füchse Berlin in der 3. Liga auf Torejagd gehen und seinen Traum vom europäischen Handball Wahrheit werden lassen. 




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