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13.02.2014|Information|SvN

Füchse müssen Derbysieg gegen Magdeburg teuer bezahlen

Die Füchse Berlin haben das Duell in der Handball-Bundesliga gegen den SC Magdeburg für sich entschieden. Der Hauptstadtclub gewann am Mittwochabend vor 8.447 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle 27:24 (15:9) und bleibt in der Tabelle Vierter. In einem hauptsächlich in der ersten Hälfte überlegen geführten Derby war Fredrik Petersen mit sechs Toren bester Berliner Werfer, alles überragte aber die Defensive mit einem Silvio Heinevetter in Weltklasseform. Die Füchse bangen allerdings um Pavel Horak und Paul Drux, die beide in der zweiten Hälfte mit Fußverletzungen ausgewechselt werden mussten. 

Die Berliner mussten im Vorfeld der Partie einen herben Rückschlag hinnehmen. Nachdem Bartlomiej Jaszka zuletzt über Rückenprobleme klagte, mussten die Hausherren im Derby komplett auf ihn verzichten. Doch die Füchse ließen die Abwesenheit ihres Denkers und Lenkers komplett in Vergessenheit geraten und kontrollierten den SC Magdeburg von Beginn an nach Belieben. In der Anfangsphase bekamen die Gäste kein Bein auf den Boden, rannten sich an der Berliner Abwehrmauer fest oder scheiterten am überragenden Silvio Heinevetter. 

Vor den Augen des Bundestrainers Martin Heuberger demonstrierten die Füchse Berlin eindrucksvoll, warum sie gegen den SC Magdeburg seit dem Jahr 2009 ungeschlagen sind. Mit einer klassischen 6:0-Deckung kontrollierte Denis Spoljaric seine Defensive, die von den Hünen Nielsen und Igropulo komplettiert wurde. Der SC Magdeburg startete unter anderem mit Stefan Kneer und Bartosz Jurecki, die sich in den ersten Minuten allerdings überhaupt nicht in Szene setzen konnten. 

Die Gäste wirkten statisch und einfallslos in der Angriffsbewegung und scheiterten zusätzlich mit ihren ersten vier Wurfversuchen am exzellent aufgelegten  Heinevetter. Auf der anderen Seite war indessen das Gegenteil der Fall: Innerhalb kürzester Zeit erspielten sich die Füchse nach einem Doppelschlag von Jesper Nielsen einen 5:0 Vorsprung und zwangen Gästetrainer Uwe Jungandreas bereits in der sechsten Spielminute zur ersten Auszeit. Doch auch nach der Ansprache von Jungandreas blieben die Magdeburger unter ihren Möglichkeiten, zwar stabilisierten sie nun ihre eigene Abwehr, fanden im Angriff allerdings weiterhin weder Mittel noch Wege, um die Berliner in Bedrängnis zu bringen. Bis zur Pause war der Vorsprung der Gastgeber auf 15:9 angewachsen. 

Vom hohen Rückstand ließen sich die Magdeburger allerdings nicht entmutigen, sie kehrten mit einer deutlichen Leistungssteigerung zurück auf das Parkett. Angeführt von ihrem Kapitän Fabian van Olphen entwickelte der Rückraum des SCM nun mehr Druck, indem insbesondere das Tempo forciert wurde. Dabei nutzten die Gäste die Zeitstrafe von Berlins Mattias Zachrisson aus und kamen durch Andreas Rojewski wieder auf vier Treffer heran. 

Allerdings hatte ein Ex-Magdeburger abermals etwas gegen die Aufholjagd - Silvio Heinevetter erwischte einen überragenden Abend und parierte drei Siebenmeter (zweimal Weber, einmal Bezjak) hintereinander und brachte die Max-Schmeling-Halle zum Kochen. Dennoch verpassten es die Berliner, das Derby vorzeitig zu entscheiden. Nachdem die Füchse nach einer Dreiviertelstunde abermals in Unterzahl agieren musste, nutzten die Magdeburger ihre Räume und kamen beim 18:15 abermals durch Andreas Rojewski auf drei Treffer heran. 

In dieser Phase stand das Spiel kurz vor der Wende, doch besonders Berlins Junioren-Nationalspieler Paul Drux holte mit drei Treffern binnen weniger Minuten die Kohlen aus dem Feuer, sodass die Füchse erneut eine komfortable Vier-Tore Führung innehatten. Kurze Zeit später musste der Jungfuchs jedoch, ebenso wie Pavel Horak, mit einer Fußverletzung nach einem Foul ausgewechselt werden. Untersuchungen am Donnerstag werden die Schwere der Verletzungen zeigen. 

Die letzten fünf Minuten brachen an, Magdeburg rannte die Zeit davon, sie setzten nun alles auf eine offensive Abwehr - umgehend mit Erfolg. Mehrmals wurden die Füchse unter Druck gesetzt. Brisant wurde die Lage dann eine Minute vor dem Ende der Partie, als Robert Weber per Heber und Yves Grafenhorst zum 25:23 verkürzten, plötzlich waren die Füchse unter Zugzwang. Sie spürten den steigenden Druck und verloren erneut den Ball, Magdeburg hatte die Chance zum schnellen Anschluss. Doch nachdem sich der SCM die Möglichkeit aufgrund eines Offensivfouls nahm, war es Kapitän Iker Romero, der mit seinem fünften Treffer des Abends die endgültige Entscheidung herbeiführte. Mit dem 27:24-Heimsieg halten die Füchse Berlin so weiter den Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle in der DKB Handball-Bundesliga. 

Torschützen: Petersen (6/3), Romero (5), Nielsen (4), Igropulo (4), Drux (3), Zachrisson (2), Horak (1), Löffler (1), Thümmler (1)
  
Nach drei Auswärtsspielen in Folge steht für die Berliner Handballer am 26. Februar das nächste, entscheidende Heimspiel an. Im Pokal-Viertelfinale treffen die Füchse auf den TBV Lemgo und könnten mit einem Sieg erstmals in der Vereinsgeschichte in das Final Four des DHB-Pokals einziehen. Tickets für die Partie sind noch in ausreichender Zahl im Vorverkauf erhältlich. 




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