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22.04.2014|Information|ATz

Iker Romero beendet seine Karriere bei den Füchsen Berlin

Der Kapitän der Füchse Berlin, Iker Romero, wird nach der laufenden Saison seine Karriere beenden und in seine Heimatstadt Vitoria in Nordspanien zurückkehren. Damit bestreitet der 33-jährige Weltmeister und Champions-League-Sieger am 24. Mai 2014 mit den Füchsen Berlin sein letztes Pflichtspiel gegen den THW Kiel. Nach dem deutschen Pokalsieg vor einer Woche, möchte der Spanier mit seinem Club am 17. und 18. Mai noch den Europapokal gewinnen und sich mit dem zweiten Titel der Füchse-Vereinsgeschichte verabschieden. 

„Viele Spieler, die wir haben gehen lassen, haben mir weh getan, aber das ist der schwierigste Moment meiner Geschäftsführertätigkeit“, sagt Bob Hanning. Im Jahr 2011 kam der Spanier zu den Füchsen Berlin. „Wir verlieren einen großen Sportler - Iker hat in den drei Jahren den Verein geprägt, die Mentalität des Siegens vermittelt und war Vorbild - nicht nur für die Spieler, sondern in vielen Dingen auch für mich“, so Hanning weiter. Vor gut einer Woche gewann Romero mit den Füchsen Berlin den DHB-Pokal und hat sich damit auch fest in der 123-jährigen Geschichte des Vereins verwurzelt. 

Die Entscheidung, nach der Saison seine Karriere zu beenden, hat sich der 33-Jährige nicht leicht gemacht. „Es war die schwierigste Entscheidung in meinem Leben. Das ist ein Moment, den kein Spieler aussprechen möchte. Die 18 Jahre meiner Karriere waren für mich wie 18 Monate. Ich habe lange überlegt was ich mache und was das beste für mich, meinen Kopf, mein Herz, mein Körper und meine Familie ist. Nach vielen Überlegungen habe ich entschieden, dass ich nach dem letzten Spiel am 24. Mai nach Hause zu meiner Familie gehe“, erklärt Iker Romero. Der Rückraumspieler hatte Angebote weiter zu spielen, hat sich aber bewusst für diesen Weg entschieden. „Man muss wissen, wann der richtige Moment ist. Der perfekte Moment kommt nie, aber ich denke jetzt ist der passende Zeitpunkt für mein neues Leben“, so Romero weiter. 

Nach vier Stationen in Spanien (Valladolid, Leon, Ciudad Real und Barcelona) waren die Füchse Berlin die erste Station im Ausland für den Rechtshänder. „Dagur und Bob haben vor drei Jahren so etwas wie eine Wette abgeschlossen. Sie wussten nicht, ob es aufgeht oder nicht. Ich denke aber, sie sind zufrieden“, sagt Romero mit einem Lächeln. „Die drei Jahre in Berlin waren die Sahne auf dem Kuchen meiner Karriere - wir waren im Champions League Final4, haben jetzt den Pokal geholt und beim Final Four zu Hause werden wir sehen, was passiert. Ich will natürlich gewinnen, ich bin stolz, auf alles, was ich erreicht habe.“

Dass Romero ein Familienmensch ist, zeigte er während seiner gesamten Karriere. Seine Verwandten besuchten ihn oft in Berlin und auch beim Pokalsieg in Hamburg war sein Bruder im Iker Romero-Trikot mit dabei. „Ich vermisse meine Familie. Ich war 18 Jahre weit weg von meiner Heimatstadt. Das ist eine lange Zeit, jetzt kommt mein neues Leben mit der Familie zusammen. Meine Familie war immer mit mir und hat meine Entscheidungen unterstützt“, so der Füchse-Kapitän, „Ich gehe nach Hause und werde meinem Kopf und meinem Körper ein bisschen Ruhe geben. Was ich danach mache, werde ich in einigen Monaten sehen. Ich sage zu den Füchse-Fans aber nicht ciao, sondern bis bald.“ Schon jetzt ist klar: Iker Romero wird den Füchsen als Botschafter weiter erhalten bleiben und man hat sich bereits auf eine beratende Tätigkeit geeinigt. 




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