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19.03.2006|Information|on

28:21-Heimsieg über Magdeburg - Füchse mit Kampfgeist zum Erfolg

Mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung haben die Füchse vor 1324 stimmungsvollen Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle den SC Magdeburg II mit 28:21 (13:9) besiegt und damit einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Obwohl der SCM mit den Nationalspielern Theuerkauf und Grafenhorst antrat, waren die energischen Füchse zu jeder Zeit überlegen und hatten in Carsten Ohle einmal mehr einen großen Rückhalt. Erfolgreichse Werfer der Füchse waren Christian Rose (8/1) und Sascha Detlof (7). Für den SCM II waren Alexander Oelze (6) und Andreas Rojewski (6/4) die besten Werfer.


Die größte Überraschung war an diesem Nachmittag neben der Deutlichkeit des Sieges und der grünen Füchse-Spielkleidung der Einsatz von Jörg Hok, der in der Abwehr die Wege von Nationalspieler Christoph Theuerkauf stören sollte und dies mit großem Erfolg tat. Nicht ein Tor gelang dem Magdeburger Kreisläufer, der nach Aussage von SCM-Trainer Harry Jahns "übermotivert" war. Auch Andreas Rojewski, der sein fünftes Spiel innerhalb von acht Tagen absolvierte, erwischte nicht seinen besten Tag. "Dadurch hatten wir Probleme auf der rechten Angriffsseite", konstatierte Jahns. "Und wenn die Rückraumachse nicht sticht, dann kommen auch keine Bälle an den Kreis."

Grund für die Angriffsschwäche der Magdeburger war eine leidenschaftlich kämpfende Abwehr und ein bestens aufgelegter Carsten Ohle im Tor, der den Magdeburgern reihenweise Bälle abkaufte. Nur 25 Minuten mussten die Berliner Fans um ihre Mannschaft zittern, dann zogen die Berliner unaufhaltsam davon. Zwar leisteten sich die Füchse - ebenso wie der SCM - einige technische Fehler, doch machten die Gastgeber insgesamt mehr aus ihren Möglichkeiten. Nachdem die Berliner nach einer zerfahrenen Anfangsphase und einer 5:3-Führung mit 5:6 ins Hintertreffen geraten waren, war dies das Zeichen für die Füchse, mit großem Kampf ins Spiel zu gehen. Nach Roses 9:8-Führungstreffer per Siebenmeter waren es Roemling, der von Deffke glänzend in Szene gesetzt wurde, und Hartensuer, die die Füchse mit 11:8 in Front brachten.

Obwohl Pavel Prokopec einen rabenschwarzen Tag erwischte, konnte der Gastgeber seine Führung bis zur Pause auf 13:9 ausbauen, denn Sascha Detlof sprang heute in die Bresche und war mit seinen am Ende sieben Toren einer der Matchwinner. Zwar wurde nach Wiederanpfiff Christian Rose von Yves Grafenhorst in Manndeckung genommen, doch mittlerweile haben die Füchse auf dieses taktische Mittel immer eine Antwort parat. Zwei Tore in Unterzahl zum 17:13 machten heute deutlich, mit wie viel Emotion die Füchse in dieses Spiel gegangen waren. Als Sascha Detlof die SCM-Abwehr vernaschte und mit einem schönen Ableger Stefan Matz zur 20:14-Führung einwerfen ließ, war die Stimmung in der Max-Schmeling-Halle fast auf dem Höhepunkt.

Zwar konnten die Youngsters fünf Minuten vor dem Ende noch einmal auf 20:24 verkürzen, doch eine Zeitstrafe gegen Yves Grafenhorst wegen Meckerns zerstörte die letzten Hoffnungen der Elbestädter auf eine Wende. Stattdessen zogen die Füchse bis auf 28:20 davon, wobei Sascha Detlof mit einem Kracher aus 13 Metern endgültig für großen Berliner Jubel sorgte.

"Es fällt mir heute schwer einen Spieler hervorzuheben, alle haben eine tolle Einstellung gezeigt", war Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel mehr als zufrieden mit dem Spiel. Hervorgehoben hat er dann doch einen: Sascha Detlof, der genau zur richtigen Zeit zeigt, zu welcher Leistung er fähig ist.

Füchse-Manager Bob Hanning war hochzufrieden mit der Mannschaft und dem Trainer. "Das Gespräch zwischen der Mannschaft und dem Trainer nach der Burgdorf-Pleite hat für beide Seiten positive Impulse gegeben", sah er einen deutlichen Aufwärtstrend. "Das war heute einer unseren besten Saisonleistungen, obwohl es noch erhebliches Steigerungspotential bei Pavel Prokopec gibt. Man konnte aber heute sehen, dass Jens Deffke und Sascha Detlof eine deutliche Leistungssteigerung zeigen konnten."

Magdeburg habe sich das Spiel gegen die Füchse offenbar deutlich einfacher vorgestellt, vermutete Hanning. "Die waren in der taktischen Ausrichtung reichlich einfallslos. Theuerkauf und Grafenhorst fielen mehr drch Meckern auf als durch Handballspielen", was Hanning den beiden sicher nicht übel nahm.

Füchse Berlin - SC Magdeburg 28:21 (13:9)

Füchse:
Vortmann, Ohle;
Rose 8/1, Detlof 7, Matz 4, Roemling 4, Hartensuer 2, Deffke 2, Prokopec 1, Hok, Pöhl,

SC Magdeburg:
Gumula; Hübe;
Oelze 6, Rojewski 6/4, Grafenhorst 4, Dmytruszynski 2, Richwien 1, Liesche 1, Boecker 1, Theuerkauf

Schiedsrichter: Andreas Jakob, Michael Fischer
Zeitstrafen: 14 - 6 Minuten ( Matz (33.), Hartensuer (37.,51.), Pöhl (44.), Prokopec (50., 58.), Deffke (59.)- Dmytruszynski (5.), Lische (21.), Grafenhorst (55.)
Siebenmeter: 1/4 - 4/5
Zuschauer: 1324 in der Max-Schmeling-Halle

Spielfilm:
1:0 (2.), 2:1 (3.), 2:1 (5.), 3:2 (9.), 4:3 (10.), 5:3 (13.), 5:4 (14.), 5:6 (15.), 6:6 (16.), 7:7 (18.), 8:8 (20.), 9:8 (21.), 10:8 (23.), 11:8 (26.), 12:9 (28.), 13:9 (29.), 13:9 (HZ), 13:9 (31.), 14:9 (32.), 14:10 (33.), 14:11 (34.), 15:11 (36.), 16:12 (37.), 17:12 (38.), 17:13 (39.), 18:13 (41.), 20:14 (44.), 20:15 (47.), 22:15 (49.), 22:16 (50.), 23:16 (51.), 23:17 (51.), 24:20 (54.), 25:20 (55.), 26:20 (56.), 27:20 (58.), 28:20 (60.), 28:21 (EN)




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