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19.01.2015|Information|noa

WM in Katar: Fünf Füchse erfolgreich, Nielsen angeschlagen

Am vierten Tag der Weltmeisterschaft in Katar hat die deutsche Nationalmannschaft einen großen Schritt Richtung Achtelfinale gemacht. Trainer Dagur Sigurdsson sowie Silvio Heinevetter und Paul Drux feierten einen hauchdünnen 27:26-Sieg gegen Russland mit Füchse-Akteur Konstantin Igropulo. Somit übernahm Deutschland die Tabellenführung in der Gruppe D. Ein Punktgewinn am Dienstag gegen Titelkandidat Dänemark würde bereits den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale bedeuten. Die ersten vier Mannschaften der Sechsergruppen kommen weiter.

Gruppe D
Deutschland - Russland
27:26 (9:13)

"Seit der Auslosung habe ich kein gutes Gefühl gehabt für das Spiel gegen Russland", hatte Bundestrainer Dagur Sigurdsson bereits vor der Begegnung erklärt. Dessen Sorgen bestätigten sich in der ersten Halbzeit als der Gegner mit vier Treffern führte. Konstantin Igropulo war Russlands erfolgreichster Torschütze mit sechs Treffern, davon drei Siebenmetern. Er machte seinen Teamkollegen Silvio Heinevetter und Paul Drux bis zum Schlusspfiff das Leben schwer.

In der zweiten Halbzeit begann die deutsche Mannschaft mit einem 5:1-Lauf, Silvio Heinevetter konnte insgesamt siebenmal parieren. Er spielte die erste Halbzeit durch und wurde nach einer Dreiviertelstunde für Carsten Lichtlein ausgewechselt.

Wie beim Auftaktsieg gegen Polen zeigte Paul Drux eine starke Leistung. Der 19-Jährige Rückraumspieler erzielte zwei Treffer und bereitete zwei weitere Tore vor. Erneut wurde ihm viel Vertrauen geschenkt, über 40 Spielminuten war der Jungstar auf dem Parkett.

Trotz einer Drei-Tore-Führung kurz vor dem Ende wurde es noch einmal spannend. Zwei Offensivfouls ließen Russland in Ballbesitz kommen, was sie zum Anschlusstreffer nutzten. Wieder beendete ein Pfiff den deutschen Angriff und da Michael Kraus den Angriff der russischen Mannschaft unterband, kassierte er zwei Minuten. In Unterzahl stemmte sich das DHB-Team gegen den Ausgleich und als der russische Pass auf Außen im Seitenaus landete, da durfte die deutsche Auswahl den zweiten Sieg im zweiten Spiel bejubeln.

 
Gruppe C
Schweden - Tschechien
36:22 (19:10)

In der Gruppe C kam es zum direkten Aufeinandertreffen von vier Füchse-Akteuren. Für Schweden standen Fredrik Petersen und Jesper Nielsen auf der Platte. Bei Tschechien waren Pavel Horak und Petr Stochl im Einsatz. Schweden demonstrierte seine Klasse, ließ Tschechien von Beginn an einem großen Rückstand hinterherlaufen und gewann souverän. Überragend war Kim Andersson mit zehn Toren bei zehn Versuchen. Fredrik Petersen steuerte sechs Treffer zum Erfolg bei.

Die Tschechen, die weiterhin ohne den erkrankten Spielmacher Filip Jicha spielen mussten, wurden mehrfach von  Pavel Horak aus dem Rückraum entlastet. Für den Routinier standen am Ende vier Treffer und fünf Vorlagen zu Buche. Petr Stochl wurde in der zweiten Halbzeit ins Tor eingewechselt, konnte allerdings nur selten etwas gegen die starke Offensive der Schweden ausrichten. Unter anderem kam es zum Direktvergleich zwischen Petersen und Stochl. Petersen behielt beim Siebenmeter die Oberhand.

Einen bitteren Beigeschmack hatte der Sieg der Skandinavier allerdings: Jesper Nielsen kam in der zweiten Halbzeit bei einem Zweikampf unglücklich auf dem Boden auf und erlitt eine Verstauchung am Fuß. Die Physiotherapeutin Inge Dahlberg gab allerdings Entwarnung. Vermutlich wird der Kreisläufer in der nächsten Partie am Dienstag gegen Algerien pausieren müssen, soll sich daraufhin aber wieder erholt haben.





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