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13.05.2015|Information|EHF/ArB

Dagur Sigurdsson im Interview: Ein Abschied aus Berlin

Zwei Turniere in einer Woche als Abschied aus Berlin: Am letzten Wochenende spielten Dagur Sigurdsson und seine Füchse Berlin im DHB-Pokal-Final4 und richten nun erneut die EHF Cup Finals aus. Nachdem man im letzten Jahr das Finale verpasste, hofft Sigurdsson – der nach dieser Saison sein Amt als Trainer der Füchse niederlegt, um sich voll auf die deutsche Nationalmannschaft zu konzentrieren – dass Berlin den slowenischen Gegner Gorenje Velenje im Halbfinale bezwingen und so ins Finale einziehen kann.

Eurohandball.com: Sind Sie mit dem gegnerischen Los für das EHF Cup Halbfinale Gorenje Velenje zufrieden?

Sigurdsson: Um ehrlich zu sein, hat es mich weder vor der Auslosung noch danach interessiert, wen wir als Gegner zugelost bekommen. Vier gleichstarke Teams sind verdientermaßen in die EHF Cup Finals eingezogen, weshalb es weder gut noch schlecht ist, dass wir auf Velenje treffen. Vielleicht ist es etwas wie ein Omen, dass wir nicht gegen Hamburg oder Skjern spielen müssen, weil wir gegen beide Mannschaften in dieser Saison bereits mehrmals antreten mussten.

Im letzten Jahr waren die Füchse die Gastgeber, verpassten aber die Qualifikation für das Finale. Wie sieht Ihr Plan aus, um das dieses Jahr zu schaffen?

Die Umstände sind in diesem Jahr anders. Letztes Jahr waren das alles neue Erfahrungen für uns, jetzt haben wir hoffentlich unsere Lektion gelernt. Alle vier Mannschaften spielen auf Champions League-Niveau, was die Sache nicht einfacher macht. Dennoch sind wir gut vorbereitet.

Also haben Sie keinen Favoriten unter den vier Mannschaften?

Die Spiele im letzten Jahr waren alle sehr eng und spannend, auch in diesem Jahr wird es nicht anders sein. Vielleicht kann man Hamburg aufgrund ihrer internationalen Erfahrung die Favoritenrolle zuschreiben.

Letztes Jahr gewannen die Füchse den ersten Titel der Vereinsgeschichte eine Monat vor dem Turnier. Hat das REWE Final Four einen Einfluss auf die Mannschaftsleistung?

Ich glaube nicht. Erst fokussieren wir uns auf Hamburg, dann auf Berlin. Wir sind stolz darauf, als einziges deutsches Team an zwei Finalturnieren teilzunehmen. Wir können mit dieser Situation umgehen.

Wie wichtig ist die Unterstützung der Fans für Ihr Team?

Sehr wichtig! Sie haben uns in guten wie in schlechten Zeiten unterstützt und mit uns zusammen viel in der Max-Schmeling-Halle erlebt. Ich hoffe wir können ihnen Großes präsentieren.

Die EHF Cup Finals sind ihr letztes großes Turnier zusammen mit den Füchsen – gibt es da erhöhten Druck?

Nein, in keinster Weise. Wir zwar haben viele, die ihren Abschied feiern, dennoch sitzen wir im gleichen Boot und müssen diese Aufgabe gemeinsam meistern. Aber es sind alle – nicht nur die, die den Verein verlassen – heiß darauf, den Pokal zu gewinnen!




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