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23.10.2016|Spielbericht|SvN

Stochl hält Sieg gegen Erlangen fest - Füchse behaupten Spitzenplatz

Die Füchse Berlin haben am Sonntag ihren achten Sieg im neunten Spiel der Bundesligasaison 2016/2017 gefeiert. Zu Hause vor 8.546 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle setzte sich der Tabellendritte mit 24:21 (13:10) gegen den HC Erlangen durch. Beste Torschützen der Partie waren Petar Nenadic und Ole Rahmel mit acht Treffern, Fabian Wiede traf siebenmal. In der Schlussphase überzeugte vor allem Füchse-Keeper Petr Stochl mit zahlreichen Paraden und hielt den Sieg der Berliner fest.

Petr Stochl
© Bildnachweis: Foto Lächler

In einer sehr von der Defensive geprägten Anfangsphase holte Kresimir Kozina am Kreis den ersten Siebenmeter für Berlin heraus. Allerdings parierte Erlangens Torhüter Nikolas Katsigiannis den Wurf von Fabian Wiede. Auf der anderen Seite zeigte Ole Rahmel mit einem Heber von der rechten Seite seine Klasse. Im direkten Gegenzug konnte Fabian Wiede seinen Fehlwurf ausgleichen und sorgte für das 1:1 (3.). Doch die Hausherren ließen kaum Chancen zu mit einer sehr aufmerksamen 6:0-Abwehr. Erlangen konnte die Berliner beim Gegenstoß nur noch im Kreis stoppen. Somit hatte Petar Nenadic die Chance von der Linie und verwandelte den Siebenmeter zur 2:1-Führung der Füchse nach sechs Spielminuten.

Für den HC Erlangen bot sich wenig später die Chance, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Als Kresimir Kozina nach zehn Minuten die Zeitstrafe erhielt, glich Ole Rahmel zum 3:3 aus. Die Füchse versuchten es mit ruhigen Angriffen, um die Zeit in Unterzahl möglichst unbeschadet zu überstehen. Verlass war dabei erneut auf Torhüter Silvio Heinevetter, der den Hauptstädtern den erneuten Ballbesitz sicherte. Darauf folgte eine schnelle Pass-Stafette, die bei Mattias Zachrisson landete. Der Rechtsaußen nutzte den Freiraum und sorgte für die erneute Führung der Füchse. Auf Seiten von Erlangen wusste derzeit nur Ole Rahmel offensiv zu überzeugen. Der Leistungsträger traf bereits zum dritten Mal.

Allerdings schwächten sich die Füchse kurze Zeit später erneut. Diesmal wurde Drago Vukovic auf die Strafbank verwiesen, kurz darauf folgte ein Foul von Steffen Fäth beim Gegenstoß der Gäste. Plötzlich mussten die Füchse in doppelter Unterzahl agieren. Und es wurde noch härter, Fabian Wiede zog am Trikot und bekam ebenfalls die Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt. Erlangen ging mit diesem großen Vorteil durch einen Siebenmeter von Ex-Fuchs Jonas Thümmler und einen Rückraumtreffer von Michael Haß in Führung (5:6/17.). Die Max-Schmeling-Halle wurde nun zum Hexenkessel, besonders weil sich die Berliner mit viel Kampfgeist im Spiel hielten. Heinevetter gelang die nächste Parade, danach wurde Ignacio Jimenez am Kreis freigespielt, 6:6.

Erlangen musste jetzt in Person von Martin Stranovsky die erste Zeitstrafe des Spiels hinnehmen. Fabian Wiede nutzte dies mit einem Doppelschlag. Zweimal traf der Europameister von der rechten Rückraumposition zum 8:7 (21.). Erlangen hatte sichtlich Probleme mit der Unterzahl, verlor erneut schnell den Ball ohne Chance auf ein Tor und wurde von Mattias Zachrisson ausgekontert. Den 4:1-Lauf der Berliner wollte Gästetrainer Robert Andersson unterbinden und nahm die Auszeit. Darauf folgte ein Erfolgserlebnis, weil Michael Haß ansatzlos aus dem Zentrum traf. Wenig später machte es ihm Pavel Horak, der von 2013 bis 2015 in Berlin spielte, nach und hielt die Gäste in Schlagdistanz. Für die Füchse kam nun Petr Stochl für Silvio Heinevetter ins Spiel und verhinderte kurz darauf sogar den Ausgleich. In der Offensive blieb Berlin eiskalt und erhöhte durch Nenadic, Zachrisson und Kozina. Somit konnten die Hausherren in einem umkämpften Spiel eine knappe 13:10-Führung mit in die Pause nehmen.

Deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit präsentierten sich die Erlanger nach dem Seitenwechsel. Allerdings ergaben sich somit auch mehr Freiräume für die Füchse, die nach 36 Minuten durch Petar Nenadic auf 17:12 erhöhten. Die frühe Auszeit der Gäste folgte sogleich. Erlangen versuchte es mehrmals, sich durch den Innenblock zu kämpfen, fand allerdings nur selten die Schnittstelle in der Füchse-Defensive. Zumindest setzten Nikolai Link und Ole Rahmel wichtige Zeichen für Erlangen, dank ihrer Treffer verkürzten die Franken wieder auf einen Drei-Tore-Rückstand (41.).

Obwohl der HC Erlangen mit allem Möglichen dagegenhielt, blieben die Füchse spielbestimmend. Eine Viertelstunde vor Schluss traf Fabian Wiede per Siebenmeter zum 19:14. Hinzu kamen weitere Paraden von Petr Stochl, die den Hausherren erneut Tempogegenstöße ermöglichte. Erneut war Petar Nenadic nicht zu halten und traf bereits zum achten Mal für den Vereinsweltmeister. Erlangen musste dem nunmehr deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Weiterhin eine Bank blieb Ole Rahmel, der für die Gäste auf 20:17 verkürzte. Somit hielt der HC in der Schlussphase eine Chance auf einen Punktgewinn am Leben.

Weil bei den Füchsen die Konzentration schwand, wurden mehrere Tormöglichkeiten vergeben. Erlangen witterte seine Chance, hatte aber gegen einen gut aufgelegten Petr Stochl zu kämpfen, der für Berlin in dieser wichtigen Phase die Kohlen aus dem Feuer holte. Deswegen konnten die Hausherren ihre Führung behaupten. Spätestens nach dem Treffer von Rechtsaußen Mattias Zachrisson zum 23:19 bei noch zwei Minuten auf der Uhr, war die Begegnung entschieden.




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