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12.02.2017|Spielbericht|CG

Gelungener Start in die Bundesliga: Füchse besiegen Lemgo

Die Füchse Berlin haben am Sonntag 34:29 (18:14) gegen den TBV Lemgo gewonnen. Die Partie war bereits frühzeitig entschieden, dazu waren alle eingewechselten Spieler der Berliner erfolgreich im Abschluss. Vizeweltmeister Kent Tönnesen setzte sowohl Ignacio Plaza am Kreis als auch Hans Lindberg mit vielen Anspielen in Szene, dazu warf er sieben Tore. Bester Werfer der Berliner war jedoch Hans Lindberg mit acht Treffern. Ebenfalls acht Mal netzte Tim Hornke für den TBV Lemgo ein und war damit erfolgreichster Schütze seines Teams.

Die Füchse gingen direkt durch Kreisläufer Ignacio Plaza in Führung, woraufhin Lemgo jedoch ein aufs andere Mal eine Antwort hatte. Nach Treffern von Kent Tönnesen und Hans Lindberg glichen die Gastgeber durch Tim Suton und Andrej Kogut aus, sodass es in der siebten Minute 3:3 stand. Anschließend bestätigten die Berliner jedoch ihre Favoritenrolle, auch Silvio Heinevetter im Tor des amtierenden Vereinsweltmeisters zeigte einige Glanzparaden. So ging es über ein 4:4 (8. Minute) bis hin zur 7:4-Führung aus Sicht der Füchse, die nicht mehr hergegeben, dafür aber stetig ausgebaut wurde. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit wurde eine Zwei- bis Drei-Tore-Führung aufrechterhalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kent Tönnesen bereits drei Tore geworfen und bereitete zwei weitere von Hans Lindberg vor. Heinevetter hingegen parierte bis zur 26. Minute neun Würfe, davon einen Siebenmeter und zwei Versuche vom Kreis.

Einen Schockmoment erlebte Christoph Reißky drei Minuten vor Halbzeitpfiff: Als er in der Luft unsanft angerempelt wurde, landete er mit dem Steißbein auf seinem rechten Arm. Er musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Der Vier-Tore-Vorsprung, der sich bis zu Halbzeit hielt, wurde nach einem erneuten Zuspiel von Tönnesen auf Lindberg hergestelllt - zum 17:13 (28.). Sechzig Sekunden vor Schluss nahm Trainer Velimir Petkovic die Auszeit und gab genaue Anweisungen für einen Spielzug, damit sein Team in Unterzahl nochmal zum Torerfolg kommen konnte. Der Angriff misslang, Tönnesen fand den eingelaufenen Steffen Fäth nicht. Der Konter von Lemgos Rechtsaußen Tim Hornke war wiederum erfolgreich (14:17, 30.).

Als im folgenden Angriff der Pass von Petar Nenadic (fünf Treffer zur Halbzeit) auf Fäth schon beinahe im Aus landete, schnappte dieser ihn sich doch noch irgendwie und traf aus elf Metern per Schlagwurf. Halbzeitstand: 18:14 für die Füchse Berlin. Zusammengefasst ließ sich sagen: Die Vorwärtsbewegung des TBV Lemgo war durchaus stark, vor allem in Person von Tim Hornke (fünf Tore zur Halbzeit) - die Gastgeber bekamen allerdings Petar Nenadic und Hans Lindberg (fünf und sechs Tore in Halbzeit eins) nicht in den Griff.

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste endete: drei bis vier Tore Vorsprung für die Füchse. Tim Suton traf erneut, genauso wie Kent Tönnesen. Zwischenzeitlich verkürzte Hornke einmal auf zwei und einmal auf drei Tore (19:21, 37. Minute), jeweils per Siebenmeter. Die Füchse konnten den Deckel nicht richtig zu machen und Lemgo kam nicht näher heran als zwei Tore. Das änderte sich jedoch durch zwei schnelle Tore der Berliner. Die Chance, das erste Mal auf sechs Tore davonzuziehen, vergab Hans Lindberg doppelt (jeweils 40. Minute) - einmal von rechts außen, einmal frei vom Sechser nach einem Konter. Ironischerweise traf schließlich Abwehrchef Jakov Gojun zum 19:25 (42.).

Beim Stand von 28:22 für die Berliner (47. Minute) gab es dann das große Aufatmen beim Tabellenvierten aus Berlin: Christoph Reißky kam mit bandagiertem rechten Arm wieder aufs Feld - angeschlagen, aber einsatzfähig. Dies nutzte er direkt zum Treffer zum 29:22. Diese Führung blieb bestehen, fünf Minuten vor Abpfiff stand es 33:26. Darüber hinaus parierte der 40-jährige Teamkapitän der Berliner, Petr Stochl, einen Siebenmeter in der 56. Minute, für den er eingewechselt wurde.

Petkovic kündigte vor einigen Tagen an, eine alternative Abwehr-Formation zur bekannten 6-0-Variante einzuführen. Die ersten Trainingserfolge präsentierte er in der 57. Minute, als er Kevin Struck für Bjarki Elísson einsetzte, dieser stand an der Abwehrspitze der nun umgestellten Berliner 5-1-Defensive. Struck spielt auch in der U19-Nationalmannschaft als Abwehrchef, dieses Talent entdeckte einst Ex-Füchse-Coach Dagur Sigurdsson am Linksaußen.

Das letzte Tor der Partie war dem TBV Lemgo vergönnt, Azat Valiullin traf nach einer geglückten eins-gegen-eins-Aktion zum 34:29-Endstand aus Sicht der Gäste aus Berlin.

„Wir haben das gesamte Spiel über das Heft in der Hand gehabt und sind heute einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Anfangs haben wir weniger dominiert, aber immerhin auf eine eine gute Abwehr und einen starken Heinevetter vertrauen können. Beides war die Basis, auf der wir in der zweiten Halbzeit aufgebaut haben", sagte Volker Zerbe.

Steffen Fäth erwartet außerdem wichtige Erkenntnisse nach der Spielanalyse: „Wir haben souverän gewonnen, aber wir müssen schon noch ein paar Dinge verbessern. Ich denke in Slowenien war alles deutlich schlechter als heute, von daher sind wir auf dem richtigen Weg. Wir müssen das Spiel kurz sacken lassen und analysieren - ich denke, wir sollten noch mehr auf Tempo spielen und in der Abwehr gibt es wohl auch eine oder zwei Situationen anzuschauen, in denen wir anders reagieren müssen."

Die nächste Bundesligapartie findet am Mittwoch, den 15. Februar, ab 19:00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gegen der Bergischen HC statt.

Füchse Berlin: Lindberg (8/1), Tönnesen (7, 1x2min), Nenadic (6), Fäth (5), Elísson (2), Plaza (2, 1x2min), Gojun (1), Struck (1), Reißky (1), Drux (1)

TBV Lemgo: Hornke (8/3), Kogut (4, 1x2min), Suton (4), Theuerkauf (3), Hermann (3), Zieker (2), Valiullin (2), Bartok (1), Klimek (1), Stenbäcken (1)




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