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05.03.2017|Spielbericht|SvN, CG

Hochspannung in Berlin - Füchse verteidigen Punkt gegen Rhein-Neckar Löwen

Die Füchse Berlin waren gegen die Rhein-Neckar Löwen sehr nah dran an der Überraschung. Nach einer starken ersten Halbzeit der Hauptstädter konnten die Löwen im zweiten Durchgang dank einer Leistungssteigerung das Spiel offen gestalten und kämpften sich Tor um Tor heran. Die Füchse mussten ab der 41. Spielminute auf Kreisläufer Kresimir Kozina verzichten, der nach Foul an Patrick Groetzki mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Bei den Gästen überzeugten vor allem Alexander Petersson und Gudjon Valur Sigurdsson mit jeweils zehn Treffern, wodurch die Löwen das 30:30 (16:12) erzwangen. Für die Füchse traf Kent Robin Tönnesen achtmal.

Mit viel Einsatz führten die Füchse beinahe das gesamte Spiel über.
© Bildnachweis: Foto Lächler

Beide Mannschaften begannen offensiv. Ex-Fuchs Alexander Petersson zeigte direkt Präsenz und steuerte das erste Tor für die Gäste bei. Im Gegenzug sorgte Paul Drux für den Ausgleich. Getragen von der lautstarken Kulisse begannen sich die Füchse Berlin, schnell abzusetzen. Tönnesen traf dreimal hintereinander aus dem Rückraum und brachte die Berliner mit 4:2 in Führung (7.).

Die Rhein-Neckar Löwen hatten deutliche Probleme mit dem Innenblock der Füchse. Spielmacher Andy Schmid kam nicht richtig zum Zug. Dementsprechend folgte auch direkt die Auszeit von Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen, der alles andere als zufrieden war. Mikael Appelgren bewahrte die Löwen derweil vor einem höheren Rückstand. Dennoch blieben die Gäste über sieben Minuten ohne eigenen Treffer. Dies lag neben der starken Füchse-Defensive auch an Silvio Heinevetter, der immer wieder Ausrufezeichen setzte.

Für Berlin war es weiterhin eine perfekte Partie. Tönnesen und anschließend Elísson per Gegenstoß erhöhten zum 8:3. Zumindest die Anschlusstreffer von Pekeler und Petersson gaben den Löwen ein wenig Entlastung, weil den Füchsen zwei Ballverluste in Folge unterliefen. Allerdings waren dies die kleinen wenigen Schwächen der Hausherren in der ersten Halbzeit. Nachdem sich die Abwehr wieder stabilisierte, konnte Silvio Heinevetter mit zahlreichen Paraden brillieren. Darauf folgten Tempogegenstöße für Bjarki Elísson und Hans Lindberg, die sogar auf 12:7 erhöhten (22.). Zwischenzeitlich lagen die Füchse Berlin sogar sechs Tore vor. Doch die Löwen verkürzten durch Sigurdsson und Pekeler in den letzten Minuten zum 16:12-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel wachten die Rhein-Neckar Löwen auf und belohnten sich für das Risiko des zusätzlichen Feldspielers. Andy Schmid gelangen nun bessere Anspiele und Alexander Petersson sowie Gudjon Valur Sigurdsson netzten ein. Somit verkürzten die Löwen zwischenzeitlich auf zwei Treffer, ehe die Füchse durch den nächsten Treffer von Elísson entlastet wurden. Berlin musste allerdings einen personellen Rückschlag hinnehmen. Kresimir Kozina kassierte nach 41 Minuten Spielzeit die Rote Karte, nachdem er Groetzki beim Torwurf blockierte und zu Fall brachte. Doch den Vorteil nutzten die Gäste nur bedingt.

Die Rhein-Neckar Löwen gingen weiter das Risiko mit dem zusätzlichen Feldspieler ein, wurden allerdings auch zweimal von Jakov Gojun bestraft, der nach dem Ballgewinn für die Füchse in das leere Tor des Gegners traf. Weiterhin holte Alexander Petersson für den Meister die Kohlen aus dem Feuer und verkürzte auf 23:21 (43.). Berlin blieb in Front, doch der Vorsprung schmolz. Gudjon Valur Sigurdsson nutzte einen Gegenstoß zum 27:25. Es waren noch zehn Minuten zu spielen. Steffen Fäth hatte Pech, sein Ball prallte vom Pfosten ab. Als Sigurdsson erneut per Siebenmeter traf, war die Begegnung wieder völlig offen.

Auf die 3:2:1-Verteidung der Löwen reagierten die Füchse souverän, suchten und fanden die Lücken am Kreis. Ignacio Plaza Jimenez, der nach der Roten Karte von Kozina gefordert war, setzte sich durch und erhöhte wieder zur Zwei-Tore-Führung. Doch die Löwen kamen immer näher, jetzt traf Kim Ekdahl du Rietz mit Glück in die rechte Ecke. Heinevetter war mit den Fingerspitzen dran, doch der Ball fand den Weg ins Tor. Berlin unterlief ein Fehler im Angriff, die Löwen konterten, bekamen nach einem Foul prompt den nächsten Strafstoß zugesprochen. „Mister Hundert Prozent" trat an: Gudjon Valur Sigurdsson blieb auch bei seinem siebten Siebenmeter zum 29:29 erfolgreich (56.).

Im Gegenzug blieb Hans Lindberg blieb cool und traf ebenfalls per Siebenmeter zum 30:29. Obendrein bekamen die Löwen eine Zeitstrafe für Petersson. Erneut riskierten sie es mit dem zusätzlichen Feldspieler, Kim Ekdahl du Rietz warf jedoch drüber, doch auch Ignacio Plazas Wurf blieb am Pfosten hängen. Jacobsen nahm die Auszeit, kündigte sogar einen Kempa-Trick an. Wenig später traf Alexander Petersson mit seinem zehnten Tor eben per Kempa zum 30:30 (59.). Berlin hatte noch einen Angriff, Nenadic wurde gefoult, doch der Pfiff blieb aus. Die Löwen hatten bei noch 15 Sekunden den letzten Angriff des Spiels. Sigurdsson wurde auf Linksaußen angespielt, doch bei seinem letzten Wurf hatte Heinevetter das Bein dran und sicherte das Unentschieden.

„Ich glaube, wir haben heute ein sehr gutes Handballspiel gesehen. Berlin war in der ersten Halbzeit mit Abstand die bessere Mannschaft. In Halbzeit zwei haben wir die Abwehr umgestellt und waren aggressiver auf Drux und Nenadic drauf. Das hat gut funktioniert, sodass wir aufholen konnten. Wenn wir am Ende noch gewonnen hätten, wäre das vielleicht einen Tick zu viel gewesen", sagte Löwen-Trainer Jacobsen.

Füchse-Coach Velimir Petkovic sagte: „Ich bin enttäuscht und traurig, dass meine Jungs nicht für ihre Leistung belohnt wurden. Ich kann sie nur loben. An manchen Stellen, gerade am Ende, hätten einige Pfiffe für uns fallen müssen. Zum Schluss haben die Löwen sogar noch die Chance geschenkt bekommen, zu gewinnen. Das geht so nicht! Deshalb müssen wir sogar noch glücklich sein."

Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl, Elísson (5), Struck, Gojun (2, eine Zeitstrafe), Nenadic (7), Tönnesen (8, eine Zeitstrafe), Plaza (1), Lindberg (3/1), Kozina (eine Zeitrafe, rote Karte in der 41.), Drux (4)

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka, Schmid (1, eine Zeitstrafe), Sigurdsson (10/7), Baena Gonzalez (1), Steinhauser, Larsen (1), Pekeler (3), Groetzki (3), Reinkind, Taleski, Guardiola Villaplana, Petersson (10, eine Zeitstrafe), Ekdahl du Rietz (1)




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