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27.05.2017|Spielbericht|CG

Füchse erkämpfen zwei wichtige Punkte gegen Stuttgart, B-Jugend ebenfalls im DM-Finale!

Mit einem knappen Arbeitssieg haben die Füchse Berlin am Samstag den TVB 1898 Stuttgart geschlagen. Durch den 29:27 (13:13)-Erfolg verteidigten sie Platz vier in der Tabelle, auf den zwischenzeitlich der SC Magdeburg aufgerückt war. Stuttgart steckt damit weiterhin im Abstiegskampf, die Partie stand lange auf der Kippe. Beste Werfer für die Hauptstädter waren Hans Lindberg (8) und Bjarki Elisson (6) - Petar Nenadic wurde wegen seines doppelten Bänderrisses geschont.

Hans Lindberg traf gegen seinen Ex-HSV-Kollegen Johannes Bitter acht Mal
© Bildnachweis: TVB

Der Spielbeginn gehörte den Hausherren, die Fans peitschten Stuttgart regelrecht nach vorne, das Team von Trainer Markus Baur kämpfte von Anfang an verbissen um jeden Ball. So holten sie von einem 4:5 aus ihrer Sicht nicht nur den Ausgleich, sondern zogen bis zur 12. Minute sogar auf 8:5 davon. Erst, als Silvio Heinevetter ein paar Würfe herausfischte, Hans Lindberg den Turbo einschaltete und Kent Tönnesen sowie Kresimir Kozina ebenfalls erfolgreich waren, lagen die Schwaben kurzzeitig wieder zurück. Dies aber direkt mit drei Toren, durch den 6:0-Lauf der Gastmannschaft aus Berlin (8:11 aus Sicht der Stuttgarter in Minute 20).

Die Füchse erspielten sich bis fünf Minuten vor Halbzeitpfiff eine 13:11-Führung, scheiterten allerdings anschließend jedes Mal an Johannes Bitter im Tor der Gastgeber. So gelang dem TVB zur Halbzeit ein 13:13-Unentschieden.

In den zweiten dreißig Minuten blieb das Spiel umkämpft. Wie Füchse-Trainer Velimir Petkovic im Voraus bereits angekündigt hatte: Stuttgart ist noch längst nicht abgestiegen und mit einer Kämpfermentalität zu Hause eine Macht. Sowohl der THW Kiel als auch der SC Magdeburg gewannen in der Rückrunde dort mit nur einem Tor. So fand der Deutsche mit bosnischen Wurzeln auch in der Halbzeitansprache die richtigen Worte, um seine Jungs auf den weiteren Kampf einzustimmen.

Die Führung wechselte anschließend regelmäßig - es stand aus Sicht der Füchse 13:14 (31.), 16:15 (35.), 17:18 (39.) und 23:22 (48.) Es gelang den Berlinern nicht so richtig, im Rückraum dominant zu Werke zu gehen, zum Glück, muss man sagen, erwischten die Außen Hans Lindberg und Bjarki Elisson einen Sahnetag und hielten ihr Team im Spiel, am Ende entschieden die Hauptstädter das Spiel in der Abwehr.

Stuttgart hatte zusehends Mühe, über den Mittelblock zu kommen, als Kozina erneut einen Ball blockte (58. Minute), war dies der Startschuss zur Zwei-Tore-Führung. Hans Lindberg verwandelte erneut einen Konter zum 27:25 und diesen Abstand hielt das Team von Velimir Petkovic bis zum Schlusspfiff und Endergebnis von 29:27 aufrecht.

„Es hat mich gefreut, dass wir den Kampf angenommen haben. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass es ein einfaches Spiel wird, nur deshalb konnten wir erfolgreich sein. Wir haben sechzig Minuten gekämpft und uns am Ende durch eine starke Abwehr und einfache Tore belohnt", sagt Volker Zerbe, Sportkoordinator der Füchse.

Das nächste Spiel findet am Mittwoch statt, dann spielen die Berliner ihr letztes Heimspiel der aktuellen Saison gegen den VfL Gummersbach. Anpfiff ist um 19:00 Uhr, einige Tickets sind auch im Vorverkauf noch zu haben.

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Füchse stehen auch mit der B-Jugend im Finale der Deutschen Meisterschaft

Es ist eine Zeit des großen Erfolgs bei den Berliner Nachwuchs-Füchsen. Nachdem A-Jugend-Coach Bob Hanning bereits am vergangenen Wochenende gegen Leipzig souverän ins Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen ist und am Sonntag gegen Wetzlar das Hinspiel bestreitet, gelang der B-Jugend von Fabian Lüdke der gleiche Erfolg gegen die SG Flensburg-Handewitt. Am Samstag gewannen sie mit 25:24, was nach dem 25:16-Hinspiel eine Differenz von zehn Toren gegen die bis dahin ungeschlagenen Nordlichter ausmacht.

Bester Spieler der Partie war Niklas Trumpf von den Jungfüchsen, er setzte nicht nur im Angriff mit seinen sieben Treffern Akzente, auch in der Abwehr war er ein sicherer Rückhalt. Defensiv war auch Tolga Durmaz am Samstag eine Bank. Besonders hervorzuheben ist, dass sich das Team vorgenommen hatte, trotz des Neun-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel einen Sieg herauszuspielen.

Dieses Ziel geriet ab und an ins Wanken, vor allem in der zweiten Hälfte, als die Flensburger durch ihr sehr ausgefeiltes Konterspiel teils mit drei Toren in Front lagen. Doch auch, wenn es mal zwei schnelle Treffer in Folge setzte, agierte der Füchse-Angriff stets besonnen, beispielsweise durch die gute Führung und Regie von Anton Karpe, der ebenfalls vier Tore beisteuerte. So gelang nicht nur stets der Ausgleich, sondern auch regelmäßig eine Führung.

Im Angriff gelang beinahe alles, vor allem die Chancenauswertung lag im guten Bereich. Dies hatte den doppelt vorteilhaften Effekt, dass das schnelle Gegenstoßspiel der Hausherren unterbunden wurde. Durch die erste und zweite Welle kassierte Lüdkes Team wenige Tore - genau das war auch in der vorherigen Analyse angesprochen worden. Ein gutes Zeichen für das Finale (vermutlich gegen die SG Kronau/Östringen - entscheidet sich am Sonntag), dass spieltaktische Bedeutsamkeiten erkannt und umgesetzt werden können.

„Mein Team hat gekämpft bis zum Umfallen. Eine Niederlage - sogar mit acht Toren - hätte zum Finaleinzug gereicht. Aber das war den Jungs nicht genug, das musste das Trainerteam ihnen nicht erst sagen. Der Wunsch, auch ein zweites Mal zu siegen, ist aus der Mannschaft selbst erwachsen. Deshalb ist dieser Sieg besonders wertvoll, wir als Trainer sind sehr stolz, so souverän und verdient am Endspiel teilnehmen zu dürfen", so Fabian Lüdke.

Es war trotz der zwischenzeitlichen Rückstände kein großes Wanken im Spiel der B-Jugend zu sehen, das Weiterkommen war in der Tat zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise gefährdet. Die Jungs waren stets Herren der Lage und können sich jetzt eine Woche auf das Final-Hinspiel vorbereiten.

Für die Füchse Berlin könnte es in dieser Saison folglich zwei weitere Meistertitel geben, denn die A-Jugend spielt am Sonntag um 16:00 Uhr (Lilli-Henoch-Halle) bereits ihr Final-Hinspiel gegen die HSG Wetzlar. Sollten beide Titel geholt werden, so hätte der Hauptstadtverein seit 2010 zehn Deutsche Jugendmeisterschaften nach Berlin geholt.

Die B-Jugend feiert auf ihre bekannte Art das Weiterkommen in der Deutschen Meisterschaft
© Bildnachweis: Tolga Durmaz / B-Jugend



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