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11.01.2018|Information|rom/stg

Auf einer Wellenlänge: Velimir Petkovic und Felix Magath

Bevor Füchse-Coach Velimir Petkovic gleich zum Trainingsauftakt bittet, gab es gestern ein Treffen der besonderen Art. Mit dem Fußballtrainer und -manager Felix Magath traf er sich auf der Geschäftsstelle zum Gedankenaustausch. Und es wurde schnell klar, hier unterhalten sich zwei Trainer auf einer Wellenlänge. Die Schnittmenge zwischen Fußball und Handball war dann sogar größer als vielleicht erwartet. Was Trainingsphilosophie, Motivation und Ansprache geht, da waren sich beide einig - kein Wunder, bezeichnete Petkovic doch schon vor Jahren Felix Magath als sein Vorbild.

Hatten sich viel zu erzählen: Magath und Petkovic
© Bildnachweis: Michael Hundt/Matthias Koch

Auslöser war ein Bericht im Berliner Kurier, der im Herbst letzten Jahres ein Zitat von Velimir Petkovic aufgriff. Der Füchse-Trainer warnte damals vor den Gefahren des Erfolgs durch Nachlässigkeit und nachlassende Disziplin. Der Kurier verglich ihn daraufhin mit dem als "hartem Hund" bekannten Felix Magath, den Petkovic schon vor Jahren als sein Vorbild bezeichnet hatte. Felix Magath, damals noch als Trainer eines chinesischen Erstligisten aktiv, den er zuletzt vor dem Abstieg bewahrte, nahm daraufhin Kontakt auf, den Mann wollte er kennen lernen.

Es war, als ob sich langjährige Weggefährten mal wieder begegneten. Da wurden Anekdoten aus dem jeweiligen Sportleben ausgetauscht und gefachsimpelt. So wie "Petko" ein Fußballfan ist, ist Felix Magath auch im Handball auf dem Laufenden. Schnell war man dann aber bei der echten Schnittmenge in den Aufgabenfelder der beiden Protagonisten angelangt: der Trainingsphilosophie. "Wir haben uns über Methoden unterhalten um Spieler zu fördern und zu entwickeln", berichtet Petkovic, "außerdem über aktuelle Trends im Sport, die uns in Handball und Fußball beide gleich betreffen."

Einer dieser Trends ist, dass in beiden Sportarten mittlerweile sehr viel über Taktik geredet wird. Etwas, worüber sich Petkovic gern auch mal aufregt und in Magath einen Verbündeten gefunden hat. "Jeder redet nur noch über Taktik, aber was bringt die beste Taktik, wenn man keine gut ausgebildeten Spieler hat?" fragte Petkovic provokativ. Bei Magath, aber natürlich auch Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning, rennt er damit offene Türen ein. Alle drei waren sich einig, wie wichtig eine solide und fundierte technische Ausbildung bei Spielern ist - und dass der Grundstein dafür in jungen Jahren gelegt wird.

"Die Führung des Vereins macht auf mich einen ausgezeichneten Eindruck", war Magath sichtlich angetan vom Treffen, "Trainer und Manager sind ein fantastisches Gespann." Aus dem Gespräch konnten beide Trainer sehr viel mitnehmen und Anregungen sammeln, "Velimir Petkovic ist nicht nur ein ausgewiesener Fachmann, sondern auch ein Trainer mit allen menschlichen und fachlichen Qualitäten", so Magath. Dass sich ihr Ruf als "harte Hunde" auch mit Menschlichkeit verbinden lässt, das zeigen die persönlichen Kontakte auch zu früheren Spielern, deren Entwicklung die beiden Trainer prägen konnten. "Petkovic ist ein ausgezeichneter Trainerkollege, der dem Handball und seinen Spielern enorm viel gibt", war sich Magath sicher.

Nicht ohne stolz führte Petkovic dann seinen Kollegen auch durch die Geschäftsstelle und präsentierte die diversen Pokale für die sportlichen Erfolge der Füchse. "Bei diesen Voraussetzungen bin ich mir sehr sicher, die Füchse werden auf nationalem und internationalem Parkett weiterhin eine wichtige Rolle spielen", war Magath überzeugt. Petkovic musste er nicht extra motivieren, der versprach dem Fußballtrainer vielmehr, dass "diese Saison noch mindestens eine Trophäe dazu kommen soll." In Kontakt werden die beiden auf jeden Fall bleiben. "Demnächst werde ich mir auf jeden Fall ein Heimspiel der Füchse ansehen", kündigte Magath an, "um die tolle Handballatmosphäre in Berlin einmal persönlich zu erleben."

Die erste Handballtrophäe in Händen von Felix Magath?
© Bildnachweis: Michael Hundt/Matthias Koch



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