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24.03.2018|Spielbericht|rom

Füchse erreichen Viertelfinale - 34:25 gegen Saint-Raphael

Mit einem starken Auftritt über die gesamten 60 Minuten konnten die Füchse die Partie bei Saint-Raphael Var Handball mit 34:25 (17:12) für sich entscheiden. Damit nehmen sie Revanche für die Hinspielniederlage und gewinnen auch den direkten Vergleich. Durch die Ergebnisse in den anderen Gruppen stehen die Füchse damit bereits im Viertelfinale, mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel am kommenden Sonntag (1.4., 15:00 Uhr, Max-Schmeling-Halle) ist auch noch der Gruppensieg möglich. Wie bereits gegen Minden überzeugte auch in Frankreich Fabian Wiede als Spielmacher. Beste Torschützen waren Hans Lindberg (8/3 Tore) sowie Steffen Fäth und Bjarki Mar Elisson mit jeweils sieben Treffern. Allerdings musste Marko Kopljar verletzt ausgewechselt werden, er muss noch näher untersucht werden.

© Bildnachweis: Füchse Berlin

Die Füchse waren vor dem Spiel gewarnt, sowohl die eigene Niederlage als auch die weiteren nationalen und internationalen Ergebnisse von Saint-Raphael Var Handball waren Warnung genug. Zunächst tasteten sich beide Mannschaften ab und mehrfach wechselte die Führung. Bereits in der fünften Minute erhielt Erik Schmidt seine zweite Zeitstrafe, die Unparteiischen ahndeten auf beiden Seiten sehr kleinlich. Und so agierten gerade in den ersten 15 Minuten beide Teams mehrfach in Unterzahl und dafür mit einem sechsten Feldspieler.

Eine Unterzahlsituation der Franzosen war es dann, in der Hans Lindberg zwei Mal in Folge im Gegenstoß ins leere Tore traf, zunächst zum 4:4 und dann zum 5:4. Im Positionsangriff taten sich die Füchse allerdings noch schwer und fanden zunächst kein Durchkomen durch die Abwehr. Beim 9:9 (20.) kassierte dann auch Paul Drux eine Zeitstrafe nach einer Schauspieleinlage seines Gegenspielers, der kleinere Tumult hatte aber ansonsten keine Konsequenzen. Als die Füchse wieder vollzählig waren, zogen sie im Tempo an und bekamen die Hausherren in Griff. Wie bereits im Bundesliga-Spiel am vergangenen Donnerstag war es Fabian Wiede, der als Regisseur agierte und damit aus einer starken Mannschaftsleistung noch herausragte.

Beim Stand von 10:10 gingen die Füchse in der ersten Welle nach vorn, Marko Kopljar läuft voraus und zieht zwei Abwehrspieler auf sich. Im letzten Moment spielt er einen blinden Pass auf Fabian Wiede in der Mitte, der täuscht an, duckt sich und tankt sich unter der Abwehr durch an den Kreis und trifft zum 11:10. Danach lief alles bei den Füchsen, jeder Angriff führte zum Tor und auf der Gegenseite landete der Siebenmeter von Saint-Raphael am Pfosten. Obwohl Marko Kopljar verletzt raus musste, wurde auf 16:11 erhöht. Beim 16:12 blieben nach der Füchse-Auszeit dann noch 13 Sekunden für den letzten Angriff. Der wurde ruhig ausgespielt, bis der überraschende Pass auf den ganz außen stehenden Hans Lindberg kam. Lindberg sprang in den Kreis, passte auf den ebenfalls einspringenden Steffen Fäth und der traf zum 17:12-Pausenstand.

Im zweiten Durchgang konnten die Füchse dann die Gastgeber nicht mehr so leicht herspielen. Viele kleine Nickligkeiten und Saint-Raphael kam immer wieder heran, ohne allerdings die Füchse ernsthaft zu gefährden. Deren Vorsprung schwankte zwischen vier und sieben Toren, bereits Mitte der zweiten Halbzeit war das Hinspielergebnis von 26:21 erreicht. Insofern war für den direkten Vergleich im Kampf um den Gruppensieg ein Vorsprung von fünf Toren notwendig. Dass ein Sieg den Einzug ins Viertelfinale bedeutete, das stand bereits vor Spielbeginn fest. Durch die Ergebnisse der anderen Gruppen stand fest, dass die Füchse mit einem Sieg nicht mehr schlechtester Zweiter werden können.

In den letzten zehn Minuten nahm das Spiel dann nochmals an Intensität zu, gerade als die Franzosen mit allen Möglichkeiten versuchten wenigstens den direkten Vergleich zu gewinnen. Doch die Füchse behielten die Nerven, gingen konzentriert zu Werke und konnten den Vorsprung sogar noch erhöhen. Durch den deutlichen Sieg mit 34:25 besteht für die Füchse nun sogar die Chance auf den Gruppensieg, wenn sie auch ihr letztes Spiel am kommenden Sonntag gegen Lugi Lund noch gewinnen.

Saint-Raphael Var Handball - Füchse Berlin 25:34 (12:17)

Heinevetter, Stochl;
Struck, Elisson 7, Drux, Vukovic, Mandalinic, Fäth 7, Kopljar 2, Wiede 4, Zachrisson 1, Lindberg 8/3, Gojun, Schmidt 3, Koch 2, Milde

Stimmen zum Spiel:

Velimir Petkovic, Trainer:
Das war vielleicht die beste Leistung von uns in der Rückrunde. Wir haben so souverän, phänomenal in der Deckung gestanden und wir haben uns ein paar leichte Tore ermöglicht. Wir haben auf jeden Angriff von Saint-Raphael die richtige Antwort gehabt. Der Torwart hat gehalten, aber es war nicht die Torwartleistung oder Fehlwürfe, von denen wir profitiert haben, sondern wir haben uns regelrecht die Bälle geklaut. Ein riesiges Lob an die Deckung und im Angriff hat Fabian Wiede Regie geführt, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe, das war phänomenal. Ein riesen Lob an die gesamte Mannschaft.

Bob Hanning, Geschäftsführer:
Kompliment an die Mannschaft, die heute gezeigt hat, wozu sie in der Lage ist. Das war ein toller Einsatz von allen Spielern, die gemeinsam gekämpft und gewonnen haben. Jetzt haben wir den Gruppensieg selbst in der Hand und wollen uns den auch am nächsten Wochenende gegen Lugi Lund sichern.

Volker Zerbe, Sportkoordinator:
Es war ein ganz, ganz starker Auftritt unserer Mannschaft. Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir besser sind als im Hinspiel zuhause. Das hat die Mannschaft bravorös gemacht. Die Abwehr hat gestanden wie eine Wand und im ersten Durchgang nur zwölf Tore zugelassen und daraus Tempo gemacht. Ein großes Lob an alle Spieler, weil sie füreinander da waren und gekämpft haben. Einziger Wermutstropfen jetzt so kurz nach dem Spiel ist die Verletzung von Marko Kopljar und wir müssen jetzt abwarten, was mit ihm ist. Ansonsten ganz großer Auftritt und eine starke Defensivleistung.

Silvio Heinevetter, Torhüter:
Wir wussten, dass wir besser spielen können als im Hinspiel, wo sie uns teilweise ja schon vorgeführt haben. Fünf Tore aufzuholen ist kein unmögliches Ergebnis um den direkten Gruppensieg zu schaffen, das war unser Ziel. Wir sind super ins Spiel reingekommen. Ich weiß gar nicht, wen ich nennen könnte, der nicht gut gespielt hat. Fabian hat super Regie geführt, Steffen hat seine Dinger reingemacht. Ich weiß jetzt nicht, was mit Marko ist, aber den brauchen wir. Wir freuen uns, das Hinspiel wett gemacht zu haben.




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