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30.03.2018|Spielbericht|rom

Füchse drehen das Spiel und vergeben am Ende doch einen Punkt - Paul Drux verletzt

In der ersten Halbzeit war der Spielverlauf ein kleiner Schock, zur Pause stand es beim TVB Stuttgart 12:17. Im zweiten Durchgang lief es dann sportlich rund, die Partie wurde gedreht und am Ende gab es einen offenen Schlagabtausch. Die Füchse mussten dann drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 24:24-Endstand hinnehmen. Außerdem musste Paul Drux in der 44. Minute verletzt vom Feld und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

In der zweiten Halbzeit stand die Abwehr
© Bildnachweis: TVB Stuttgart

Die Füchse kamen beim TVB Stuttgart gut in die Partie. Hatte zuletzt die Rückraumachse mit Steffen Fäth, Fabian Wiede und Marko Kopljar gut agiert, musste nach Kopljars Verletzung umgestellt werden. Für ihn kam Mattias Zachrisson in den Rückraum und von Beginn an wurde Druck aufgebaut. Durch Paraden von Silvio Heinevetter und auch Ballgewinne in der Abwehr konnte immer wieder die erste Welle oder direkte Tempogegenstöße gelaufen werden. Das 5:2 für die Füchse erzielte dann Hans Lindberg mit einem wunderschönen Rückhandpass von Zachrisson.

Dann kam allerdings Sand ins Getriebe. Tor ums Tor verkürzte der TVB, glich beim 5:5 aus und beim 7:8 lagen die Füchse zum ersten Mal in Rückstand. Nach einem Foul von Erik Schmidt und zwei Minuten gab es außerdem einen Strafwurf für die Hausherren zum 9:11. Danach hatten die Füchse sogar Glück, als TVB-Torhüter Johannes Bitter das leere Füchse-Tor verfehlte.

Dennoch war es jetzt der frühere National-Torhüter, an dem der Füchse-Angriff immer wieder scheiterte. Selbst der zuletzt so treffsichere Hans Lindberg scheiterte in der 27. Minute von der Strafwurflinie. Und so bauten die Stuttgarter den Vorsprung immer wieder aus, beim 12:17 zur Pause lagen die Füchse bereits fünf Tore zurück.

Wie ausgewechselt dann die zweite Halbzeit. Hatte Silvio Heinevetter in der Schlussphase des ersten Durchgangs auch Pech, begann jetzt Petr Stochl. Und der hatte eine gnadenlose Abwehr vor sich. Gerade einmal zwei Gegentreffer kassierten die Füchse bis zur 44., als der TVB zur Auszeit bat. Und im Angriff lief es jetzt wieder flüssiger, zeitweise wurde mit zwei Kreisläufern agiert und so war beim 19:19 wieder alles offen.

Schrecksekunde dann in der 44. Minute. Paul Drux, bis dahin schon gut im Spiel und mit wichtigen Treffern, knickt um und muss gestützt vom Feld gebracht werden. Dafür positive Nachrichten vom Spielfeld, in Überzahl trifft Steffen Fäth zum 22:20 und damit zur ersten Führung seit dem 5:4. Auch dank eines weiterhin bärenstarken Petr Stochls hatten die Füchse die Partie jetzt im Griff. Doch die Hausherren gaben nicht auf, kämpften um jedes Tor, die Füchse hielten nach Kräften dagegen. In den letzten Angriffen scheiterten die Füchse immer wieder am starken Bitter und mussten drei Sekunden vor Schluss den Gegentreffer zum 24:24-Endstand hinnehmen.

Stimmen zum Spiel

Velimir Petkovic, Trainer Füchse Berlin:
Ich bin enttäuscht über die erste Halbzeit, das ist nicht unsere Leistung und nicht unser Anspruch. Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir es besser können und deshalb ärgere ich mich. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Abwehrleistung und eine sensationelle Leistung von Petr Stochl. Leider hat aus unserer Sicht am Ende Johannes Bitter die entscheidenden Bälle gehalten und wir haben es nicht geschafft das entscheidende Tor zu machen. Das ist für uns sehr bitter, dass wir hier letztlich einen Punkt abgeben.

Volker Zerbe, Sportkoordinator Füchse Berlin:
Velimir Petkovic und ich sind außerdem schockiert über die Verletzung von Paul Drux. Er ist gerade so stark zurückgekommen nach seiner letzten Verletzung und jetzt fällt er wieder aus. Er ist komplett umgeknickt und das sieht nicht gut aus. Wir müssen aber jetzt erst einmal die Untersuchungen abwarten und wünschen ihm gute Besserung.

Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin:
Wenn man das ganze Spiel betrachtet, dann ist es vielleicht sogar ein gerechtes Unentschieden. Stuttgart ist wiedererstarkt und hat das die letzten Spiele gezeigt. Aber wir sind eine Spitzenmannschaft und wir müssen in so einem Spiel dann auch den Sack zumachen. Allerdings hat Johannes Bitter auch über das gesamte Spiel sehr gut gehalten und eine Weltklasseleistung gezeigt, gerade am Schluss zieht er uns dann den Zahn.
Bei Paul Drux müssen wir jetzt erst einmal die Untersuchungen abwarten. Paul ist in dem Moment umgeknickt und hatte keine Kontrolle. Er ist auch ein Spieler, der seinen Körper sehr gut kennt und nachdem was er mir gerade berichtet hat, befürchte ich, dass es eine Bänderruptur ist und er länger ausfallen wird.
Zu Petr Stochl fehlen mir ebenso die Worte, aber das angesichts seiner Leistung. Er hält in der zweiten Halbzeit unglaubliche 80% der Bälle auf sein Tor. Und das mit 41 Jahren. Der Mann gibt einfach immer 100%, ob das im Training mit den Torhütern aus der Jugend ist oder eben, wenn er bei den Profis im Tor steht.




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