Lade Daten...
Logo Füchse BerlinLogo Füchse Berlin
Füchse Berlin live und auf Abruf bei Dyn
15.11.2018|Spielbericht|kwa

Großer Kampf aber keine Punkte - Füchse verlieren mit 24:26 gegen die MT Melsungen

Am heutigen Donnerstagabend mussten sich die Füchse Berlin im Bundesliga-Duell mit der MT Melsungen mit 24:26 (11:15) geschlagen geben. Trotz der starken Leistung der jungen Truppe von Velimir Petkovic sprang am Ende nichts Zählbares heraus. Auch Clublegende Petr Stochl konnte mit seinen Paraden nicht genügend Einfluss nehmen. Hans Lindberg war mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer.

Petr Stochl parierte einen freien Wurf von Tobias Reichmann
© Bildnachweis: Foto Lächler

Die Füchse bissen sich zunächst an der körperlichen starken und kompakten Deckung der Gäste die Zähne aus. Erst als die Bewegung in die Tiefe besser funktionierte kamen die Füchse durch Siebenmeter von Kapitän Hans Lindberg zu Torerfolgen. In der zehnten Spielminute brachte der Däne die Hausherren durch seinen dritten verwandelten Strafwurf mit 3:2 in Führung.

Durch eine Zeitstrafe gegen Mijajlo Marsenic geriet der Hauptstadtclub anschließend aber mit 3:5 ins Hintertreffen. Beim 5:8 entschied sich Trainer Velimir Petkovic dann für eine Auszeit. Kurz nach der ersten taktischen Unterbrechung im Spiel, reagierte Petkovic erneut und stellte die aushelfende Clublegende Petr Stochl zwischen die Pfosten.

Dieser zahlte das Vertrauen in der Endphase des ersten Durchgangs zurück. Nachdem die Füchse bereits mit 8:14 in Rückstand lagen, gelang es ihnen durch Paraden von Stochl bis kurz vor der Pause auf 11:14 zu verkürzen. Schließlich ging es beim Stand von 11:15 in die Halbzeit.

Die Füchse hielten zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst den Anschluss. Somit stand es nach 39 Spielminuten nur noch 16:18 für die Gäste aus Melsungen. Nun war es immer wieder Petr Stochl, der seinen Kasten in dieser Phase zumauerte. Durch den Treffer von Mijajlo Marsenic konnte der EHF-Cup-Sieger auf 20:20-Unentschieden stellen. Dies brachte den Fuchsbau zum Toben.

Leider machte man sich durch Unkonzentriertheiten das Leben nun selbst etwas schwer. Nach der dritten Zeitstrafe gegen Marsenic, konnten die Gäste von der MT wieder auf 20:23 enteilen. Doch rund sechs Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte Johan Koch den erneuten Ausgleich zum 23:23. Allerdings zeigten sich die Gäste Nervenstark und ließen es nicht zu, dass die Füchse diese Partie nochmals umbiegen. Am Ende gewinnt die MT trotz des großen Engagements der Füchse mit 24:26 im Berliner Fuchsbau.

Füchse Berlin - MT Melsungen 24:26 (11:15)
Stochl, Heinevetter; Elisson 1, Matzken, Holm 3, Gojun, Genty, Lindberg 10/8, Simak 3, Matthes, Schmidt, Jallouz, Koch 1, Marsenic 4, Gliese 2

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):
Ich muss sagen, in dieser Situation war es phantastisch, was ich von meinen Jungs gesehen habe. Das war phänomenal. Ich bin nicht bekannt als jemand, der die Jungs lobt nach einer Niederlage, aber sie haben gefightet, gekämpft und alles gegeben.
Wir haben so viel Pech und so viele Verletzte. Die Spieler geben nicht auf, wir holen uns den Ball, machen den Ausgleich und machen auch das Führungstor und dann kommt jemand und entscheidet das Spiel, der das gar nicht entscheiden darf. Wenn der Schiedsrichter zur Bank kommt und sich entschuldigt für die Fehler, die er gemacht hat, dann kannst du nicht zufrieden sein nach so einem Spiel.
Aber auf der anderen Seite freue mich über den Auftritt meiner Mannschaft. Ich bin stolz, dass ich diese Jungs trainiere und stolz nun mit ihnen nach Aalborg fahren zu dürfen.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin):
Ich möchte mich bei Petr Stochl bedanken. Den haben wir aus dem wohlverdienten Ruhestand geholt. Jetzt könnten wir diskutieren ob das hilft, wenn man mal fünf Monate nicht trainiert. Petr hatte viele Angebote, weil ja nicht wenige Torhüter verletzt sind in der Liga, die er ausgeschlagen hat. Aber zu uns hat er gesagt, Bob, gar kein Thema, für die Familie spiele ich immer. Das sind die Momente, die einen glücklich machen.
Freddy Simak hat sich wie ich finde phänomenal entwickelt. Auch Lennart Gliese hat heute wieder mit Leidenschaft. Da passieren dann auch mal Fehler. Ich habe mich auch gefreut, dass Finn Lemke uns den Ball gegeben hat bei der Einwurfsituation kurz vor dem Abpfiff. Das ist einfach sportlich und fair. Wir haben heute ein tolles Publikum gehabt. Ich hätte mir und den Jungs von Herzen ein Unentschieden gewünscht.




Weitere News

12.04.2026|Spielbericht|pg

Gidsel mit der letzten Aktion zum Auswärtssieg

Spannung pur: Der Krimi endet positiv für die Füchse Berlin. Vier Sekunden vor der Schlusssirene beförderte der Welthandballer den Ball in die Maschen, viel mehr Nervenkitzel ging nicht. Am 28. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga gewann der Deutsche Meister mit 34:33 (17:15) beim TBV Lemgo ...

10.04.2026|Information|pst

Anwurfzeit und Gegner für das CL-Viertelfinale stehen fest

Die Füchse Berlin haben dank ihres Gruppensiegs in der Machineseeker EHF Champions League die Playoffs übersprungen und standen bereits als Teilnehmer des Viertelfinals fest. Nun ist auch klar, wann und gegen welches Team es dort geht: Einen Hochkaräter, den man aber bereits zweimal in dieser ...

09.04.2026|Vorbericht|pg

Teil eins der doppelten Lemgo-Erfahrung

An diesem Sonntag, 12. April, steht für die Füchse Berlin die nächste Auswärtsreise auf dem Programm. Ab 18 Uhr kommt es im Duell gegen den TBV Lemgo Lippe zum Abschluss des 28. Spieltags in der DAIKIN Handball-Bundesliga. Dabei ist es das erste von zwei aufeinanderfolgenden Spielen gegen das ...

05.04.2026|Spielbericht|pst

19 Paraden, 42 Prozent: Ludwig mit Sahnetag

Beim Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig haben die Füchse Berlin ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Am 39:26 (20:10) des 27. Spieltags in der DAIKIN Handball-Bundesliga hatte vor allem der Schlussmann Lasse Ludwig großen Anteil. Ein Ostergeschenk für die Fans.

05.04.2026|Information|pst

Neu! Füchse Handballschule by Chrischa Hannawald

Der Deutsche Meister geht einen nächsten Schritt in der Nachwuchsförderung und kooperiert mit der erfolgreichen Handballschule von Ex-Nationaltorhüter Chrischa Hannawald. So soll der Sport noch mehr Kindern auch außerhalb Berlins nähergebracht werden.