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23.06.2020|Information|kwa

Zwei Vereine, ein gemeinsamer Weg - Füchse Berlin und 1. VfL Potsdam

Beide Vereine haben sich in den letzten Jahren durch kontinuierliche und erfolgreiche Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Was bereits gut ist, kann noch besser werden - genau dieses Ziel steht im Fokus der sportlichen Kooperation der Füchse und Adler. Nun soll der Weg des VfL intensiviert werden, um in der Zukunft den Aufstieg in die zweite Bundesliga realisieren zu können.

Gemeinsame Pressekonferenz
© Bildnachweis: VfL Potsdam intern

Die Kooperation zwischen dem VfL Potsdam und den Füchsen Berlin verfolgt klare Ziele. In beiden Vereinen steht die Talentförderung mit an der Spitze der Vereinsphilosophie. Aufgrund der räumlichen Nähe und der gemeinsamen Interessen der Clubs gibt es seit vielen Jahren eine Kooperation. Durch die nun forcierte Intensivierung der Partnerschaft soll es dem VfL Potsdam gelingen den Sprung in die zweite Handball-Bundesliga zu schaffen. Dazu wurden bei den Adlern, in enger Zusammenarbeit mit den Füchsen, die Strukturen im Verein professionalisiert, um mit Expertise in allen Bereichen den nächsten Schritt machen zu können.

Axel Bornemann, der bei den Adlern als neuer sportlicher Leiter die Kaderzusammenstellung einer potenziellen Aufstiegsmannschaft ins Visier gefasst hat, steht für Jugendförderung und freut sich über die engere Zusammenarbeit: „mit der Intensivierung der Kooperation zwischen den Füchsen und dem VfL Potsdam zünden wir heute die nächste Stufe und freuen uns dadurch auf viele weitere Glanzlichter aus der Talentschmiede unseres gemeinsamen DHB-Stützpunktes Berlin-Potsdam. Für Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning steht die Ausbildung und Entwicklung von Nachwuchstalenten seit Jahren an oberster Stelle.

So ist er als Trainer der Berliner A-Jugend seit vielen Jahren hauptverantwortlich für die beste Nachwuchsarbeit im deutschen Handball. Unter ihm reiften unter anderem Fabian Wiede, Paul Drux, Tim Matthes und Kevin Struck zu Bundesliga- oder sogar Nationalspielern heran. Er weiß wie wichtig dabei die Zusammenarbeit mit Kooperationsvereinen ist und sieht die Entwicklung bei den Adlern als große Chance für Handballtalente aus dem Fuchsbau: „Mit der Kaderplanung und der damit einhergehenden professionalisierten Strukturen ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs des VfL in die zweite Liga deutlich gestiegen. Neben anderen guten Kooperationen ist es für uns von großer Bedeutung, einen solchen Verein vor der Haustüre zu haben, um unseren Talenten noch mehr Flexibilität in ihrer Entwicklung geben zu können."

Auch Alexander Haase, der bei den Adlern als Vorstand Sport fungiert, weiß um die neuen Möglichkeiten, die ein Zweitligateam aus Potsdam bieten könnte: „Es gibt für Nachwuchsspieler direkte Wege aus dem Jugendbereich in die Bundesliga oder sogar die Nationalmannschaft. Dort sind natürlich die Füchse Paul Drux und Fabian Wiede die Vorzeigebeispiele. Allerdings gibt es auch Spielerwege, die nicht auf dem direkten Pfad zum Ziel führen. Daher ist ein VfL Potsdam in der zweiten Liga ein unabdingbarer Bestandteil für die Handballregion Berlin-Brandenburg. Wenn der direkte Sprung nicht funktioniert, dann ist die zweite Liga ein unheimlich wichtiger Zwischenschritt." Beide Vereine freuen sich auf die engere Zusammenarbeit, um aufstrebenden Nachwuchstalenten noch mehr Möglichkeiten auf ihrem handballerischen Weg zu bieten.

VfL Potsdam mit fünf namhaften Neuzugängen - Kevin Struck als Ausrufezeichen!


Um das formulierte Ziel des Zweitligaaufstiegs umsetzen zu können, haben sich die Adler personell hochkarätig verstärkt. Insgesamt fünf neue Akteure darf der VfL zur neuen Saison in seinen Reihen präsentieren. An der Spitze der Verpflichtungen steht mit Kevin Struck ein Bundesligaerfahrener Profi, der den Weg aus dem Jugendbereich der Berliner bis hin zum Europapokalsieger und Vereinsweltmeister gegangen ist. Zudem haben drei weitere Neuzugänge einen Füchse-Hintergrund.

Der Aufstieg in die zweite Handball-Bundesliga ist das erklärte Ziel des 1. VfL Potsdam. Um dieses umzusetzen, hat der sportliche Leiter Axel Bornemann ganze Arbeit geleistet und direkt fünf hochkarätige neue Spieler verpflichtet. Dabei setzen die Adler auf drei neue Kräfte auf der rechten Angriffsseite. Mit dem spielintelligenten Esten Karl Roosna, der vom Zweitligisten HSG Krefeld nach Potsdam wechselt, und dem Portugiesen Nuno Rebelo, der bereits im letzten Saisonhalbjahr bei der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin aktiv war, kommen zwei starke Spieler für die rechte Rückraumposition.

Der dritte neue Linkshänder, der in der nächsten Saison für die Adler auf Torejagd gehen wird, ist David Cyrill Akakpo. Der 22-jährige Rechtsaußen kommt aus Essen nach Potsdam. Beim TUSEM gelang dem ehemaligen Jungfuchs in der vergangenen Saison gemeinsam mit Rolando Urios der Aufstieg in die LIQUI MOLY HBL. Nun wollen beide gemeinsam mit Potsdam den Sprung in Liga zwei realisieren. Denn auch Kreisläufer Urios, der bereits Bundesligaeinsätze für die Füchse Berlin vorweisen kann, wechselt zur kommenden Spielzeit zu den Adlern.

„Ich sehe viel Potential in dieser jungen Mannschaft. Wir haben Spieler mit Erfahrung aus der 1. und 2. Handball-Bundesliga dazubekommen und konnten viele weitere Leistungsträger halten. Zudem sind wir unserer nachwuchsfixierten Linie treu geblieben und haben elf Spieler im Kader, die in Berlin oder Potsdam die Sportschule besucht haben. Auch in Sachen Charaktere und Altersstruktur haben die Jungs alle Voraussetzungen, um eine erfolgshungrige Einheit zu werden", sagt VfL-Trainer Daniel Deutsch.

In dieser Einheit wird sicherlich Kevin Struck vorangehen. Der gestandene Bundesligaspieler wechselt nach vielen Jahren und Titeln im Fuchsbau nach Potsdam und wird somit zur Symbolfigur der Kooperation. „Ich hatte neun großartige Jahre in Berlin, in denen ich die Möglichkeit hatte mit herausragenden Spielern und Persönlichkeiten zu spielen. Ich werde nie vergessen, was ich in der Zeit alles lernen durfte. Jetzt freue ich mich auf meine neuen Mitspieler und kann es kaum erwarten mit ihnen gemeinsam wieder Handball zu spielen", so der Ex-Fuchs zu seiner Zeit in Berlin und zur Vorfreude auf die neue Herausforderung.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning, der in den vergangenen neun Jahren maßgeblich an der Entwicklung Strucks beteiligt war, traut dem 23-jährigen die Führungsrolle in Potsdam zu: „Kevin ist in den Jahren bei uns gereift. Ich glaube, dass er in Potsdam seinem Führungsanspruch gerecht werden wird und dass der VfL mit ihm und den weiteren Spielern den Schritt in die zweite Liga gehen kann." Diese hochkarätigen Verpflichtungen sind ein klarer Fingerzeig in Richtung Konkurrenz der dritten Liga. In Potsdam darf man sich auf eine spannende und ambitionierte Spielzeit freuen.




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