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22.09.2020|Information|khe

Füchse erkämpfen sich knappen Auswärtssieg in Ungarn

Die Füchse Berlin haben das Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde zur EHF European League gewonnen. Am Dienstagabend wurde der ungarische Vertreter Gyöngyösi KK mit 25:23 (12:9) bezwungen.

Rückhalt der Füchse: Dejan Milosavljev
© Bildnachweis: Gyöngyösi FKK

Die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert kam bei dessen Pflichtspiel-Premiere schwer in die Partie. Neuzugang Marian Michalczik suchte im Spielaufbau immer wieder Mijajlo Marsenic am Kreis oder traf ansatzlos ins Tor der Ungarn (3:3/7.). Keine Startschwierigkeiten hatte dagegen Torwart Dejan Milosavljev, der von der ersten Sekunde an hellwach war. Bis zur Halbzeit schraubte er sein Konto auf 8 Paraden (46% gehaltene Bälle). In der 18. Minute feierte zudem Simon Ernst nach langer Verletzungspause sein Comeback, musste aber bis zum Ende des ersten Durchgangs schon zweimal für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Stark präsentierte sich auch Kapitän Paul Drux mit drei Treffern, einen davon mit einem sehenswerten Unterarmwurf. Linkshänder Marko Kopljar war bis zur Pause viermal erfolgreich. Erst in der 25. Minute spielten die Hauptstädter die erster 2-Tore-Führung heraus. In die Kabine ging es dann mit einer 12:9-Führung für die Füchse.

Die Gastgeber kamen besser aus der Kabine und kamen durch zwei schnelle Tore heran (11:12, 34.). Auch weil die Berliner immer wieder am ungarischen Schlussmann Nagy scheiterten oder durch technische Fehler schnelle Gegentreffer hinnehmen mussten. In der 40. Minute gelang den Hausherren gar der Ausgleich, was Trainer Jaron Siewert zur Auszeit zwang. Dann ging Paul Drux voran, erzielte erst selbst den Treffer und zog im nächsten Anlauf eine 2-Minuten-Strafe. Der bis dato eher unauffällige Lasse Andersson war es, der am Ende mit dem 23:22 sowie 24:22 den wichtigen Auswärtssieg besiegelte. Hinten war Dejan Milosavljev mit 14 Paraden wichtiger Baustein des Erfolges, vorne war Marko Kopljar mit fünf Toren erfolgreichster Werfer.

In einer Woche steigt dann das Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle zum Einzug in die Gruppenphase der EHF European League (Di., 20.45 Uhr).

Statistik: Milosavljev (14 Paraden), Kopljar 5, Andersson 4, Drux 4, Matthes 4, Lindberg 3/2, Marsenic 2, Chrintz 2, Michalczik 1

Stimmen:

Jaron Siewert: "Über allem steht glaube ich der Sieg. Es war kein einfaches Spiel, sehr hitzig. Überraschend viele Zuschauer waren in der Halle und man hat teilweise gemerkt, dass der Gegner natürlich schon mehr Wettkampfpraxis hat. Soll aber auch keine Ausrede von unserer Seite aus sein. Man hat gesehen, dass bei uns die ein oder andere Sache nicht geklappt hat, sicherlich ein bisschen zu viele Turnover im Gesamtverlauf des Spiels gehabt. Dennoch gehen wir mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel. Ich bin guter Dinge, die Fehler aufarbeiten zu können und das Rückspiel auch positiv zu gestalten."

Marian Michalczik: "Gut, dass wir hier einen Sieg einfahren konnten. Ich glaube etwas holprig, sicherlich hätten wir das heute besser machen können. Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir eine bessere Chancenauswertung haben können und sicherlich mehr von unserer Abwehr profitieren. In der zweiten Halbzeit war es ein hitzigeres Spiel in der Atmosphäre. Sicherlich schön, sowas mal wieder erlebt zu haben, aber ich denke doch, das hätten wir etwas cooler gestalten können."




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