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27.03.2022|Spielbericht|khe

Die Löwen auch auswärts geschlagen

Die Füchse Berlin bleiben in der LIQUI MOLY HBL in der Erfolgsspur. Mit 29:24 (16:8) gewinnt der Hauptstadtklub bei den Rhein-Neckar Löwen, Hans Lindberg war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze der Berliner.

Leistungsträger Jacob Holm
© Bildnachweis: Foto Lächler

Im Nachholspiel des 14. Spieltages mussten die Füchse bis zur fünften Minute warten, bis sie durch Milos Vujovic das erste Mal in Führung gehen konnten (3:2). Ab diesem Zeitpunkt legten die Gäste Tor um Tor vor und erarbeiteten sich innerhalb von wenigen Minuten in der ersten Halbzeit eine komfortable Führung. Die Hausherren hielten bis zum 6:4 durch Jacob Holm mit (11.), anschließend zeigten die Füchse ein nahezu perfektes Spiel. Nach 22 Minuten erhöhte Hans Lindberg auf 13:5 und setzte den Schlusspunkt auf einen 7:0-Lauf. Auch das 7 gegen 6 als taktisches Mittel brachte den Löwen nichts ein. Im Gegenteil, zweimal trafen die Füchse ins leere Tor. Dejan Milosavljev nagelte, wie schon im Hinspiel, seinen Kasten zu, stand nach 12 Minuten bei vier Paraden und 50 Prozent gehaltener Bälle, bei Pausenpfiff waren es immer noch knapp 43 Prozent. Auf der anderen Seite war es Appelgren im Tor der Löwen, der schlimmeres für seine Vordermänner verhinderte und sieben Würfe parierte. Doch das Problem der Mannheimer blieb der Angriff. Während die Berliner konsequent die erste und zweite Welle suchten, um einfache Torabschlüsse zu erzwingen, zerbissen sich die Löwen die Zähne an der Füchse-Defensive. Und hinten bekamen sie Jacob Holm einmal mehr nicht in den Griff. Der dänische Weltmeister konnte Schalten und Walten, wie er wollte, traf sechs seiner sieben Versuche. Nur acht Mal musste Milosavljev in den ersten 30 Minuten hinter sich greifen, 16:8 lautete der Pausenstand für die Hauptstädter, die auch in der Wurfquote doppelt so gut aufgelegt waren wie die Rhein-Neckar Löwen (70 bzw. 35 Prozent).

Kurz nach Wiederanpfiff konnten die Füchse durch Lasse Andersson sogar auf zehn Tore stellen, das 19:9 war auch die größte Führung in der gesamten Partie (33.). Doch anschließend fehlte der Mannschaft von Jaron Siewert der Zugriff aus dem ersten Abschnitt und die Hausherren konnten verkürzen. Sieben Treffer gelangen den Berlinern bis zur 47. Minute, da waren die Löwen schon auf 23:19 dran. Kippen sollte das Spiel nicht mehr, dafür war die Zeit zu knapp und die Fehlerzahl zu groß bei den Gastgebern. Immer wieder bot sich die Chance, noch näher an die Füchse heranzukommen. Doch dann war es entweder Dejan Milosavljev, der glänzend parierte oder ein eigener technischer Fehler, der durch die konsequenten Füchse bestraft wurde. Der starke Jacob Holm verletzte sich zehn Minuten vor Ende an der Hand und konnte nicht mehr mitwirken, den 29:24-Sieg seiner Mannschaft konnte er dennoch mitfeiern. Mit 39:9 Punkten stehen die Füchse Berlin weiterhin auf Platz drei der Tabelle, der zweitplatzierte THW Kiel hat ein Spiel mehr absolviert (40:10). Am Montag reist die Delegation per Charterflug zum HBC Nantes zum Hinspiel im Achtelfinale der EHF European League (Di., 20.45 Uhr, DAZN), ehe es anschließend beim Bergischen HC (Do., 19:05 Uhr, Sky) um die nächsten Punkte geht.

Rhein-Neckar Löwen - Füchse Berlin 24:29 (8:16)

Löwen: Appelgren (7 Paraden), Birlehm (7 Paraden), Schmid 1, Zacharias 1, Kirkelokke 4, Knorr 5, Helander 2, Groetzki 5, Gislason 1, Nilsson 2, Kohlbacher 3

Füchse: Milosavljev (10 Paraden), Wiede 6, Holm 7, Andersson 4, Lindberg 8, Vujovic 1, Marsenic 3

Trainer Jaron Siewert (bei Sky): „Am Ende zählt der Sieg. Wir haben eine sehr sehr starke erste Halbzeit gespielt, was wir da in der Abwehr gemacht haben, war eine der besten Leistungen, die wir gezeigt haben. Das hohe Tempo war in der zweiten Hälfte nicht mehr da, aber wir haben noch eine harte Woche vor uns. Für uns war es wichtig, die Punkte zu holen."

Jacob Holm (bei Sky): „Insgesamt sind wir sehr zufrieden, wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir eventuell etwas zu locker gespielt. Vorne und hinten war es stark, aber insbesondere unsere Abwehr mit Dejan im Tor war wichtig. Solange wir eine Chance haben, den Champions-League-Platz zu erreichen, geben wir 100 Prozent."




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