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20.05.2023|Spielbericht|khe

Lindberg bricht Rekord bei Heimsieg über Minden

Mit 12 Toren wirft Hans Lindberg die Füchse Berlin zum 42:35-Heimsieg über GWD Minden und sich selbst an die Spitze der ewigen Torschützenliste in der Handball-Bundesliga.

Ewiger Rekordtorschütze der Bundesliga: Hans Lindberg
© Bildnachweis: Sylvia Göres

Am Tag des Kinderhandballs mit mehr als 1000 Kindern in der Max-Schmeling-Halle zeigten die Füchse von Beginn an eine engagierte Leistung. Über das Tempospiel und eine kompakte Abwehr kamen die Hausherren immer wieder schnell vor das Tor der Gäste aus Minden. Vor allem Hans Lindberg war an diesem Abend gut aufgelegt. Bis zur Pause traf der Routinier acht Mal, auf dem Weg zum erfolgreichsten Torschützen aller Zeiten in der Handball-Bundesliga fehlten ihm zur Pause also nur noch drei Tore. Sein dritter Treffer an diesem Abend war gleichzeitig das 6:2 (9)., hinten parierte Dejan Milosavljev vom Siebenmeter und vorne war es wieder der Däne, der erhöhte (11:5/17.). Diesen Vorsprung hielte der Hauptstadtklub auch über die Halbzeit hinweg, in die Pause ging es dann mit einer 20:15-Führung und erneut mit einer offensiv starken Leistung.

Daran knüpften die Hausherren direkt an, doch auch Minden spielte mit. Die abstiegsbedrohten Gäste nahmen das Tempo an und steckten nicht auf. So kam das Team von Frank Carstens auf drei Tore heran. Nach 45 Minuten war es wieder ein enges Spiel. Dann kam ein historischer Moment. Das 32:26 durch Hans Lindberg in der 47. Minute war das 2906 Tor des Dänen in der Handball-Bundesliga. Damit setzte er sich an die Spitze der ewigen Torschützenliste. Die Halle tobte, die Uhr durfte nach Rücksprache mit dem Kampfgericht und GWD Minden angehalten werden und der historische Moment wurde gefeiert. Bei Wideranpfiff setzten die Füchse ihren Siegeszug fort, durch einen 5:0-Lauf stand es plötzlich 36:27 und Berlin war komfortabel in Führung. Spätestens jetzt glich der Abend einer einzigen Party. Mathias Gidsel zeigte immer wieder sein Können, Hans Lindberg traf noch zum 12. Mal an diesem Abend und die Füchse. 42:35 ging diese extrem torreiche und geschichtsträchtige Partie am Ende aus. Emotional mit Videogrußbotschaften für den Torschützenkönig und Sprechchören ging es in die Nacht.

Füchse Berlin - GWD Minden 42:35 (20:15)

Berlin: Milosavljev (7 Paraden, 1 Siebenmeter), Kireev (1 Parade), Wiede 3, Darj 1, Holm 4, Andersson 4, Lichtlein 1, Lindberg 12/5, Gidsel 11, Freihöfer 3, Marsenic 3

Minden: Semisch (7 Paraden), Shamir (1 Parade), Hakaj 5, Janke 1, Korte 2, Johannsson 2, Ahouansou 6, Pehlivan 4, Holpert 2, Staar 1, Sebetic 1, Bitsch 1, Urban 4, Darmoul 6/3

Jaron Siewert: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, mit Spielwitz und Tempo und bis zum 16:10 war alles in Ordnung. Mit den ersten 15 Minuten war ich sehr zufrieden, dann kassieren wie zuviele Tore im schlechten Rückzug. Aber ich möchte nicht alles negativ reden, 42 Tore ist eine Top-Leistung im Angriff. Auch Mathias Gidsel hat heute wieder eine Top-Leistung gezeigt. Aber der Rekord von Hans Lindberg überstrahlt natürlich alles. Der Sieg hätte höher als mit 7 Toren sein können aber auch weniger, daher können wir zufrieden sein." Stefan Kretzschmar: "Ich hätte heute ungern gegen uns spielen wollen, denn beim Training in der Woche hat es ordentlich geknistert. Die Stimmung war so, dass sie unbedingt gewinnen wollten, und ich hatte von der ersten Sekunde keine Zweifel daran. Aber egal ob wir gewonnen haben, die Leistung von Hans Lindberg überstrahlt alles. Er hat jeden Applaus heute mehr als verdient. Danke an Minden, dass sie die Zeremonie mitgemacht haben, das ist großer und fairer Sportsgeist."




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