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16.12.2023|Spielbericht|khe

Füchse gewinnen auswärts in Lemgo

Mit 32:29 (17:16) gewinnen die Füchse Berlin beim TBV Lemgo Lippe das letzte Auswärtsspiel des Jahres. Während Paul Drux nach langer Verletzung sein Comeback feierte, waren Dejan Milosavljev (16 Paraden) und Mathias Gidsel (10 Tore) die Sieggaranten für den Hauptstadtklub.

Erfolgreiches Comeback von Paul Drux
© Bildnachweis: Paul Cohen

In der 14. Minute war es so weit: Nach über sieben Monaten feierte Kapitän Paul Drux sein Comeback bei den Füchsen Berlin. Im April riss sich der Rückraumspieler beim DHB-Team die Achillessehne. Jetzt kam er zum ersten Mal in der Abwehr zum Einsatz. Diese musste hart arbeiten, um beim TBV Lemgo Lippe zu bestehen, denn die Gastgeber gingen das Spiel körperlich an. In der Anfangsphase war es Berlins Nils Lichtlein, der mit schnellen Bewegungen die Abwehr der Hausherren überwinden konnte. So jeweils zum 2:1, 4:3 und 6:5 (10.). Mijajlo Marsenic traf anschließend vom Kreis zur ersten 2-Tore-Führung, generell lief bei den Füchsen im Angriff alles über das Zentrum. Hans Lindberg auf Rechtsaußen hatte keinen einzigen Wurfversuch, Linksaußen Jerry Tollbring scheiterte einmal im Tempogegenstoß. Das Spiel über den Kreis aber funktionierte, auch weil Mathias Gidsel in seinen Angriffsaktionen extrem gefährlich war. Die Treffer 11, 12 und 13 gingen auf sein Konto, das 14:11 dann wieder mach starkem Pass durch Marsenic am Kreis (23.). Doch absetzen konnten sich die Füchse nicht, Lemgo blieb hartnäckig und verkürzte wieder. So ging es mit einer 17:16-Führung für die Gäste in die Pause.

Im zweiten Abschnitt lief es dann noch besser für die Füchse. Hans Lindberg traf zum 18:16 in der 32. Minute, Lasse Andersson erhöhte fünf Minuten später auf 22:17 mit einem Wurf ins verwaiste Tor. Das 24:19 in der 40. Minute war exakt der gleiche Ablauf, das Sieben gegen Sechs von Lemgo wurde durch die Parade von Dejan Milosavljev und das schnelle Umschalten des Dänen direkt bestraft. Jetzt war es Berlins Schlussmann, der dem Spiel den Stempel aufdrückte und immer, wenn es knapp zu werden schien oder das Momentum wechseln würde, mit einer Parade zur Stelle war. So ging das Team von Jaron Siewert mit einem 5-Tore-Polster in die Crunchtime. Zwei Siebenmeter und einen Nachwurf entschärfte Milosavljev, vorne traf Mathias Gidsel zwei Minuten vor Schluss zum 31:26. Am Ende gewinnen die Füchse beim Comeback von Paul Drux mit 32:29 in Lemgo auch das letzte Auswärtsspiel des Jahres. Zu Ende geht das Jahr nächste Woche mit zwei Heimspielen gegen Stuttgart am Dienstag und Leipzig am Freitagabend.

TBV Lemgo Lippe - Füchse Berlin 29:32 (16:17)

Lemgo: Kastelic (13 Paraden), Hutecek 4, Theilinger 1, Zehnder 5/1, Brosch 1, Laerke 1, Carstensen 1, Suton 5, Zerbe 2, Versteijnen 7, Petrovsky 2

Berlin: Milosavljev 16 Paraden (2 Siebenmeter), Andersson 7, Lichtlein 5, Lindberg 4, Gidsel 10, Marsenic 6

Trainer Jaron Siewert: „Es war ein wirklich hartes Spiel heute. Wir reißen das Spiel früh an uns und dafür ist die Halbzeitführung mit nur einem Tor eigentlich zu gering. Das Sieben gegen Sechs von Lemgo ist schwer zu verteidigen und dennoch können wir uns hier im zweiten Durchgang auf fünf Tore absetzen. Das Polster hat uns dann Sicherheit gegeben. Dejan Milosavljev war überragend und hat uns die Sicherheit zusätzlich gegeben, uns mit den Paraden im Spiel gehalten. Ich denke, über 60 Minuten gesehen haben wir heute hier verdient gewonnen."

Paul Drux (bei DYN): „Ich glaube wir haben gerade in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir das Sieben gegen Sechs besser lösen konnten und haben, dann ein oder zwei Tempotore gemacht, die dem TBV wirklich wehgetan haben und geben das Spiel auch nicht mehr aus der Hand. Es war toll, nach so langer Zeit wieder dabei sein zu können und man hat gemerkt, was man die letzten sieben Monate vermisst hat. Die harte Arbeit für das Comeback hat sich definitiv gelohnt."




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