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26.12.2007|Spielbericht|ATz/RM

Füchse unterliegen beim Tabellenvierten Nordhorn mit 30:36

In der Bundesligapartie am zweiten Weihnachtsfeiertag mussten sich die Füchse Berlin bei der HSG Nordhorn 36:30 geschlagen geben. Nach fünf Toren in seiner ersten Partie, konnte Neuzugang Michal Kubisztal wieder sechs Treffer zur respektablen Leistung der Berliner Mannschaft beitragen. Ebenfalls sechs Treffer, davon vier Strafwürfe, erzielte Konrad Wilczynski. Für die Nordhorner war Jan Filip überragender Mann auf dem Parkett. Elf mal traf der tschechische Nationalspieler.

Hatte Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel im Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke bereits mit Michal Kubisztal auf der Königsposition begonnen, stand beim Auswärtsspiel in Nordhorn am zweiten Weihnachtstag nun auch Bartlomiej Jaszka als Spielmacher in der Startformation. Gemeinsam mit Mark Bult im rechten Rückraum sorgten die Füchse Berlin von Beginn an für Druck aus dem Rückraum. Zudem offenbarten die polnischen Neuzugänge eine technische Perfektion, die auch die anderen Spieler mitriss. Lommel konnte damit fast beliebig variieren und insbesondere Kjetil Strand wurde flexibel im Rückraum eingesetzt. Auf der anderen Seite sorgte eine offensive 5:1-Abwehr zu Beginn dafür, dass Weltmeister Holger Glandorf nicht ins Nordhorner Angriffsspiel eingebunden werden konnte und auch später im Spiel nur wenig Akzente setzen konnte, am Ende sollte er nur auf drei Treffer kommen.

Die Füchse starteten mit ihrer kämpferischen Einstellung und großer taktischer Disziplin sehr gut in die Partie, gingen sogar mit 2:0 in Führung. Die HSG konnte zwar ausgleichen und ihrerseits in Führung gehen, mit seinem ersten Tor im Füchse-Trikot zum 4:4 gelang Jaszka wieder Ausgleich. Immer wieder geht Nordhorn in Führung, kann sich allerdings nie absetzen. Den Anschluss verlieren die Füchse nicht einmal, als HSG-Keeper Peter Gentzel innerhalb von zwei Minuten die Strafwürfe von Konrad Wilczynski und Kjetil Strand parierte. Auf beiden Seiten entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, bei dem dann auch der Kempatrick durch Jan Filip nach einem Anspiel von Maik Machulla die 4.200 Zuschauer im ausverkauften Euregium begeisterte.

Beim 13:11 in der 24. Minute gelang den Hausherren erstmals die doppelte Führung, die bis zur Pause sogar noch auf 16:13 erhöht wurde. Mit der respektablen Leistung im Rücken treten die Füchse nach der Pause selbstbewusst auf das Parkett. Beim 17:16 in der 34. Minute waren die Gäste wieder in Schlagdistanz, insbesondere Neuzugang Kubisztal präsentierte mehrfach seine Wurfgewalt aus dem Rückraum. In der Folge finden die Füchse dann allerdings keinen Weg mehr durch die Nordhorn-Abwehr. Wieder einmal war es Kubisztal, dem wieder ein Treffer für die Füchse zm 22:18 gelang. Statt nun aber ins Spiel zurückzufinden liesen sich die Füchse auskontern. Immer wieder traf Jan Filip, der es am Ende auf 11/6 brachte, durch Tempogegenstoß.

Mit entsprechend Druck aus dem Rückraum wollen die Füchse nun die einfachen Tore ziehen. Die Folge sind stattdessen Fehlpässe und Ballverluste, die bis Ende des zweiten Durchgangs zu einem Rückstand von neun Toren (34:25) führte. Erst als die Füchse wieder etwas ruhiger werden und Lindgren zwischen seinen Spielern rotieren konnte wurde der Abstand wieder kleiner. Die deutliche Niederlage in Lemgo (38:24) im Hinterkopf stemmten sich das Füchse-Team gegen eine zweistellige Niederlage. Letztlich ist es der Mannschaftsmoral zuzuschreiben, dass die Füchse den Rückstand bis zum 36:30-Endstand wieder auf sechs Tore reduziert hatte. Sehr zufrieden zeigte sich dann auch Lommel mit dem präsentierten spielerischen Konzept, ganz zufrieden mit den ersten Einsatzzeiten für Bartlomie Jaszka, sowie dessen Landsmann Michal Kubisztal: "Unsere beiden Neuzugänge aus Polen machen mir große Freude, weil sie auch einen technisch hochwertigen Handball spielen."

Direkt nach Spielende gaben die Füchse Berlin noch den sofortigen Wechsel von Christian Caillat von den Rhein-Neckar-Löwen an die Spree bekannt -> siehe separate News.


Stimmen zum Spiel:

Ola Lindgren, Trainer HSG Nordhorn:
"Wir haben drei ganz schwere Auswärtsspiele gehabt und man konnte heute natürlich sehen, dass wir schwere Beine haben. Im Angriff haben wir gute gespielt und immer Lösungen gefunden. Wir haben auch dieses Spiel genutzt um viel zu wechseln und Kräfte zu verteilen."

Jörn-Uwe Lommel, Trainer Füchse Berlin:

"Ich bin unter dem Strich mit dem Ergebnis zufrieden. Nichts desto trotz bin ich etwas traurig, dass wir nach der ersten Halbzeit etwas den Faden verloren haben. Unsere beiden Neuzugänge aus Polen machen mir große Freude, weil sie auch einen technisch hochwertigen Handball spielen. Mit den beiden Polen haben wir einen guten Griff getan und dann heute auch mal Handball gespielt. Deshalb bin ich heute auch einmal relaxt."




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