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24.04.2025|Spielbericht|pst

Sieg im letzten CL-Heimspiel legt Grundstein

Mit dem 37:29 (14:15) im heimischen Fuchsbau haben die Berliner einen großen Schritt in Richtung Finalturnier in Köln gemacht. Im Viertelfinal-Hinspiel der Machineseeker EHF Champions League hatten die Dänen von Aalborg Håndbold das Nachsehen, weil die Füchse wahre Comeback-Qualitäten zeigten.

Tim Freihöfer war gegen Aalborg einmal mehr von Linksaußen sowie vom Strich aus treffsicher.
© Bildnachweis: Lächler

Im ersten Durchgang dieser Partie lag das Team des Trainer Simon Dahl bereits mit sechs Toren in Front, Aalborg erwischte den deutlich besseren Start. Doch die Füchse Berlin dachten nicht ans Aufgeben. Angetrieben von 8520 lautstarken Zuschauern in der fast ausverkauften Max-Schmeling-Halle schaffte das Team von Coach Jaron Siewert den Turnaround. Den 14:15-Halbzeitrückstand drehte der Hauptstadt-Club schnell im zweiten Spielabschnitt, nach 60 Minuten zierte ein 37:29 die Anzeigetafel. Somit geht der HBL-Tabellenführer mit einem Polster von acht Toren in das Rückspiel am kommenden Mittwoch.

Bei einer mental starken Vorstellung der gesamten Mannschaft stach Mathias Gidsel als bester Werfer heraus. Seine elf Treffer brachten die EHF auch dazu, den dänischen Welthandballer im Match of the Week zum Man of the Match zu küren. Doch auch die beiden Außenspieler Tim Freihöfer (neun) und Hakun West av Teigum (sieben) zeigten sich in Torlaune. Zwischen den Pfosten ergänzten sich die beiden Torhüter der Füchse Berlin perfekt. Nach seiner Einwechslung brachte Lasse Ludwig den erhofften Impuls, später wurde Dejan Milosavljev zum Siebenmeterkiller.

Der nachverpflichtete Aalborger Sander Sagosen setzte derweil den ersten Nadelstich, Simon Hald Jensen erhöhte auf 2:0. Lasse Andersson gelang nach zwei Minuten gegen seine dänischen Landsmänner der erste Füchse-Treffer, worauf Berlins Torhüter Dejan Milosavljev seine Premierenparade folgen ließ. Daraufhin verpassten die Gastgeber es aber, den Ausgleich zu erzielen, liefen einem knappen Rückstand hinterher. In der Offensive fehlte bis dato die Kaltschnäuzigkeit, in der Abwehr der komplette Zugriff auf die Kontrahenten. Doch die Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle halfen lautstark mit, die Füchse zu unterstützen, auch als Mijajlo Marsenic nach einer Viertelstunde bereits die zweite Zeitstrafe erhielt.

Weil sich die technischen Fehler im Angriff allerdings häuften, und die Aalborger im eigenen Abschluss eiskalt blieben, konnten sich die dänischen Gäste mit fünf Toren absetzen. Weil Nils Lichtleins Abschluss nur an den Pfosten ging, erhöhte Mads Hoxer sogar auf 13:7 (20.). Milosavljevs gehaltener Ball sowie die Tore von Gidsel und Hakun West av Teigum ließen vor der Pausensirene noch einmal Hoffnung aufkeimen. Der erste Ball nach seiner Einwechslung kam nicht an Füchse-Keeper Lasse Ludwig vorbei, sodass av Teigum den Hauptstadt-Club auf drei Tore heranbrachte, Tim Freihöfer verkürzte nach einer erneut geglückten Abwehraktion auf 12:14 (25.). Lukas Herburger stellte sogar auf Minus eins. Andersson hatte auf das leere Tor die Chance auf den Ausgleich, doch mit 14:15 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war es Gidsel, der sofort auf Remis stellte. Nachdem er weitere zweimal ausglich und dann auch noch einen Steal in der Defensive verzeichnete, brachte der Rechtsaußen av Teigum nach 35 Minuten die erste Füchse-Führung, 18:17. Weil Ludwig im Kasten der Berliner weiter glänzte, konnte ein weiterer ehemaliger Jungfuchs auf Plus zwei erhöhen. Freihöfer verwandelte per Siebenmeter zum 20:18 (37.). Als Milosavljev einen Wurf vom Strich parierte, waren die Fans auf der Tribüne kaum zu halten. Das Torhüter-Duo ergänzte sich perfekt. Per Dreher überwand der aktuelle Welthandballer Gidsel seinen Vorgänger Niklas Landin und erhöhte eine gute Viertelstunde vor dem Ende auf 25:23. Dann musste Mijajlo Marsenic wegen der dritten Zeitstrafe allerdings vom Feld und die Berliner mussten sich dagegenstemmen.

Milosavljevs Parade ermöglichte es den Füchsen, zehn Minuten vor dem Spielende das 30:26 zu erzielen. Der wieder genesene Fabian Wiede traf sehenswert per Heber. Weil der serbische Rückhalt im Berliner Gehäuse einmal mehr zum Siebenmeterkiller avancierte, erhöhte der stark aufgelegte Freihöfer den Vorsprung auf fünf Tore. Bis zum Schluss blieben die Deutschen fokussiert und konnten mit 37:29 gewinnen. Der Vorsprung ist ein gutes Polster, doch in der kommenden Woche geht es noch einmal über 60 Minuten um den Einzug in das TruckScout24 Final4 in Köln. Am Mittwoch, 30. April, steht um 18.45 Uhr das Rückspiel in Aalborg an.

Jaron Siewert: "Wir haben ein Viertelfinale mit acht Toren gewonnen. Was soll ich sagen? Wir sind wirklich glücklich. Der Beginn des Spiels war nicht so wie gewünscht. Sie haben mit Landin einen tollen Torhüter, wir haben in der ersten Halbzeit viele Abschlüsse verworfen. Aber wie wir uns von diesem Rückstand erholt haben, da bin ich wirklich stolz auf meine Mannschaft. Die Stimmung und die Energie waren wieder da. In der zweiten Halbzeit spielten wir mehr so, wie wir unser Spiel spielen wollen, mit schneller Ballbewegung im Angriff und im Gegenstoß. Das Ergebnis ist ein bisschen ungerecht für Aalborg, denn ich denke, es war knapper. Für uns ist es eine große mentale Aufgabe, auf das Spiel in Aalborg vorbereitet zu sein und uns keineswegs zufrieden zu geben. Das müssen wir auch mitbringen, wenn wir zum Final4 nach Köln fahren wollen. Es ist eine gute Chance, aber im Handball haben wir alles gesehen. Wir werden uns gut vorbereiten."

Tim Freihöfer: "Es war toll heute, die Stimmung war irre. Aber das war nur das Hinspiel. Wir wollen in Aalborg weitermachen. Wir fahren dorthin und wollen auch das zweite Spiel gewinnen. Dann wären wir in Köln und das ist das Ziel."

Füchse Berlin: Ludwig (6 Paraden), Milosavljev (8); Wiede (1), Darj, Prantner, Andersson (4), Lichtlein (3), Gidsel (11), Freihöfer (9), Langhoff, Beneke, Grüner, Herburger (1), av Teigum (7), Marsenic (1).

Aalborg Håndbold: Landin (8 Paraden), Norsten (1); Nilsson (3), Sagosen (3), Barthold (1), Hald Jensen (3), Hoxer (7), Thurin, Larsen, Vlah (4), Bjørnsen (4), Möller (1), Møllgaard (1), Antonsen (1), Juul, Munk (1).




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