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15.06.2025|Spielbericht|pst

Finalniederlage in Köln, doch beste CL-Platzierung

Im Endspiel des TruckScout24 EHF FINAL4 haben die Füchse Berlin mit 26:32 (12:16) gegen den SC Magdeburg verloren. Zwar hat der frischgebackene Deutsche Meister keine ausreichend gute Leistung auf die Platte gebracht, kann jedoch trotzdem auf die beste Königsklassen-Platzierung der Vereinsgeschichte sowie auf eine unvergessliche Saison zurückblicken.

Die Füchse Berlin unterliegen im Finale der Machineseeker EHF Champions League dem SC Magdeburg.
© Bildnachweis: Köppen

Das deutsch-deutsche Finale der Machineseeker EHF Champions League hatte ein Handball-Spektakel versprochen, dieses zündeten allerdings vor allem die Kontrahenten des SC Magdeburg. Bei der Truppe aus Sachsen-Anhalt überragte vor allem der Torhüter Sergey Hernandez Ferrer, der mit 18 Paraden eine Quote von fast 43 Prozent aufwies. Daran bissen sich die Füchse Berlin die Zähne aus, als beste Berliner Werfer hatten nur Hakun West av Teigum und Mathias Gidsel (beide sieben Treffer) immer wieder eine Lösung parat. Letzterer, der dänische Welthandballer, krönte sich mit am Ende 135 Treffern zum Torschützenkönig der Königsklassen-Saison. Zwischen den Pfosten sorgte immerhin Lasse Ludwig mit zwölf Paraden (Quote: 31 Prozent) für Hoffnung bei den Spielern sowie den Füchse-Fans in der mit 20.074 Zuschauern ausverkauften Lanxess Arena in Köln.

Den ersten Angriff der Partie hatte der SC Magdeburg, scheiterte allerdings in Person von Felix Claar. Doch auch Mijajlo Marsenic traf im ersten Abschluss der Füchse Berlin nur die Latte. Weil der Gegner aber wieder scheiterte, stellte Nils Lichtlein auf 1:0 für den Club aus der Hauptstadt. Nach einem missglückten Angriff lagen sie erstmals zurück, doch Mathias Gidsel glich aus (4.). Eiskalt vom Siebenmeterstrich verwandelte Tim Freihöfer zum 3:3 (7.). Nach einem technischen Fehler der Magdeburger war es erneut der ehemalige Jungfuchs, der die Führung für die Berliner brachte. Hakun West av Teigum sorgte für Aufsehen, indem der Färinger auf der Rechtsaußen-Position einen Pass antäuschte, seinen Gegenspieler ins Leere schickte und dann einnetzte (9.). In der elften Minute setzte sich Lichtlein über die ungewohnte halblinke Seite durch.

Ein technischer Fehler sowie ein Fehlwurf der Füchse brachte die Mannen aus Sachsen-Anhalt wieder in Front. Doch die Truppe von Trainer Jaron Siewert blieb dran, unter anderem durch einen weiteren Treffer von av Teigum. Bei einem SCM-Kempa-Versuch warf sich Matthes Langhoff nach 20 Minuten dazwischen, doch die Schiedsrichter gaben dennoch den Siebenmeter. Jenen warf Omar Ingi Magnusson an den Querbalken, Lasse Andersson belohnte sein Team mit einer Rückraumrakete (21.). Auf den Torhüterwechsel zwischen den Berliner Pfosten glückte Lasse Ludwig direkt ein gehaltener Abschluss. Während sich die Magdeburger absetzen können, verwandelte Freihöfer erneut vom Strich aus. Weil aber mit Näherrücken des Seitenwechsels immer weniger Zahnräder ineinandergriffen, gingen die Füchse mit einer Hypothek von vier Toren in die Kabine. Halbzeitstand 12:16.

In den zweiten Durchgang starteten die Füchse mit einem Freihöfer-Abschluss, den Sergey Hernandez Ferrer vereitelte. Weil aber auch Berlins Keeper Ludwig die Finger an den Ball bekam, markierte av Teigum den ersten Treffer in Halbzeit zwei. Nachdem der Magdeburger Antonio Serradilla Cuenca Kreisläufer Marsenic im Gesicht traf und die Rote Karte sah, setze Gidsel mit einem ansatzlosen Treffer einen hinterher. In einer weiter hitzigen Partie trug sich dann auch Langhoff in die Torschützenliste ein. Trotz hohem Rückstand eine gute Viertelstunde vor dem Ende der Partie steckte der frischgebackene Deutsche Meister nicht auf: Einer Ludwig-Parade folgte ein Marsenic-Treffer. Doch weiter fehlte häufig im Abschluss die Effizienz sowie das nötige Glück.

Freihöfer verkürzte dann auf Minus vier (20:24, 46.). Während Ludwig weiter gut im Spiel ist, kommen seine Vordermänner allerdings weiter nicht ins Abwehrspiel. So blieb es beim Polster für den SCM. Wieder Ludwig und dann ein zauberhaftes Anspiel von Lichtlein auf Gidsel brachten das 24:27 (51.). Immer wieder fanden die Berliner Akteure ihren Meister allerdings in Magdeburgs Torhüter Hernandez. Weil nichts zusammenlief und der Deutsche Meister ins Risiko gehen musste, wurde es immer deutlicher. Nach 60 Minuten stand eine 26:32-Finalniederlage.

Trainer Jaron Siewert: „Gratulation an Magdeburg, das war ein verdienter Sieg heute. Ich denke, Sergey Hernandez Ferrer war einer der Hauptgründe dafür. Er hat ein unglaubliches Spiel abgeliefert. Wir haben nur 26 Tore geworfen, was in dieser Saison selten vorkam. Sonst werfen wir meistens mehr als 30 Tore. Das war der Schlüssel für Magdeburg, dass sie eine sehr gute Abwehr gestellt haben. Wir kamen nicht in unserem Flow. Wir kamen nicht ins Tempospiel. Wir haben zudem zu viele Abschlüsse liegen lassen. Aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen und stolz auf die Saison zurückblicken.“

Kapitän Max Darj: „Magdeburg hat es heute verdient, weil sie besser waren als wir. Wir schauen zurück auf diese Saison und können unfassbar stolz sein. Wir hatten eine tolle Saison, auch wenn wir heute nicht das gute Spiel auf die Platte gebracht haben, wie wir es gewohnt sind. Es ist gerade schwer, aber wir werden zurückkommen.“

Füchse Berlin: Ludwig (12 Paraden), Milosavljev; Wiede, Darj, Prantner, Štrlek, Andersson (1), Lichtlein (3), Gidsel (7), Freihöfer (5/4), Langhoff (1), Beneke, Grüner, Herburger, av Teigum (7), Marsenic (2).

SC Magdeburg: Hernandez (18 Paraden), Portner; Claar (6), Zechel, Kristjansson (8), Pettersson (3), Magnusson (6/5), Serradilla (1), Hornke, Weber (1), Lagergren (2), Mertens (2), Saugstrup (3), O’Sullivan, Damgaard, Bergendahl.




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