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20.02.2008|Spielbericht|RM

Füchse mit Rehabilitation in Mannheim

Die Füchse Berlin mussten bei den Rhein-Neckar-Löwen die erwartete Auswärtsniederlage einstecken. Mit 35:40 (14:19) fiel diese vom Torverhältnis her allerdings moderat aus. "Wir wollten ein besseres Ergebnis erzielen als Hamburg" spielte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel mit einem Grinsen auf die 33:40-Niederlage des HSV am vergangenen Sonntag bei den Löwen an. Erfreulich, dass nicht nur Neu-Nationalspieler Markus Richwien mit sieben Treffern und einem nahezu fehlerfreien Spiel glänzte. Auch Mark Bult scheint zu alter Form zurückzukehren und erzielte 8 Tore. Am kommenden Sonntag geht es für die Füchse nun gegen den SCM Magdeburg.

"Nach dem sensationellen Spiel der Löwen gegen Hamburg kam ein wenig Hoffnung auf Außenseiterchancen auf." bekannte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel, dass er den 40:33-Sieg der Löwen gegen Hamburg am vergangen Sonntag durchaus als Vorteil für seine Mannschaft sah, "So eine Leistung wie gegen Hamburg ist nicht zu toppen." Lommels Hoffnungen wurden aber bereits früh zerstört, denn bei den Füchsen tauchte ein Problem auf, das eigentlich nach der Hinrunde ausgemerzt zu sein schien. "Wir haben den Start verpennt und dann die Zweikämpfe nicht angenommen", versuchte er den misslungen Start in die Partie auch nicht zu beschönigen. Erst in der 13. Minute erzielte Mark Bult das dritte Füchsetor, die Rhein-Neckar-Löwen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Treffer erzielt.

Die Löwen agierten bis dahin fast nach Belieben und erzielten ihre Tore vornehmlich aus dem Rückraum. Den Füchsen gelang es nicht die wurfgewaltigen und treffsicheren Schützen aus dem Rückraum zu bremsen. Neben zwei Treffern von Sergiy Shelmenko und einem Tor durch Grzegorz Tkaczyk traf auch Andrei Klimovets sowie die Außenspieler. "Beide Mannschaften haben ohne Abwehrreihe gespielt", erteilte Löwen-Trainer Iouri Chevtsov auch seinen Mannen keine Bestnoten. Denn in der Folge kamen die Füchse wiederholt zu Torerfolgen und konnten den Abstand konstant halten. In der 30. Minute erzielte Mark Bult mit seinem vierten Treffer das Tor zum 14:19, bevor Petr Stochl bereits nach Ablauf der Spielzeit einen Strafwurf von David Szlezak entschärfte. Die Füchse hatten sich über die Halbzeit gerettet, wie es Lommel nach Spielschluss bezeichnet. Dabei profitierten sie aber auch davon, dass Chevtsov dem gesamten Team Spielanteile gönnte. Der junge Patrick Groetzki wurde beispielsweise in der 20. Minute eingewechselt und erzielte gleich im folgenden Angriff sein erstes Tor.

Mit einem etwas konsequenteren Spiel hätten die Löwen bereits vor der Pause den Vorsprung erhöhen und damit für eine Vorentscheidung sorgen können. "Es ist nicht nur für mich, sondern auch für die Spieler sehr schwer sich innerhalb von zwei Tagen neu zu konzentrieren." führte Chetsov die nicht genutzten Chancen aber auch indirekt auf das Hamburg-Spiel zurück. Die impulsivere Kabinensprache gab dann
aber sein Trainerkollege ab. "In der Halbzeit wurde es etwas lauter", bestätigte er die Vermutung danach, skizzierte aber sogleich die Defizite seines Teams: "Wir haben drei Leute für den Angriff geholt, in der Abwehr müssen wir noch weiter am Zusammenspiel und der Integration arbeiten."

Füchse kommen nochmals auf zwei Tore heran

Das Zusammenspiel lief dann im zweien Durchgang bei beiden Teams besser, wobei allerdings die Hausherren die Partie kontrollierten. Die rund 7.200 Zuschauer in der SAP-Arena wurden nur nochmals etwas nervös, als zweimal Richwien und einmal Ex-Löwe Caillat auf zwei Tore beim 24:26 verkürzten. den geringen Rückstand konnten der Aufsteiger allerdings nur bis zum 26:28 halten. Nach einer Zeitstrafe gegen Frank Schumann nutzten die Mannheimer ihre Überzahl und schraubten ihren Vorsprung auf 34:26 nach oben. "Die Füchse kamen auf zwei Tore heran und dann sind wir wieder auf acht Tore weg. Das zeigt schon die Klasse meiner Mannschaft", lobte Chetsov sein Team und zollte seinem Trainerkollegen Respekt: "Wir haben heute eine ganz andere Füchse-Mannschaft gesehen als in der Hinrunde."

Auch gegen diese geänderte Mannschaft zeigten die Löwen, dass sie den Füchsen mindestens ein Schritt voraus sind. Die Löwen erreichen am Ende erneut die 40-Tore-Marke und gewinnen 40:35. Während Jörn-Uwe lediglich Hany El Fakharany (Rippenprellung) vermisste, sonst aber zufrieden war, gab Chevtsov seinem Tema noch eine Denkaufgabe mit: "Meine Spieler haben wohl Lust 40 Tore zu werfen, haben aber vergessen, dass man auch abwehren muss." Am Vorabend seines 50. Geburtstages hatte Lommel jedoch noch die Hinspielniederlage im Gedächtnis. Beim 17:31 hatte sein Team im ersten Durchgang nur vier Treffer erzielt und musste die bislang empfindlichste Niederlage hinnehmen. "Wer das Hinspiel gesehen hat, der weiß, dass wir uns heute ein Stück weit rehabilitiert haben", konnte Lommel daher auch 40 Gegentore akzeptieren, Saisonrekord für den Aufsteiger.





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