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30.11.2025|Spielbericht|pst

Harte Nuss Lemgo nicht zu knacken

Gegen das Überraschungsteam der bisherigen Saison mussten die Füchse Berlin bereits die vierte Saisonniederlage in der DAIKIN Handball-Bundesliga hinnehmen. Dem TBV Lemgo Lippe unterlag der Hauptstadt-Club zuhause mit 33:34 (14:16) und rutscht in der Tabelle hinter die Ostwestfalen.

Der Frust nach der Niederlage gegen Lemgo sitzt bei den Füchsen tief. (Im Bild: Tim Freihöfer)
© Bildnachweis: Lächler

Eigentlich war es eine gute Ausgangslage. Die Kontrahenten aus Kiel und Flensburg ließen jeweils einen Punkt liegen, doch die Füchse am heutigen Sonntag eben zwei. So überholen auch die aktuellen Gegner des TBV Lemgo Lippe die Berliner in der Tabelle der DAIKIN Handball-Bundesliga. Der amtierende Meister ist nach dem 33:34 (14:16) nur noch Fünfter, vor dem Spieltag war es noch Rang drei. Doch die Gäste aus dem Lippischen haben vor 8201 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle eine reife Leistung abgerufen.

Von Beginn an hat das Team um Frederik Simak, der ab Sommer 2026 wieder für die Füchse aufläuft, gezeigt, dass sie großen Kampfeswillen auf die Platte bringen. Von vorneweg marschierten die Gäste aus Lemgo voran und hatten stets die Nase vorn. Die Füchse wiederum zeigten viel Moral und blieben immer dran, bis in die Schlussphase hinein. Doch der entscheidende Punch fehlte immer und immer wieder. Während die eigene Abwehr schwächelte, stand jene des TBV stabil. So kam Mathias Gidsel zwar auf acht Tore und war damit bester Werfer, auch Matthes Langhoff zeigte eine gute Partie wie auch Torhüter Lasse Ludwig (zwölf Paraden), doch es sollte an diesem Sonntagnachmittag nicht für Zählbares reichen.

Das waren die 60 Minuten

Mathias Gidsel setzte in dieser Begegnung die erste Duftmarke und traf zum 1:0 für die Füchse Berlin. Weil Tobias Grøndahl kurz darauf am Querbalken scheiterte, konnte der TBV Lemgo Lippe durch einen Doppelschlag von Leve Carstensen mit 2:1 in Führung gehen. Nachdem die Gastgeber wieder unerfolgreich blieben, entschärfte ihr Torhüter Lasse Ludwig einen Abschluss von Frederik Simak, seinem baldigen Teamkollegen in Berlin ab Sommer 2026. Lasse Andersson brachte in der 5. Spielminute dann den 2:2-Ausgleich, Mijajlo Marsenić eine Zeigerumdrehung später das 3:2 über den Innenpfosten. Als Ludwig zunächst den Rückstand verhinderte, konnten die Füchse kein Profit daraus schlagen, Lemgo drehte die Partie doch wieder zu seinen Gunsten, setzte sich sogar mit zwei Toren ab (16.).

In der 20. Minute gab dann Nejc Cehte sein Heimdebüt vor den Füchse-Fans, er sollte Stabilität in der Defensive geben. Dennoch blieb es dabei, dass die Ostwestfalen die Nase ein wenig vorn hatten, daran änderte auch ein Siebenmetertreffer von Tim Freihöfer nichts. Stattdessen, weil Lemgos Abwehr gut stand und die Berliner keine Lösungen fanden, zogen die Gäste ein wenig davon. Eine starke Ludwig-Parade und der schnelle Gegenstoß inklusive Treffer von Hákun West av Teigum ließen die Hausherren verkürzen. Mit einem Steal verhinderte Matthes Langhoff Lemgos Plus drei kurz vor der Halbzeit, sodass es mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine ging.

Aus dieser kamen die Gastgeber aber stark heraus. Erst eine Parade Ludwigs, dann Grøndahl zum 15:16. Als die Gäste davonzuziehen drohten, misslang ihnen ein Angriff, was av Teigum bestrafte. Mit ganz viel Durchsetzungsvermögen überzeugte Langhoff nun auch im Angriff und netzte zum 20:22 ein (41.). Kurz darauf war er auch hinten wieder gefordert, und lieferte auch dort im Zweikampf ab. Mit einer Wahnsinnstat verhinderte Ludwig den Vier-Tore-Rückstand, sein Vornamensvetter Andersson stellte derweil auf 21:23 (44.). Auch Langhoff blieb auf dem Gaspedal, traf zweimal in Folge. Daraufhin wollte Trainer Nicolej Krickau den Gegner mit einer Drei-Drei-Abwehr aus dem Konzept bringen. Dies gelang, und nach schöner Drehung stellte Gidsel auf Minus eins.

Hinter dem Rücken legte dann wieder Gidsel spektakulär den Ball ins Netz, die Füchse blieben in der Crunchtime dran. Auch Freihöfer verkürzte zweimal, sodass die Berliner auf Tuchfühlung bleiben konnten. Doch die Lemgoer behielten ebenfalls Coolness. Nachdem Freihöfer einen Siebenmeter nicht im Gehäuse unterbrachte, war Ludwig auf der anderen Seite wichtig zur Stelle. Langhoff drehte den Ball vier Minuten vor dem Ende sehenswert in die Maschen. Als Ludwig wieder die Hand an das Spielgerät bekam, glich Freihöfer von Außen zum 31:31 aus (57.). Doch wie so oft in dieser Partie fehlte den Füchsen der letzte Schritt, und so gelang auch das Comeback nicht mehr vollends. Das 33:34 nach 60 Minuten besiegelte die vierte HBL-Niederlage der Saison.

Stimme und Statistik

Trainer Nicolej Krickau: „Das war leider ein verdienter Sieg für Lemgo. Das zeigt nach dem Sieg gegen Veszprém am Donnerstag das ‚Up and Down im Showbiz‘. Das ist ein wirklich schlechtes Ergebnis für uns, aber wir müssen erst einmal auf unsere Leistung und unseren Prozess schauen. Lemgo hat unfassbar diszipliniert gespielt. Wenn sie dann noch effektiv sind, dann wird das Tempospiel herausfordernd. Unsere Anzahl unprovozierter Fehler im Angriff war zu hoch, um ein Bundesliga-Topspiel zu gewinnen.“

Füchse Berlin: Ludwig (12 Paraden), Joppich; Darj, Andersson (6), Ariño, Grøndahl (4), Gidsel (8), Freihöfer (5/1), Cehte, Pichiri, Langhoff (5), av Teigum (2), Günther, Marsenić (3).

TBV Lemgo Lippe: Möstl (12 Paraden), Borreck; Hutecek (4), Theilinger, Zehnder (1/1), Mudrow, Simak, Schagen (2), Carstensen (6), Nyfjäll (1), Suton (6), Willecke (2), Versteijnen (4), Wagner (8), Faust.




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