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04.03.2026|Spielbericht|pst

Sieg in Aalborg macht Gruppensieg perfekt

Die Füchse Berlin haben sich mit dem Auswärtserfolg im direkten Duell mit den Dänen Platz eins der Gruppe A gesichert. Somit besteht nach dem 35:31 (16:15) für das Viertelfinale der Machineseeker EHF Champions League die vermeintlich beste Ausgangslage.

Kapitän Max Darj bedankte sich nach dem Auswärtssieg in Aalborg bei den 100 mitgereisten Füchse-Fans.
© Bildnachweis: Henrik Hansen

Die 100 mitgereisten Füchse-Fans sahen in der Sparekassen Danmark Arena eine lange Zeit ausgeglichene Partie zwischen den zwei Mannschaften, die beide bereits sicher direkt für das Viertelfinale der Königsklasse qualifiziert waren. Lediglich ging es noch darum, wer am Ende Platz eins und wer Platz zwei innehaben würde. Diese Frage ist nach diesem Mittwochabend geklärt: Der Vorsprung der Füchse Berlin beträgt einen Spieltag vor dem Ende der Gruppenphase drei Zähler auf Aalborg Håndbold. Somit ist der amtierende Deutsche Meister nicht mehr einzuholen. Torhüter Dejan Milosavljev hatte mit 17 Paraden großen Anteil am Erfolg in Dänemark, die höchste Trefferzahl der Gäste aus Deutschland wies beim 35:31 (16:15) Mathias Gidsel auf. In seinem Heimatland traf er achtmal. Die Außenspieler Tim Freihöfer und Hákun West av Teigum kamen jeweils auf fünf Treffer.

Es war definitiv ein Auftritt, bei dem im Team von Trainer Nicolej Krickau zumindest auf dem Feld kein Spieler herausstach, sondern die Gemeinschaftsleistung in der Machineseeker EHF Champions League stimmte – vor allem in den richtigen Momenten. So ging es im ersten Spielabschnitt hin und her, ehe sich die Berliner nach dem Seitenwechsel erstmalig absetzen konnten. Nach einer Auszeit Aalborgs schaffte es das Team um den deutschen Spielmacher Juri Knorr, den Ausgleich zu erzielen. Die Vorjahres-Finalisten, die in jener Saison Aalborg im Viertelfinale ausschalteten, behielten jedoch einen klaren Kopf und zogen in wenigen Zeigerumdrehungen noch einmal entscheidend davon. Somit ist auch sicher: Die Füchse spielen in der letzten Runde vor dem TruckScout24 EHF FINAL4 in Köln entweder gegen den Viertplatzierten der Gruppe B oder den Fünftplatzierten der eigenen Gruppe A, welche in den Playoffs aufeinandertreffen. Wer das sein wird, steht noch nicht fest.

Der Handballabend im detaillierten Verlauf

Nachdem Aalborg Håndbold durch Thomas Arnoldsen in Führung gehen konnte, konterte Mijajlo Marsenić. Weil seine Füchse Berlin in der Defensive den Ball eroberten, brachte Mathias Gidsel gegen seine Landsmänner die erste Führung für den Deutschen Meister. Mit der ersten Parade Dejan Milosavljevs und Ballverlusten der Gastgeber erhöhten Nils Lichtlein und Hákun West av Teigum den Vorsprung auf 4:2 (5.). Nach einem 0:3-Lauf konnten die Dänen jedoch die Führung zurückerobern. In der zehnten Minute glich Tim Freihöfer per Siebenmeter aber zum 6:6 aus und beendete die Torflaute. Weil dann Welthandballer Gidsel zwei Tore in Folge warf und dazwischen einen Steal verbuchte, stellte er auf 8:7 für die Gäste (13.). Nach eigenem Ballverlust funktionierte der Rückzug der Berliner derweil super, sodass der Ausgleich Aalborgs zunächst verhindert werden konnte – Kristian Bjørnsen legte aber mit seinem bereits dritten Treffer nach (15.).

Als Antwort hatte Lasse Andersson in seinem Heimatland einen starken Neun-Meter-Wurf parat. In Unterzahl hatten die Füchse die Führung allerdings wieder verloren, Kapitän Max Darj konnte nach dem Kreisanspiel jubeln (19.). Auch der offensiv eingeschaltete Matthes Langhoff setzte sich zwei Minuten später gut durch, wie Lukas Herburger ebenso, der seinen ersten Treffer der Saison feierte – und sich diesen im Zweikampf redlich erarbeitete (26.). So blieb es beim Wechselspiel zwischen Aalborg-Vorsprung und Ausgleich auf der Anzeigetafel. Gegen seinen Ex-Erzrivalen hämmerte Tobias Grøndahl den nächsten Wurf in die Maschen. Der Norweger lief einst wie Gidsel und Nejc Cehte (erst ab der K.o.-Phase spielberechtigt) für GOG auf, wo Nicolej Krickau Trainer war. Mit der Chance auf die 16:15-Führung nahm ebenjener Coach – nun im Dienst der Füchse – seine erste Auszeit und schickte sieben Feldspieler auf die Platte. Av Teigum netzte aus spitzem Winkel zum erhofften Treffer ein.

Lichtlein konnte den Vorsprung nach dem Seitenwechsel auf zwei Tore anwachsen lassen, erstmals seit Spielminute sieben. Aalborgs Simon Hald machte diesen aber sofort zunichte. Während die Füchse immer wieder auf Plus zwei stellten, konnte sich der deutsche Nationalspieler Juri Knorr im roten Trikot des dänischen Clubs nach einem Steal und seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte anmelden. Weil sein Teamkollege Sander Sagosen jedoch scheiterte, markierte av Teigum das 20:17 (35.). Mit einem schönen und überlegten Dreher sorgte Andersson für Aufsehen, ehe Milosavljev zweimal zur Stelle war und Langhoff den Berliner Puffer auf vier Treffer aufstockte. Eine wichtige Phase, in der sich Simon Dahl, Trainer der Gastgeber, gezwungen sah, die nächste Auszeit zu nehmen. Diese schien zu fruchten, Aalborg kam auf zwei Tore heran.

Weil die angereisten Hauptstädter immer mehr Probleme mit dem gegnerischen Torhüter Niklas Landin bekamen, wurde es enger und enger. Eine knappe Viertelstunde vor dem Spielende marschierte Arnoldsen zum 24:24. Nach Freihöfers zweitem Siebenmeter-Fehlwurf war es von großer Bedeutung, dass Grøndahl den nächsten Versuch zur erneuten Führung verwandelte (48.). Milosavljev war ebenfalls wieder mehrmals zur Stelle, und das Tempospiel der Füchse wurde durch Darj, Andersson und Gidsel belohnt, sodass sich die Berliner auf 29:25 absetzten. Das entscheidende Momentum dieser Partie. Zum Ende hin waren die Hausherren gebrochen, und die Berliner hörten nicht auf. So machte das 35:31 den Gruppensieg klar. In der letzten Aktion belohnte sich Gidsel noch für seinen Steal mit dem Treffer zum Endstand.

Das nächste Heimspiel steht an

Damit war es das mit Partien der Füchse Berlin in dieser Woche. Am Wochenende haben Krickaus Mannen spielfrei, denn ihre Partie des 24. Spieltags in der DAIKIN Handball-Bundesliga haben sie bereits kurz vor Weihnachten beim HSV Hamburg gewonnen. Somit steht als nächstes das letzte Gruppenspiel der Machineseeker EHF Champions League an. Am Donnerstag, 12. März, gastiert HBC Nantes ab 20.45 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. Tickets für das Heimspiel sind hier erhältlich.

Stimmen und Statistiken

Trainer Nicolej Krickau: „Wir sind super zufrieden mit der Leistung heute. Ich finde, wir waren technisch sehr stark. Das war ein Schlüssel, dass wir kaum Fehler gemacht haben. Aalborg hatte Probleme, in ihr Tempospiel zu kommen und unsere Abwehr wurde in der zweiten Halbzeit besser. Dazu kamen Paraden, was unserem Tempospiel geholfen hat. Außerdem bin ich sehr zufrieden mit unserem Wechsel-Rhythmus, wie schon gegen die Löwen hat das klasse funktioniert. Dadurch konnten wir über 60 Minuten die Kontrolle behalten.“

Rechtsaußen Hákun West av Teigum: „Wir haben eine sehr gute Leistung gebracht heute, waren gut vorbereitet und haben uns an unsere Absprachen gehalten. Heute hatten wir ein hohes technisches Niveau mit wenigen Fehlern und einigen Paraden von unserem Keeper Dejan Milosavljev.“

Aalborg Håndbold: Landin (9 Paraden), Norsten; Nilsson, Sagosen (2), Arnoldsen (7/2), Rønningen, Anderson, Hald (6), Hoxer (8), Blonz, Bjørnsen (4), Møller (1), Knorr (1), Antonsen, Juul-Lassen, Munk (2).

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev (17 Paraden); Darj (2), Prantner, Andersson (4), Ariño, Grøndahl (2/1), Lichtlein (4), Gidsel (8), Freihöfer (5/2), Pichiri, Langhoff (2), Herburger (1), avTeigum (5), Marsenić (2).




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