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24.02.2008|Spielbericht|RM

Füchsesieg gegen Magdeburg vor ausverkauftem Haus

Mit ihrem vierten Heimsieg in Folge gewann die Füchse Berlin zusätzliche Luft im Abstiegskampf. Nach dem TuS N-Lübbecke, Frisch Auf! Göppingen und der MT Melsungen war der 33:31-Sieg gegen den SC Magdeburg allerdings die schwerste Aufgabe und die größte Überraschung dieser Serie. Großen Anteil daran hatte Konrad Wilczynski (12/6) der sich nach den letzten Spielen steigerte, einmal mehr konnte Markus Richwien (5) seine Topform zeigen und der wieder genesene Hany El Fakharany (5) war vom Kreis erfolgreich. Innerhalb der geschlossenen Mannschaftsleistung war auch das Torhüterduo mit Petr Stochl und Jens Vortmann ein sicherer Rückhalt. Die Füchse stehen damit vorerst auf Tabellenplatz 13 und sind nach Pluspunkten sogar auf Augenhöhe mit dem SCM, der allerdings drei Spiele weniger ausgetragen hat.

Zu seinem ersten Pflichtspiel in der Bundesliga als SCM-Coach musste Michael Biegler zu den Füchsen Berlin reisen. Hatte der SCM den Aufsteiger im Hinspiel noch deutlich besiegt, verschoben sich inzwischen die Kräfteverhältnisse. Beide Trainer sahen ihre Teams auf Augenhöhe und erwarteten ein spannendens Duell mit offenem Ausgang. Die ungewohnte Rolle lag den Gastgebern zunächst nicht, stattdessen riss eine motivierte Magdeburger Mannschaft das Spiel zunächst an sich. Die Bördeländer nutzten die instabile Abwehr der Füchse, kamen zu Tempogegenstößen und spielten sich ihre Tore schön heraus. Die Gäste führten bereits 4:1 als Füchse-Spielmacher Kjetil Strand an seine zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfte und die Verantwortung übernahm. Die Füchse bissen sich mehrfach durch und Konrad Wilczynski gelang der Ausgleichstreffer zum 6:6.

Vor allem im Angriff agierten die Hausherren nun souveräner und übten vor allem über die rechte Seite viel Druck aus. Nochmals konnte Richwien beim 7:7 den Ausgleich erzielen, nachdem Mark Bult zwei Gegenspieler auf sich zogt und für die Lücke sorgte. Michael Biegler reagierte und stellte die SCM-Abwehr offensiver ein, die in der Folge mehrfach Ballegwinne erkämpfte. Zwei Tore von Damien Kabengele und ein Treffer von Yves Grafenhorst brachten so den SCM wieder mit 10:7 in Führung. Mühsam mussten sich die Füchse im nun ausgeglichenen Spiel herankämpfen und Markus Richwien gelang gegen seinen Ex-Club beim 13:13 und 14:14 zweimal der Ausgleich. Der erste Führungstreffer der Hausherren war dann aber Konrad Wilczynski vergönnt. In eigener Unterzahl erhielten die Füchse einen Strafwurf, den er sicher zum 16:15 verwandelte, Torhüter Jens Vortmann sicherte den Berlinern mit einer Parade die Pausenführung.

Füchse bewahren trotz zahlreicher Zeitstrafen die Nerven

Mit zwei weiteren erfolgreichen Strafwürfen konnte der Österreicher nach der Pause sogar auf 18:16 erhöhen, das Spiel gewann aber auch zunehmend an Härte. Beide Teams kamen so in doppelte Überzahlsituationen, ohne dies jedoch für eine Vorentscheidung nutzen zu können. Nachdem Frank Schumann die Magdeburger bei einer Freiwurfausführung behinderte, musste er bereits in der 38. Minute das Spiel nach seiner dritten Zeitstrafe beenden. Wieder war es dann allerdings Wilczynski, der sich nicht beirren ließ und mit einem Heber auf 22:20 erhöhte. Den Gästen gelang es eher selten die Außenspieler ins Spiel einzubinden und einzig Alexandros Vasilakis, am Ende mit neun Treffern, strahlte aus dem Rückraum Gefahr aus.

Dafür gelang es Christian Sprenger mit einem seiner beiden Feldtore zum 22:22 auszugleichen und das Spiel weiter offen zu halten. Hatten in der zweiten Halbzeit bislang die Füchse die Nase vorn, drohte das Spiel zu kippen, als Fabian von Olphen (27:26) und Alexandros Vasilakis (28:27) die Führungstreffer für den Club erzielten. Die Hausherren schienen allerdings mit dem Druck umgehen zu können, zumal sie den Großteil der 9.413 Zuschauer in der fast ausverkauften Max-Schmeling-Halle hinter sich wussten. Hany El Fakharany, der seine Rippenprellung inzwischen fast auskuriert hat, brachte die Füchse beim 29:28 wieder in Führung, ebenso Mark Bult beim 30:29. In der 56. Minute bot sich nun für Christian Sprenger die Chance bei seinem siebten Strafwurf auszugleichen. War er bislang von der Siebenmeterlinie immer der Sieger, scheiterte er dieses Mal an Petr Stochl. Der SCM konnte damit die doppelte Überzahl nach Zeitstrafen gegen Kubisztal und Jaszka nicht nutzen.

Stattdessen kassierte in der folgenden Abwehrsituation Sprenger seine dritte Zeitstrafe und musste nach Schumann als zweiter Spieler des Abends vorzeitig das Parkett verlassen. Es war die insgesamt neunte Zeitstrafe gegen den SCM, sogar 20 Strafminuten gab es insgesamt für die Füchse. Obwohl Yves Grafenhorst noch der Ausgleich zum 30:30 gelang, hatten die Hausherren am Ende die besseren Nerven. Kjetil Strand und Christian Caillat erhöhten auf 32:30, dem SCM blieben nur noch 90 Sekunden für einen Punktgewinn. Zwar konnte Stian Tönnesen nochmals auf 32:31 verkürzen, in den letzten 30 Sekunden nach einer Füchse-Auszeit gelang allerdings den Magdeburgern der nötige Ballgewinn nicht. Mit seinem sechsten Feldtor war es nochmals Wilczynski, der den Siegtreffer zum 33:31-Endstand erzielte. Der SCM bleibt damit zwar auf dem zwölften Tabellenrang, mit ihrem vierten Heimsieg in Folge können die Füchse dagegen auf den 13. Platz aufrücken und nach Pluspunkten mit dem heutigen Rivalen gleichziehen.


Stimmen zum Spiel:

Michael Biegler, Trainer SC Magdeburg:

"Das war das von uns erwartete Spiel. Es endete leider sehr unglücklich für uns. Mit der Anfangsphase war ich zufrieden. Unsere Aufgabe wird es sein, die Spieler dazu zu bringen, dass wieder jeder Abwehr und Angriff spielen kann. Das hat mir noch nicht so gefallen. Es gab auch zu wenig Tempowechsel. Die Spieler müssen zudem verinnerlichen, dass ein paar Spieler nicht mehr da sind. Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir das Torhüterduell gewinnen. Dieses ging klar zugunsten der Füchse aus."

Jörn-Uwe Lommel, Trainer Füchse Berlin:
"Eine Einschätzung ist schwierig. Dies war der Höhepunkt unsere bisherigen gemeinsamen Arbeit. Ich bin heute sehr zufrieden. Die Spieler haben die Halle adaptiert. Dieses Publikum hilft der Mannschaft. Man wird im Spiel durch die Wellentäler getragen. Es war das beste Saisonspiel zum richtigen Zeitpunkt. Der Start war relativ nervös. Magdeburg war konzentrierter und dynamischer im Abschluss. In diesem Spiel war jede Kleinigkeit entscheidend. Der Sieg war etwas glücklich."

Stefan Kretzschmar, Sportdirektor SC Magdeburg:
"Respekt und Glückwünsche an die Füchse. Ich habe es vorher gesagt - beide Mannschaften sind auf Augenhöhe. Das meinte ich ernst, das war kein taktisches Geplänkel. Die Qualität der Mannschaft hat sich gesteigert. Die Füchse scheinen in Berlin angekommen zu sein. Das ist schön."





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