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11.02.2026|Spielbericht|pst/yk

41 Tore: Klare Sache in Wetzlar

Auch das dritte Aufeinandertreffen mit der HSG Wetzlar haben die Füchse Berlin für sich entschieden. Am 20. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga war es ein souveränes 41:27 (21:13) in der Buderus Arena, bei dem die Mannschaft nach der EM-Pause schnell wieder eingespielt war.

Lasse Andersson (im Bild) und Leo Prantner kamen nach Verletzungen zurück.
© Bildnachweis: Oliver Vogler

Das Wichtigste zuerst: Während der Partie kam es zu einem medizinischen Zwischenfall. Die betroffene Person konnte nach Entwarnung aber wieder nach Hause und musste an diesem Mittwochabend nicht ins Krankenhaus. Sportlich gesehen begann das Handballjahr 2026 für die Füchse Berlin blendend. Nach wenigen Minuten griffen gewohnte Mechanismen beim Deutschen Meister, der dann schnell für klare Verhältnisse am 20. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga sorgte. Mit 41:27 (21:13) hatte der Tabellenvorletzte HSG Wetzlar kaum eine Chance. Dennoch gab es vor der Partie eine schöne Geste: Die EM-Medaillengewinner, auch die der Gäste, wurden vor mehr als 4000 Zuschauern in der Buderus Arena geehrt.

Später gab es auf der Platte aber keine Geschenke mehr, auch nicht für die Ex-Füchse David Cyrill Akakpo und Josip Simic. Die beiden mussten ansehen, wie die Berliner beim Jahresauftakt zum gewohnt starken Tempospiel kamen und so in beiden Hälften mindestens 20 Tore warfen. Ein guter Rückhalt namens Dejan Milosavljev sah zudem phasenweise eine sehr starke Abwehrleistung seiner Vordermänner. Bester Schütze war am Ende des Abends Tobias Grøndahl, der Norweger ließ das Netz elfmal zappeln. Er war im Rückraumzentrum auf sich alleine gestellt, denn Nils Lichtlein blieb krankheitsbedingt in der Hauptstadt. Auch Lasse Ludwig reiste angeschlagen nicht mit nach Hessen. Für ihn rutschte per Zweitspielrecht Frederik Höler in den Kader, der sonst beim 1. VfL Potsdam zwischen den Pfosten steht.

So liefen die 60 Minuten

Einer lauten Kulisse sahen sich die Gäste der Füchse Berlin in der Buderus Arena entgegen, und sie fanden zu Beginn noch nicht ganz rein in die Partie. Die heimische HSG Wetzlar blieb in den ersten Minuten auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister. Europameister Mathias Gidsel, der am Ende auf neun Tore kam, konnte in Minute zwei immerhin mit einer Steal-Tor-Kombination früh glänzen. Wenig später ließ er erst einen Hüftwurf und dann einen Dreher folgen. Auch sein dänischer Titelkollege Lasse Andersson schoss sich zu Beginn ordentlich warm, starke Fakeln ließen dem Wetzlar Keeper Anadin Suljakovic keine Chance. Spätestens, als Berlins Torhüter Dejan Milosavljev zum ersten Mal die Hand an den Ball bekam, konnten sich die Gäste allmählich absetzen. Nach einer Viertelstunde stellte Tobias Grøndahl auf 11:8.

Infolgedessen konnte Milosavljev einen freien HSG-Wurf entschärfen, Andersson stahl einen weiteren Ball in der Defensive. Nach knapp 20 Minuten kamen die Füchse ins Rollen und zwangen Wetzlars Coach Runar Sigtryggsson zur ersten Auszeit. Diese brachte jedoch erst einmal nichts, die nächsten beiden Treffer gingen auf das Hauptstadt-Konto. Bis zur Halbzeitsirene bauten die Berliner die Führung auf 21:13 aus, inklusive schönem Dreher von Tim Freihöfer.

Aus der Kabine kommend ließen sie den Ball weiter sehenswert und flink laufen, so auch die gegnerische Abwehr. Quais aus einem Nullwinkel heraus stellte Rechtsaußen Hákun West av Teigum auf Plus Zehn (35.). Gidsels Durchbrüche, Anderssons Anspiele und Tore wie von Aitor Ariño (40.) ließen das Spiel komfortabel gestalten. Nach einem tollen Auftritt Milsoavljevs – am Ende zehn Paraden – durfte auch Frederik Höler ran. Dreimal war der Potsdamer zur Stelle. So auch Lauro Pichiri, der sich kurz vor Schluss ebenfalls in die Torschützenliste eintragen konnte, wie auch Nejc Cehte und Matthes Langhoff, Letzterer nach einem sehenswerten Eins-gegen-Eins-Duell. Schlussendlich stand im ersten Spiel 2026 ein 41:27-Auswärtssieg der Füchse bei der HSG Wetzlar.

So geht es weiter

Bereits an diesem Sonntag, 15. Februar, kommt es zur zweiten Partie des Jahres. Dann sind die Berliner Gastgeber in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Gast ab 16.30 Uhr ist in der DAIKIN HBL der TVB Stuttgart. Restkarten sind hier erhältlich. Dann sind auch Leo Prantner und Lasse Andersson auch wieder mit an Bord, die nach Verletzungen vor dem Jahreswechsel noch pausieren mussten.

Stimme und Statistik

Trainer Nicolej Krickau: „Wir sind total zufrieden mit der heutigen Leistung. Wetzlar hat für den Klassenerhalt gekämpft, und wir haben nach der kurzen Vorbereitung alle ins Spiel bekommen. Das ist für unseren Prozess ganz wichtig. Unsere Konzentration mit dem Ball hat gut geklappt. Wir freuen uns jetzt schon, am Sonntag in die Max-Schmeling-Halle zu kommen und mit den Fans gegen Stuttgart anzutreten.“

HSG Wetzlar: Suljakovic (7 Paraden), Hendawy (3); Gravovac (1), Vistorop (5), Kirschner (4/2), Theiß, Simic (2), Ahouansou (3), Akakpo (1), Schoch, Weimer, Müller (4), Spandau (2), Löwen, Cavor (4), Nafea (1).

Füchse Berlin: Höler (3 Paraden), Milosavljev (10); Darj, Prantner, Andersson (5), Ariño (1), Grøndahl (11/3), Gidsel (9), Freihöfer (3/1), Cehte (2), Pichiri (1), Langhoff (3), Herburger (1), av Teigum (1), Marsenić (4).




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