„Berlin lebt!“ war der Schlachtruf der Jungfüchse, und dies bewiesen sie auch auf der Platte mit Nachdruck. Eine konsequente und überzeugende Leistung der U18-Auswahl der Füchse Berlin gegen die Altersgenossen des HC Eurofarm Pelister im Finale des Qualifikationsturniers im kroatischen Porec brachte den Einzug in das FINAL4 der EHF Youth Club Trophy, welches rund um das TruckScout24 EHF FINAL4 der Profis am 13. und 14. Juni in Köln steigt. In Dormagen finden die Halbfinals statt, ein potenzielles Endspiel dann in der imposanten Lanxess Arena. Ein Kontrahent steht mit GOG bereits fest, die anderen beiden werden noch ermittelt.
Bester Werfer beim 51:21 (28:10) gegen die Nordmazedonier war einmal mehr Leo Nowak mit zwölf Toren. Elf davon erzielte er in der ersten Halbzeit, dann rotierte der stolze Geschäftsführer und Trainer Bob Hanning ordentlich durch. Nichtsdestotrotz wurde der Kapitän von der EHF erneut zum Spieler des Spiels gewählt, sowie zum besten Spieler des gesamten Qualifikationsturniers in Porec. Wie tags zuvor haben die Jungfüchse wieder die unfassbare 50-Tore-Marke geknackt. Als geteilt zweitbeste Schützen im Finale gegen Pelister hatten auch Philipp Anastassiadis und Marvin Knust großen Anteil daran. Im Halbfinale gewannen die deutschen Hauptstädter mit 50:29 gegen die Lokalmatadoren des HC Zagreb.
Wie bereits im Halbfinale haben die Füchse Berlin einen starken Start in die Begegnung hingelegt. Schnell konnte die Abwehr Zugriff gewinnen, und offensiv kam die Mannschaft von Bob Hanning sofort ins Rollen. Auch einen frühen Rückschlag steckten die Jungfüchse hervorragend weg: Nach zwölf Minuten mussten sie zwei Zeitstrafen binnen weniger Sekunden hinnehmen. Doch statt die Nordmazedonier des HC Eurofarm Pelister wieder herankommenzulassen – die Deutschen waren bereits auf Plus fünf enteilt – trafen die Berliner auch in Unterzahl. Zudem erwies sich Torhüter Matteo Agostinello als erneut starker Rückhalt. So kassierte er nur zehn Gegentore in Halbzeit eins, seine Vordermänner trafen 28-mal. Kapitän Leo Nowak erzielte davon elf und stach einmal mehr heraus.
Maxime Brodier läutete den zweiten Durchgang ein und markierte sofort die nächste Bude. Nach 31 Minuten und 38 Sekunden fiel bereits der 30. Treffer, und das nach einem Steal in der Abwehr. Wieder war es der großgewachsene Spielmacher. Nach einer Rotation zwischen den Füchse-Pfosten durfte sich auch Keeper Ole Krake beweisen – und tat dies sofort. So auch später der dritte Torhüter im Bunde: Fynn Wiegran. In einem längst entschiedenen Spiel sorgte Leo Tautenhahn noch einmal sechs Minuten vor dem Ende für ein Schmankerl: Auf eine Passfinte ließ er einen Dreher folgen. Schlussendlich war der Jubel nach dem 51:21 riesengroß. Die Nachwuchshandballer aus Berlin fielen sich in die Arme.
Bob Hanning: „Wir haben uns in den letzten Wochen auf eine Reise gemacht und sind jetzt nicht nur verdientermaßen in Köln, sondern sind verändert aus diesen zwei Wochen mit Trainingslager und internationalen Spielen herausgekommen. Das war eine sehr konsequente Leistung aller 16 Spieler. Das hat mich am meisten gefreut, dass jeder seinen Anteil dazu beigetragen hat. Die Jungs hatten in allen Bereichen einen professionellen Spirit. Wir brauchen die Gegner nicht überbewerten, und wollen das auch nicht: Mit dem Blick auf unser Spiel war das aber eine riesige Entwicklung. Jetzt hoffen wir, dass wir mit beiden Teams zum FINAL4 kommen.“
Füchse Berlin: Krake (8 Paraden), Agostinelli (8), Wiegran (6); Tautenhahn (3), Losch (3), Nowak (12/1), Schmidt (3), Lorz, Anastassiadis (6), Knust (6/2), Salokat (1/1), Gehann (5), Brodier (3), Blasek (2), Barth (5), Leyendecker (2).