Laut wurde es in Füchse Town, denn einige Fans kamen in die Lilli-Henoch-Halle, um die A-Jugend der Füchse Berlin zu unterstützen. Dabei sah es bereits vor dem Spielbeginn sehr gut aus für die Mannschaft von Geschäftsführer und Coach Bob Hanning. Die Jungfüchse hatten am Ostermontag das Viertelfinal-Hinspiel beim TSV Bayer Dormagen mit 43:27 gewonnen und damit einen Puffer von 16 Toren für das heutige Rückspiel in der Hauptstadt. Doch davon war nichts zu spüren, die Mannen um den besten Werfer Leo Nowak (acht Tore) gaben von Beginn an den Ton an. Nachdem schnell eine Führung herausgespielt werden konnte, gaben sich die Gäste aus Dormagen aber nicht geschlagen und glichen nach zwölf Minuten zum 6:6 aus. Doch weiterhin behielten die Füchse die Oberhand, konnten unter anderem durch Dominik Barth (sieben Treffer) dranbleiben.
Zwischen den Pfosten glänzte auch Henning Lahuis zu Beginn mit wichtigen Szenen, kassierte in den ersten neun Minuten lediglich drei Gegentore. Mit acht Paraden zeigte auch Ole Krake einmal mehr seine Klasse. Im Verbund mit der Abwehr wurde ebenfalls wieder starke Arbeit geleistet. Die Defensive um Mittelblocker Maxime Brodier legte wie im Hinspiel eine gute Leistung auf das Parkett. Zur Halbzeit führten die Berliner mit 15:14. Doch trotz des Hinspiel-Vorsprungs legte die Mannschaft noch eine Schippe obendrauf und gewann am Ende deutlich mit 38:29. Somit geht es in das Halbfinale, in dem es vermutlich gegen den THW Kiel geht. Die Norddeutschen bezwangen Erlangen im Hinspiel mit 45:29, das Rückspiel findet morgen um 15 Uhr statt. Sollten es die Zebras machen, kommt es am kommenden Freitag, 17. April, zum Hinspiel der Vorschlussrunde. Gespielt wird aus Kapazitätsgründen nicht in Füchse Town, sondern in der MBS Arena Potsdam. Weitere Informationen folgen.
Bob Hanning: „Nach einem guten Beginn, hatten wir eine Phase, in der es nicht so gut lief. Da haben wir viel gewechselt und den Rhythmus nicht gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann deutlich besser gemacht und konsequenter agiert. Dadurch konnten wir dieses Ergebnis erspielen. Was mich sehr gefreut hat, war, dass wir in der 6:0 zwar noch Fehler gemacht haben, aber diese Abwehrvariante getestet haben, weil wir sie auf jeden Fall noch brauchen werden. Sehr gut, dass das so gut gewirkt hat und jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale.“
Füchse Berlin: Krake (8 Paraden), Lahuis (4); D’Insecco (1), Parke (3), Tautenhahn (4), Hofrichter (3), Losch (4/3), Poppe, Nowak (8/1), Barth (7), Schmidt (4), Brodier (1), Babini (1), Sirot (2).
B-Jugend zeigt starkes Hinspiel in Hochdorf
Beim HLZ Friesenheim-Hochdorf konnte die B-Jugend mit einem starken Auftakt in die K.o.-Phase glänzen. Im Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft haben die Füchse Berlin mit 34:21 (15:12) gewonnen. Bis zur Halbzeit war es noch eine ausgeglichene Angelegenheit, doch nach dem Seitenwechsel drehten die Schützlinge von Nachwuchskoordinator und Trainer Anian Eckardt auf. Am Ende erarbeiteten sie sich einen Vorsprung von 13 Toren für das Rückspiel. Als beste Werfer darf sich ein ganzes Trio feiern lassen: Philipp Anastassiadis, Marvin Knust und Joscha Gehann trafen allesamt siebenmal.
Lediglich 21 Gegentore zeugen derweil vom überragenden Abwehrbollwerk. Torhüter Matteo Agostinelli drückte dem Spiel mit seinen 17 Paraden darüber hinaus seinen Stempel auf. Am kommenden Sonntag, 19. April, kommt es zum Rückspiel in Füchse Town. Anwurf in der Lilli-Henoch-Halle ist um 13.30 Uhr, Tickets sind an der Tageskasse erhältlich.
Anian Eckardt: „Gratulation an die Jungs. Das war vor der Kullisse von 650 Zuschauern und dem Druck der Halle eine fantastische Leistung, vor allem in der Abwehr. Dort hat der Innenblock um Moritz Leyendecker und Philipp Anastassiadis wirklich Riesenarbeit geleistet, aber auch im Verbund generell. Matteo Agostinelli mit 17 Paraden, drei davon vom Siebenmeterstrich, hat ein überragendes Spiel gemacht. Vorne haben wir uns in der ersten Halbzeit noch schwergetan gegen die aggressive Abwehr, hatten kaum Durchschlagskraft. Das lief in der zweiten Halbzeit besser, Jonas Wilke macht da in der Spielsteuerung einen super Job. Und was mich besonders freut: Wir konnten über viele Spieler hinweg Akzente liefern.“
Füchse Berlin: Agostinelli (17 Paraden), Wiegran; Fröhlich, Anastassiadis (7), Knust (7/2), Wilke (4), Salokat (2), Gehann (7/1), Blasek (2), Leyendecker (2), Perschke, Witt (3).