Trainer Bob Hanning hatte die älteste Altersgruppe erst zum Jahreswechsel übernommen und hat gemeinsam mit seinem Staff eine Mannschaft geformt, die sich im Feld der besten Mannschaften der Nation alles andere als verstecken musste. Unter die besten vier Teams kam die A-Jugend der Füchse Berlin, was bereits einen starken Erfolg darstellt, nun war jedoch Schluss. Im Rückspiel des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft unterlagen die Jungfüchse mit 28:32 (12:12) dem THW Kiel, der in der Edgar-Meschkat-Halle (Altenholz-Stift) auf heimischem Boden weiter ungeschlagen bleibt. Bei den Gastgebern war nicht Rasmus Ankermann, der immer wieder zum HBL-Kader der Zebras gehört, der beste Werfer, sondern Johann Hinrich Rohwer mit zehn Treffern.
Bei den Jungfüchsen stellte einmal mehr Leo Nowak die beste Statistik, indem er neunmal einnetzte. Insgesamt war es auch trotz der erneuten Niederlage eine ordentliche Leistung der Berliner Nachwuchsmannschaft. Über die gesamten 60 Minuten hinweg waren sie in der Fremde auf Augenhöhe, der entscheidende Punch fehlte jedoch, um das 33:37 aus dem Hinspiel umzukehren. Stolz können die Hauptstädter auch auf Platz zwei in der Hauptrunde blicken, in der sie punktgleich vor den viertplatzierten Kielern landeten und sich dadurch erst für die Meisterschaftsspiele qualifizierten, in denen sie zuvor Dormagen ausschalteten.
Für einige der Spieler im Kader Hannings steht darüber hinaus noch ein wahres Highlight an. Im Rahmen des TruckScout24 EHF FINAL4 in Köln am 13. und 14. Juni findet das Finalturnier der EHF Youth Club Trophy statt, für welches sich eine U18-Auswahl der Berliner qualifiziert hat. Zudem gilt es nun noch die Daumen zu drücken für die B-Jugend des frischgebackenen Pokalsiegers. An diesem Sonntag, 26. April, starten sie in die Halbfinalspiele. Das Hinspiel gegen den Nachwuchs von TuSEM Essen steigt ab 17 Uhr im Horst-Korber-Sportzentrum.
Trainer Bob Hanning: „Erstmal ein Kompliment an den THW Kiel, der völlig zurecht und souverän auch das zweite Spiel gegen uns gewonnen hat. Sie waren taktisch gut eingestellt und haben von Anfang an sehr abgeklärt gespielt. Wir haben es 60 Minuten nicht wirklich geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Im Tempospiel haben wir zu viele Fehler gemacht, dementsprechend Kiel nicht ernsthaft zum Nachdenken bringen können. Wir haben im Vergleich zum Hinspiel deutlich besser und aggressiver verteidigt und die Aufgabenstellung besser gelöst. Die ausverkaufte Kulisse war hervorragend, eines Halbfinales würdig. Die Schiedsrichter Gimmler/Rips haben es auch super gemacht. Das hat viel Spaß gemacht. Felix Hofrichter hat sich leicht verletzt und konnte nicht weiterspielen, das hat unserem Angriffsspiel durchaus wehgetan. Leo Nowak konnte nicht die Dominanz nicht wie in den letzten Partien ausspielen. Wir haben das Tempospiel nicht durchsetzen können. Am Ende haben wir 20 Würfe vergeben, hatten zehn technische Fehler - damit kann man kein Finale erreichen.“
Füchse Berlin: Krake, Lahuis; D’Insecco, Parke (2), Tautenhahn (3), Hofrichter, Losch (1), Poppe (2), Nowak (9/4), Barth (6), Schmidt, Anastassiadis (2), Salokat (1), Brodier, Babini, Sirot (2).