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12.03.2008|Spielbericht|RM

Füchse unterliegen 23:31 in Flensburg

Eine durchwachsene Leistung der SG Flensburg-Handewitt reichte aus um gegen die Füchse Berlin beim 31:23 den Pflichtsieg zu erspielen. Jeweils zu Beginn der Halbzeiten kam der Aufsteiger nur schwer in Gang und kam schnell in Rückstand. Die Berliner gaben sich zwar kämpferisch und engagiert, leisteten sich aber zu viele Fehler um gegen den Tabellenzweiten bestehen zu können. Ein Unentschieden gelang ihnen lediglich auf der Torhüterposition, auf der Flensburgs Dan Beutler und Berlins Petr Stochl eine hervorragende Leistung boten. Ungewöhnlich war am Spiel lediglich, dass sich auf Seiten der Gäste zehn Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten, bei den Flensburger wurden sogar elf Schützen vermeldet. Erfolgreichster Werfer war Berlins Michal Kubisztal mit 5/1 Toren.

Die Füchse Berlin verpassten in der ausverkauften Flensburger Campushalle den Start in die Partie und lagen schnell mit 2:7 Toren zurück. "Wir haben die Vorbereitung etwas umgestellt," versuchte sich Trainer Jörn-Uwe Lommel dies zu erklären, "und waren dann wohl etwas zu locker." Einen Richtungswechsel läutete er mit seiner frühen Auzeit ein, in der er "alles, was vorher war weggeschmissen habe und wir haben nochmals neu angefangen." Mit einer offensiveren Abwehr und weniger Respekt vor der Flensburger Abwehr verkürzten sie Tor um Tor, nach einem Ballgewinn in der Abwehr und einem schnellen Tempogegenstoß erzielte Sascha Detlof den 7:8-Anschlusstreffer. Nun machte sich auch die Einwechslung von Toni Kern bezahlt, der keine Nerven zeigte und bis zur Pause allein drei Treffer erzielte.

Auf der anderen Seite war Flensburgs Trainer Kent-Harry Andersson nur mit den ersten 15 Minuten seines Teams zufrieden. "Man muss auch sehen, was wir danach zugelassen haben" war er über den Einbruch seines Teams enttäuscht, der den Gegner wieder ins Spiel kommen ließ. Als erste Maßnahme hatte Andersson Einar Holmgeirsson für Marcin Lijewski gebracht, der mehrfach erfolgreich einnetzen konnte und damit auch den Gästeausgleich verhinderte. Daneben überzeugte mehrfach die Abwehr, die mit einer offensiven Einstellung den Berliner Spielfluss unterband und über Ballgewinne zu Gegenstößen kam. Überzeugendster Akteur war jedoch Dan Beutler, der bereits in der dritten Minute den ersten Strafwurf von Konrad Wilczynski, erfolgreichster Siebenmeterschütze der Liga, entschärfte und mit zahlreichen Paraden überzeugte. Sein Gegenüber Petr Stochl stand ihm jedoch in nichts nach und sicherte damit den Füchsen auch den knappen Rückstand zur Pause. Die SG Flensburg-Handewitt führte zur Halbzeit nur mit 14:11 Toren.

Lommel ist von der Spielweise enttäuscht und mit dem Ergebnis zufrieden

Die Halbzeitansprache von Kent-Harry Andersson schien erfolgreicher als die seines Kollegen Jörn-Uwe Lommel. Während die Füchse Berlin nicht mehr an die spielerische Leistung zu Ende des ersten Durchgangs anknüpfen konnten, legte die SG Flensburg-Handewitt vor. Die Gastgeber versuchten Tempo und Druck aufzubauen und bauten damit ihre Führung binnen zehn Minuten auf neun Tore beim 22:13 aus. Dabei waren es weniger gelungene Spielzüge und vielmehr erfolgreiches Konterspiel mit Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten. Am Ende kamen nahezu alle Flensburger zum Torerfolg, nur Kasper Nielsen konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen. Berlin agierte dagegen zu passiv und konnte erst eine Zeitstrafe gegen Johnny Jensen nutzen um einen höheren Rückstand zu vermeiden.

Beim 25:19 war der Flensburger Vorsprung nochmals auf sechs Tore geschmolzen, näher kamen die Gäste nicht mehr heran. Dies lag neben der eigenen Chancenverwertung wieder an Dan Beutler, der den Berlinern mehrfach den Schneid abkaufte. Nachdem zwischenzeitlich Michal Kubisztal vom Punkt erfolgreich war parierte er nach dem ersten auch den dritten Strafwurf von Wilczynski. Der Österreicher kam ansonsten im zweiten Durchgang nicht mehr zum Einsatz und wurde von Marc Hartensuer vertreten. "Christian Caillat hat natürlich gefehlt, Kjetil Strand hat dann auch noch einen Pferdekuss abbekommen und Konrad Wilczynski war gestern im Training umgeknickt." schilderte Lommel seine Personalprobleme, ohne dies allerdings als Entschuldigung heranzuziehen. Die SG Flensburg-Handewitt sichert sich mit 31:23 den Sieg und schließt damit wieder auf einen Punkt zu Tabellenführer THW Kiel auf. "Das Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartung" war auch Füchse-Trainer Lommel mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. Ihn ärgerte vielmehr die Einstellung mit der seine Mannschaft ins Spiel gegangen war. "Das war dann mit Sicherheit das letzte Mal, dass so etwas passiert ist. Ich werde meine Lehren daraus ziehen." kündigte er an die Spielvorbereitung wieder umstellen zu wollen.




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