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12.06.2008|Information|SaL

Füchse spielten hinter Gittern

Ein Freundschaftsspiel der besonderen Art absolvierten die Hauptstadthandballer gestern gegen eine Auswahlmannschaft der Justizvollzugsanstalt Tegel. In lockerer Athmosphäre lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, den die Füchse am Ende erwartungsgemäß mit 46:35 gewannen.

Im Vordergrund der Begegnung stand allerdings nicht der sportliche Erfolg, sondern viel mehr ging es um das Miteinander beider Teams. So begann der Nachmittag mit einer gemeinsamen Aufwärmeinheit beider Mannschaften unter Anleitung von Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel und endete mit zwanglosen Unterhaltungen zwischen den Bundesligahandballern und Insassen. Der Erfolg der Füchse in der abgelaufenen Saison ist selbstverständlich auch zu den Häftlingen der JVA Tegel durchgedrungen, die sich über TV und Zeitungen über das Abschneiden des hiesigen Bundesligisten informieren. In kleinen Grüppchen unterhielten sich beide Parteien über das Leben der Füchse-Spieler. Keeper Vortmann empfand die Athmosphäre dabei als sehr interessant und entspannt.

Das Spiel als solches fand nicht nur durch die etwas andere Umgebung unter besonderen Bedingungen statt. Die Halle der JVA lies aufgrund ihrer Größe nur vier Feldspieler je Mannschaft zu und beide Teams spielten aus gegenseitigem Respekt nahezu körperlos. Zweimal 20 Minuten warfen, rannten und verteidigten die Füchse Mark Bult, Toni Kern, Michail Kubisztal, Sascha Detlof, Markus Richwien, Christian Caillat, Rene Boese, Martin Murawski und Keeper Jens Vortmann gegen die rund 15 Mann starke JVA-Auswahl. Das Schiedsrichtergespann Jörn-Uwe Lommel und ein Insasse hatte dabei wenig zu tun, denn das körperlose Spiele provozierte wenige Fouls.

Mit dabei war neben den rund 8 Medienvertreter auch HVB-Präsident Henning Opitz, der maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Partie hatte.




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