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07.08.2004|Information|on

Carsten Ohle im Interview: "Stimmung ist gut"

Carsten Ohle kehrt zurück nach Berlin. Als er vor 10 Jahren von BW Spandau zum THW Kiel wechselte und dort zwei Deutsche Meisterschaften feiern konnte, verlor er jedoch nie den Kontakt nach Berlin. Seit 1997 leben seine Frau und seine beiden Töchter in der Hauptstadt. Nach sieben Jahren im Tor von Condordia Delitzsch wird Ohle ab sofort das Tor der Füchse hüten.

Willkommen zurück in Berlin, Carsten. Nach 10 Jahren in der Fremde: schließt sich für Dich ein Kreis?

Ja, back to the roots. Vor 10 Jahren bin ich ausgezogen, die Welt zu bereisen, bin mit dem THW zwei Mal Deutscher Meister geworden und habe in Delitzsch sieben sehr schöne Jahre lang in einer Mannschaft gespielt, die sich kontinuierlich verbessert hat. Nun freue ich mich aber auf Berlin und meine Familie, die seit 1997 in Berlin lebt. Ich kann nun meine Frau viel besser unterstützen, sei es beim Elternabend oder wenn Arztbesuche anstehen und kann viel mehr für meine beiden Töchter da sein. Und ich sehe auch meine Eltern häufiger als nur einmal im Jahr. Das ist schon viel wert.

Wie kam es zum Kontakt mit den Füchsen?

Nach 7 Jahren wollte ich auch angesichts meines fortgeschrittenen Alters in jedem Fall meinen Lebensmittelpunkt zurück nach Berlin verlagern. Ich hatte dann mit Jens Deffke Kontakt, war mal bei den Spielen der Füchse und dann haben wir uns geeinigt, das ich für zwei Jahre bei den Füchsen spiele.

Nur zwei Jahre? Bei den Füchsen werden die Torleute doch mit 45 aus dem Tor getragen?

Hut ab vor der Leistung von Jörg Herrmann, der solange auf hohem Niveau das Tor sauber hielt. Aber ob ich das schaffe, habe ja nicht nur ich zu entscheiden. Neben der Leistung wird auch meine Familie ein ernsthaftes Wort mitreden. Schaun wir mal.

Wie sind denn Deine Eindrücke von der Mannschaft nach zwei Woche Training?

Ich kenne eigentlich alle schon aus den Spielen gegeneinander in den letzten Jahren, aber einen echten Eindruck von der Spielstärke kann ich noch nicht haben, da wir bisher hauptsächlich Kondition bolzen. Aber die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist sehr gut.

Nach zwei Jahren Abstiegskampf stehen die Füchse im dritten Zweitligajahr nach Meinung vieler Experten wieder vor einer harten Saison. Wie siehst Du das?

Wir werden das den Experten mit entsprechender Leistung schon zeigen. Ziel in Berlin muss es sein, den Platz, den man sich erarbeitet hat, weiter zu verbessern. Ob man uns nun als Abstiegskandidat handelt oder nicht, wir müssen gucken wie die Saison läuft. Wichtig ist, dass wir konstanter werden und die Abwehr stabilisieren.

Und wen siehst Du am Ende der Saison ganz vorne?

Der Stralsunder HV als Absteiger wird, trotz der vielen Ab- und Neuzugänge, sicherlich ganz oben mitspielen. Hildesheim hat sich auch kräftig verstärkt und wird weit oben landen können. Delitzsch wird nach einem 5. und einem 3. Platz in den Vorjahren auch eine Verbesserung anstreben. Ahlen wollte auch weiter nach vorne gucken und Augustdorf war letztes Jahr die Überraschungsmannschaft. Mal sehen, ob die das bestätigen können. Ich traue denen durchaus einen Platz unter den ersten Fünf zu.

Danke, Carsten, für das Gespräch und viel Erfolg mit den Füchsen

Das Gespräch führte Olaf Nolden

Carsten Ohle ist am 20.12.1968 geboren, verheiratet und Vater von zwei Töchtern (Tabea und Sinja ).

Beruf: Volljurist (2. Staatsexamen)

Sportlicher Werdegang: Mit zehn Jahren in Teltow zum Handball gekommen.
1982 - 1984: Kinder- und Jugendsportschule in Frankfurt/Oder (ASK Frankfurt)

1984 - 1990: SC Dynamo Berlin, KJS Berlin;

1990 - 1994: Blau-Weiß Spandau, 2. Bundesliga;

1994 - 1997: THW Kiel, 1. Bundesliga;

1997-2004: SV Concordia Delitzsch, 1 Jahr Regionalliga, 6 Jahre 2. Bundesliga

seit Juli 2004: Füchse Berlin, 2. Bundesliga

Sportliche Erfolge: mehrfacher DDR-Meister im Jugendbereich mit SC Dynamo Berlin; zweimal deutscher Meister mit THW Kiel; ein A-Länderspiel für die DDR.




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