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08.10.2008|Spielbericht|ATz - handball-world.com

Füchsen erkämpfen sich einen Punkt in Hamburg

Die Füchse Berlin konnten beim HSV Hamburg einen wichtigen Auswärtspunkt verbuchen. In einem wahren Handballkrimi trennten sich die Mannschaften 34:34 (17:17). Die Mannschaft kämpfte bis zur letzten Sekunde und gab selbst beim 34:31 der Hamburger zwei Minuten vor Schluss noch nicht auf. Jens Vortmann vertrat den nicht gut aufgelegten Petr Stochl ab der 37. Minute mit einigen wichtigen Paraden, von denen er insgesamt sieben bot. Erfolgreichster Torschütze bei den Füchsen war Mark Bult mit 8 Treffern.

Die Füchse Berlin konnten fast mit kompletter Mannschaft bei der schweren Auswärtsaufgabe in Hamburg auflaufen. Trainer Jörn-Uwe Lommel fehlte jedoch der angeschlagene Kjetil Strand, der zur Zeit erfolgreichsten Torschützen der Füchse Berlin. Der Gastgeber HSV musste auf Oleg Velyky, Pascal Hens und Krzysztof Lijewski verzichten. Vor einer mit 7207 Zuschauern gut halbvollen Color Line Arena erwischten aber die Gäste den besseren Start. Zwei Treffer vom erfolgreichsten Berliner Akteur des Abends, Mark Bult, brachten die Füchse nach 4 Minuten 1:2 in Führung. Auch Rico Goede fand einen guten Einstieg am Kreis, sodass Martin Schwalb in eigener Halle bereits beim 5:9 durch 2,07m-Mann in der 14. Minute die grüne Karte zur Hand nahm.

Beim HSV war es bis dahin einzig Marcin Lijewski, der in Normalform auflief. Nach der Auszeit stellte Schwalb die Abwehr um. Sein Team agierte von nun an in einem offensiven 3:3-System. Folgerichtig schloss die Heimmannschaft bis zur 21. Minute auf 12:12 auf. Nach 24 gespielten Minuten gingen die Hausherren sogar durch einen Treffer von Stefan Schröder mit 14:13 erstmalig in Führung. Petr Stochl hatte einen schlechten Tag erwischt und konnte bis zur 25. Minute nur 2 Bälle parieren. Dennoch gelang es keiner Mannschaft sich abzusetzen. Mit dem Abpfiff erzielte Christian Caillat noch den 17:17-Ausgleich.

Füchse holen 3-Tore-Rückstand in den letzten 100 Sekunden auf

Nach dem Seitenwechsel war der HSV Handball frischer auf das Parkett zurückgekehrt. Nach nur 11 Sekunden erzielte Stefan Schröder die Hamburger Führung und legte im darauffolgenden Angriff postwendend einen Treffer zum 19:17 nach. Doch die Berliner blieben weiter im Spiel und konnten in der 35. Minute wieder auf 20:20 ausgleichen. Besonders Christian Caillat setzte aus dem linken Rückraum in der zweiten Hälfte wichtige Akzente, nachdem Michal Kubisztal zuvor glücklos agierte. Sein Landsmann und Regisseur Bartlomiej Jaszka zeigte sich jedoch hellwach. Zwei mal konnte der Pole einem Hamburger Spieler einen Ball „wegspitzeln“ und einen Treffer erzielen.

Die Partie blieb bis Mitte der zweiten Halbzeit offen, als Konrad Wilczynski den vorerst letzten Ausgleich zum 24:24 mit einem verwandelten Siebenmeter erzielte. In der Folge agierten die Gäste nervöser im Angriff. Aber der in der 37. Minute eingewechselte Jens Vortmann hatte mehr Glück als Stochl und konnte einige Bälle parieren. So gelang es den Hamburgern trotz mehrmaliger zwei-Tore Führung nicht sich deutlicher abzusetzen. Die vermeintliche Vorentscheidung fiel dann in der 57. Minute durch den Treffer von Guillaume Gille zum 32:29 für den HSV. Zuvor hatte Konrad Wilczynski seinen zweiten Strafwurf vergeben. Dennoch trat "Conny" wieder an die Linie und bringt die Berliner wieder auf zwei Tore heran.

Als die Uhr 58 Minuten und 10 Sekunden zeigt, schien das Spiel endgültig gelaufen zu sein. Stefan Schröder brachte seine Hamburger mit 34:31 in Führung. Doch dann ging alles ganz schnell für die Füchse, im direkten Gegenzug erzielte Mark Bult ein schnelles Tor. Jens Vortmann parierte gegen Bertrand Gille und Wilczynski trat wieder an die Strafwurflinie – mit Erfolg. Wieder ist Vortmann gegen Gille erfolgreich und neun Sekunden vor dem Ende trifft Jazska zum 34:34-Ausgleich und somit zum Punktgewinn für die Füchse Berlin.


Stimmen zum Spiel

Jörn-Uwe Lommel:
Wir sind überglücklich, dass wir bei so einem schweren Gegner auswärts einen Punkt erkämpft haben. Der HSV hat uns letzte Saison mehrfach den Hintern versohl, meine Leute haben gesagt: damit muss Schluss sein. Wir haben unser Spiel gespielt, auf unsere Chance gewartet und auch Glück gehabt, aber am Ende verdient einen Punkt geholt.

Bob Hanning:
Der HSV hat uns zweimal am Nasenring durch die Halle gezogen, daher war natürlich schon eine gewisse Motivation da, die Chance zu nutzen. Wir werden heute noch einen kleinen Umweg machen und etwas später nach Hause kommen.




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