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21.12.2010|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse-Wahnsinn: Heimsieg gegen Magdeburg nach deutlichem Rückstand

Das war einfach der Wahnsinn, der Fuchsbau hat gebebt. Von der ersten Minute an kochte die Max-Schmeling-Halle, beide Fangruppen sorgten für eine tolle Kulisse beim Spiel der Füchse Berlin gegen den SC Magdeburg. Spielerisch hatte aber lange Zeit der SCM die Nase vorn, führte zur Pause bereits 15:10. Danach kamen die Füchse zurück, kämpften sich Tor um Tor heran. Erst der Ausgleich zum 18:18, dann die Führung zum 23:22 durch Kubisztal und vier Sekunden vor Schluss der Siegtreffer von Jaszka zum 27:26. Den Weg geebnet hat vor allem Mark Bult, er erzielte gleich sieben Treffer.

Von Beginn an ging es zwischen den Füchsen Berlin und dem SC Magdeburg hitzig zur Sache. Dafür sorgten bereits die Fangruppierungen beider Clubs, die der ausverkauften Max-Schmeling-Halle kräftig einheizten und für eine würdige Kulisse sorgten. Den besseren Start erwischte dann die Gäste, die den favorisierten Füchsen gleich in der Startphase den Schneid abkauften. Selbstbewusst trat die Truppe von Trainer Frank Carstens auf, mit Gerrie Eijlers hatten die Magdeburger auch den besseren Torhüter. Bei den Berlinern begann zunächst Petr Stochl, nachdem der Ex-Magdeburger Silvio Heinevetter in den vergangenen Tagen noch eine Grippe auskurierte.

Der SCM war allerdings nicht nur in der Abwehr einen Tick agiler und sicherer, vor allem im Angriff gelang es den Bördeländern besser sich durch die Lücken zu kämpfen. Jure Natek und Fabian van Olphen legten zum 2:0 vor, erst in der fünften Minute konnte Ivan Nincevic mit einem Strafwurf den ersten Treffer der Hausherren zum 1:2 markieren. Die Gäste nutzten weiter ihre Überlegenheit aus und gingen bereits nach zehn Minuten mit 6:2 in Führung.

Für die Hausherren eine ungewohnte Situation, waren sie doch vor allem in den Heimspielen stets die spielbestimmende Mannschaft und selten in solch deutlicher Rücklage. Dagur Sigurdsson reagierte auch prompt mit der Grünen Karte, wechselte im Tor zu Silvio Heinevetter und beorderte den angeschlagenen Alexander Petersson aufs Feld. Die Füchse blieben aber nervös, konnten dem Spiel die Wende nicht verpassen.

Stattdessen schlossen sie überhastet ab anstatt ruhig das Spiel aufzubauen und blieben zu oft im Magdeburger Mittelblock bei Bartosz Jurecki und Fabian van Olphen hängen. Schritt um Schritt bauten die Gäste die Führung weiter aus, konnten ihr Spiel durchsetzen. Bereits in der 23. Minute skandierten die zahlreichen Magdeburger Fans "Auswärtssieg" beim Stand von 6:11. Bis zur Pause konnten die Füchse dann den Rückstand allerdings konstant halten, auch Dank mehrerer Paraden von Silvio Heinevetter ging es mit 10:15 in die Pause.

Im zweiten Durchgang hatten dann die Füchse den besseren Start, mit einem Strafwurf und einem Tempogegenstoß verkürzte Konrad Wilczynski auf 12:15. Das Spiel blieb hitzig, fortan waren beide Teams nervös und schafften es nicht mehr ihr Angriffsspiel ruhig aufzubauen. Nun waren allerdings die Hausherren einen Tick cleverer, mehrfach wurden Heinevetter-Paraden für schnelle Gegenstöße genutzt um sich Tor um Tor heranzukämpfen. In der 43. Minute war es dann Spielmacher Bartlomiej Jaszka, der zum 16:17-Anschlusstreffer traf.

Dafür musste die Mannschaft von Dagur Sigurdsson auf der Gegenseite den Verlust ihres Kapitäns Torsten Laen verkraften, der nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen durfte. Den Strafwurf konnte Robert Weber dann allerdings nicht nutzen, er scheiterte an Silvio Heinevetter. Es dauerte noch drei weitere Minuten, bis Mark Bult von der Siebenmetermarke erfolgreich war und zum 18:18 ausgleichen konnte. Acht Minuten lang hatten die Gäste noch die Nase vorn, dann war es Michal Kubisztal, der mit einem Ballgewinn in der Abwehr und dem Tempogegenstoß zur ersten Füchse-Führung beim 23:22 traf.

Auch nach der Auszeit des SCM gaben nun die Hausherren den Ton an. Immer wieder legten sie vor, kämpften um jeden Ball ohne sich allerdings absetzen zu können. Noch in der Schlussminute glichen die Gäste durch Rojewski zum 26:26 aus, ehe Bartlomiej Jaszka exakt vier Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für die Hausherren erzielte. Mit dem 27:26 beenden die Berliner die Hinrunde auf dem zweiten Tabellenplatz.




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