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28.10.2012|Spielbericht|rom

Erste Saisonniederlage in Flensburg

Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel für die Füchse Berlin. Von Beginn an gerieten die Füchse bei der SG Flensburg-Handewitt ins Hintertreffen, hatten große Probleme mit Torhüter und Abwehr des Gegners. Dennoch war beim 11:13-Halbzeitstand alles noch möglich. Nach der Pause schafften es die Berliner aber nicht mehr ihre stabile Abwehr aufzubieten, kamen über lange Zeit nicht zum Torerfolg und gerieten schnell mit 12:21 ins Hintertreffen. Das 18:29 am Ende bedeutete für die Füchse Berlin die erste Saisonniederlage in der DKB Handball-Bundesliga, Sven-Sören Christophersen erwies sich mit 7 Treffern noch als stärkster Akteur.

Beide Teams waren sich der Bedeutung dieser Spitzenpartie zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin bewusst. Von Beginn an entwickelte sich ein heißer Kampf, beide Mannschaften waren voll konzentriert auf dem Feld und schenkten sich keinen Meter. Schon in der dritten Minute vergaben die Unparteiischen Ralf Damian und Frank Wenz die erste Zeitstrafe, Füchse-Kapitän Torsten Laen musste für zwei Minuten pausieren. Die ersten Torwürfe zeigten aber auch, dass den Torhütern eine große Bedeutung zukommen würde, Mattias Andersson und Silvio Heinevetter trumpften mit großartigen Paraden auf.

Der Vorteil lag zunächst bei den Hausherren, die vor ihren Torhütern auch noch eine perfekt harmonierende Abwehrreihe aufbieten konnten. Die Füchse zerrieben sich an der Flensburger 6:0, die schnell verschob, die Räume dicht machte und auch früh auf den ballführenden Berliner Spieler heraustrat. Dadurch kamen die Berliner nicht in die Bewegung und schafften es nicht sich in eine aussichtsreiche Wurfposition. Auf der anderen Seite nutzte hingegen Holger Glandorf die Überzahl um auf 5:3 zu erhöhen.

Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes nutzte die eigene Überzahl um eine doppelte Manndeckung gegen Bartlomiej Jaszka und Sven-Sören Christophersen aufzustellen. Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson reagierte, brachte Iker Romero und Evgeni Pevnov als Alternative. Als Romero bei seinem ersten Wurfversuch an Andersson scheiterte, stürmte Anders Eggert zum Tempogegenstoß und erhöhte auf 6:3. Sigurdsson reagierte mit der Auszeit und brachte im rechten Rückraum nun auch Mark Bult für den bis dahin eher glücklosen Konstantin Igropulo. Dieser beendete mit einer schönen Einzelaktion die Berliner Torflaute mit dem Treffer zum 4:7 und als Igropulo mit einem Strafwurf zum 5:7 einnetzte, schienen die Gäste in die Partie zu finden.

Bis auf 7:8 konnte Bult für die Füchse verkürzen, nach einem Schlag von Karlsson gegen den Niederländer waren die Füchse zudem in Überzahl. Die Chance auf den Ausgleich verpasste aber Christophersen, ein Offensivfoul brachte die Flensburger in den Angriff. Auf Seiten der Hausherren war inzwischen Lars Kaufmann im Spiel und der Nationalspieler überraschte mehrfach durch treffsichere Gewaltwürfe aus dem Rückraum. Statt eines Ausgleichs der Füchse waren nun die Flensburger wieder am Drücker und setzten sich auf 11:8 ab. Bis zum Seitenwechsel konnten die Füchse den Abstand allerdings konstant halten, mit einem 11:13 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause kam der SG-Express dann allerdings erst richtig ins Rollen. Die Flensburger nahmen Fahrt auf und waren nicht mehr zu stoppen. Innerhalb von sechs Minuten erhöhte das Vranjes-Team von 13:11 auf 16:12, Dagur Sigurdsson war erneut zu einer frühen Auszeit gezwungen. Seine Maßnahmen griffen allerdings nicht, Flensburg marschierte weiter und erhöhte auf 19:12. Insbesondere Thomas Mogensen war dies zu verdanken, er führte hervorragend Regie und brachte sowohl Michael Knudsen am Kreis als auch Lars Kaufmann im Rückraum immer wieder in Position.

Erst beim 21:12 konnte Sven-Sören Christophersen die Torflaute seines Teams stoppen - die Vorentscheidung war zu diesem Zeitpunkt aber bereits gefallen. Christophersen war der einzige Füchse-Spieler, der neben Bartlomiej Jaszka für Torgefahr sorgte. Die SG Flensburg-Handewitt dominierte unterdessen das Geschehen, verwaltete souverän die Führung und streute immer wieder Aktionen ein, die die Halle überkochen ließ. Bei den Gästen konnte die Einwechslung von Petr Stochl im Tor noch einmal für neue Akzente sorgen, am Sieger der Partie kamen allerdings keine Zweifel mehr auf.

Die SG Flensburg-Handewitt scgob den Abstand sogar noch in den zweistelligen Bereich, setzte sich am Ende mit 29:18 (13:11) gegen die Füchse Berlin durch und fügte damit dem letztjährigen Tabellendritten die erste Niederlage in der diesjährigen Bundesliga-Saison zu. Auffällig war dabei, dass sich bei den Gastgebern die Torschützen relativ gleichmäßig verteilten, angeführt von Spielmacher Thomas Mogensen trat die SG als eine überzeugende Einheit auf. Die Füchse dagegen fanden nicht zu ihrem Spiel und scheiterten vor allem an der gegnerischen Abwehr - diese wurde gemeinsam mit Torhüter Matthias Andersson zum Matchwinner.




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